Der Münzschatz von Neftenbach wird erstmals am Fundort ausgestellt

Vor rund zwanzig Jahren wurde in Neftenbach ein sensationeller Fund gemacht: Archäologen fanden eine Bronzekanne mit 1243 Silbermünzen aus dem römischen Reich. Der Münzschatz wird vom Freitag bis Sonntag, 22. bis 24. Mai 2009, erstmals in Neftenbach in einer Sonderausstellung gezeigt.

Bei den langjährigen Rettungsgrabungen im römischen Gutshof von Neftenbach wurde 1986 eine Bronzekanne mit 1243 Silbermünzen aus dem 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. gefunden. Die Entdeckung des römischen Münzschatzes bedeutete eine grosse Sensation. Dank der sorgfältigen Bergung und Dokumentation bietet der nach 263 n. Chr. verborgene Schatz wertvolle Informationen zu dieser Krisenzeit des römischen Reichs.

Vom 22. bis 24. Mai können der Münzschatz und weitere Funde aus dem Gutshof erstmals in Neftenbach besichtigt werden. Im Rahmen der 800-Jahr-Feier zeigen die Kantonsarchäologie Zürich und das Münzkabinett der Stadt Winterthur in Zusammenarbeit mit der Museumskommission des Orts- und Weinbaumuseums Neftenbach eine kleine Ausstellung über den römischen Gutshof und den Schatzfund. Sie ist Teil der Sonderausstellung «Neftenbach. Papier + Silber», welche die Siedlungsentwicklung seit dem 15. Jahrhundert zum Thema hat.

An der Ausstellung können die Besucherinnen und Besucher nach originaler Technik mit dem Hammer eine Münze mit dem Bild des römischen Kaisers Postumus prägen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonsarchäologie und des Münzkabinetts informieren über die archäologischen Ausgrabungen in Neftenbach sowie über das Leben der Römer und ihr Geld.

Ort und Öffnungszeiten

Die Ausstellung «Neftenbach. Papier + Silber» findet in der Turnhalle «Drei Linden» an der Schulstrasse 26 in Neftenbach statt.

Die Ausstellung ist geöffnet am 22. und 23. Mai von 10 bis 22 Uhr sowie am 24. Mai 2009 von 10 bis 18 Uhr. Jeweils um 11, 14 und 16 Uhr sowie am 22. und 23. Mai um 18 Uhr findet eine Kurzführung der Kantonsarchäologie statt.

(Medienmitteilung der Baudirektion)

Hinweis

Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
Bei Fragen zu dieser Meldung wenden Sie sich bitte an den unten aufgeführten Kontakt.

Für diese Meldung zuständig: