Gesundheitsdirektion, CSS, Helsana, Sanitas und SWICA lancieren ein gemeinsames Projekt zur Umsetzung der neuen Spitalfinanzierung

Für die Einführung der neuen Spitalfinanzierung im Jahr 2012 haben sich die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich und die vier Krankenversicherer Helsana, CSS, Sanitas und SWICA auf ein gemeinsames Vorgehen festgelegt. Im Rahmen dieses Projekts sind die Rollen, Aufgaben und Zuständigkeiten von Kanton und Versicherern in den Bereichen Tariffindung, Rechnungsprüfung und Codierkontrolle zu klären.

Nach der ab 2012 geltenden Spitalfinanzierung müssen auf diesen Zeitpunkt schweizweit alle auf den Spitallisten geführten Spitäler mit leistungsbezogenen Fallpreispauschalen, den sogenannten DRG (Diagnosis Related Groups), entschädigt werden. Den Spitälern wird nicht mehr jeder Eingriff und jeder Aufenthaltstag einzeln vergütet, sondern sie werden von der öffentlichen Hand und den Versicherern pro Fall mit einem Pauschalpreis bezahlt. Damit werden Spitäler künftig nicht mehr finanziell «belohnt», wenn sie eine Patientin oder einen Patienten länger als nötig im Spital behalten.

Neue Rollen bei Tariffindung und Rechnungsabwicklung

Neu finanzieren die Kantone und Versicherer die stationären Leistungen von Spitälern gemeinsamen nach einem festen Schlüssel. Aus diesem Grund verändern sich die Rollen bei der Tariffindung und in der Rechnungsabwicklung. Klar ist: Kantone und Versicherer können die Leistungen nicht mehr unabhängig voneinander abgelten. Noch nicht in allen Details bestimmt ist, was das für die einzelnen Akteure bedeutet.

Partnerschaftliche Umsetzung im Vordergrund

Im Sinne eines aktiven, vorausschauenden Vorgehens und um Schwierigkeiten bei der Umsetzung und langwierige Gerichtsstreitigkeiten zu verhindern, haben sich die Gesundheitsdirektion, unter der Leitung von Regierungsrat Thomas Heiniger, und die vier Krankenversicherer Helsana, CSS, Sanitas und SWICA mit ihren CEO Manfred Manser, Georg Portmann, Otto Bitterli und Hans-Ueli Regius auf einen gemeinsamen Vorgehensplan geeinigt. Kanton und Versicherer lancieren gemeinsam ein Projekt, um die Rollen, Aufgaben und Zuständigkeiten in den Bereichen Tariffindung, Rechnungsprüfung und Codierrevision in den nächsten Monaten zu klären. Die Beteiligten sind sich einig, dass nur ein kooperatives Vorgehen ein effizientes Einführungsprozedere garantieren kann. Die Projektarbeiten beginnen noch in diesem Jahr. Resultate werden auf Mitte 2010 erwartet und dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

(Medienmitteilung der Gesundheitsdirektion)

Hinweis

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