Sicherheitstrakt Forensik in Rheinau bewährt sich
Medienmitteilung 25.11.2008
Die Erfahrungen mit dem Betrieb des Sicherheitstraktes Forensik in Rheinau sind ausgesprochen positiv. Er ist praktisch seit der Eröffnung im Sommer 2007 voll belegt. Der Neubau ermöglicht optimale Bedingungen für die therapeutische Arbeit und hat sich sicherheitstechnisch bewährt. Die im Zentrum der Arbeit stehende Rückfallprophylaxe, der Opferschutz und die Früherkennung gefährlicher Straftäter sind von grossem öffentlichem Interesse.
Im Februar 2005 haben die Zürcher Stimmberechtigten 23,5 Millionen Franken für den Bau eines Sicherheitstraktes mit 27 Behandlungsplätzen im Psychiatriezentrum Rheinau bewilligt. Seit gut einem Jahr sind die drei psychiatrisch-forensischen Behandlungseinheiten im Psychiatriezentrum Rheinau in Betrieb. Die Erfahrungen des ersten Betriebsjahres erweisen sich als rundum positiv.
Meilenstein für die forensische Psychiatrie
Bereits kurz nach ihrer Eröffnung im Sommer und Herbst 2007 waren alle drei Stationen voll belegt. Heute zeigt sich, dass die drei Stationen mit gesicherten psychiatrisch-forensischen Behandlungsplätzen gut ausgelastet werden können. Der Sicherheitsbereich schliesst verschiedene Lücken in der Forensik: So können zum Beispiel erstmals in der Schweiz auch Patientinnen in gesichertem Rahmen behandelt werden.
Sicherheit gewährleistet
Der von den Zürcher Stimmberechtigten bewilligte Neubau hat sich in sicherheitstechnischer Hinsicht bewährt. Im ersten Betriebsjahr gab es keinen einzigen sicherheitsrelevanten Vorfall zu vermelden. Der Neubau setzt auch beste Bedingungen für die psychiatrische und therapeutische Arbeit, die von hoch qualifizierten psychiatrischen Fachärzten und Therapeuten geleistet wird. Im Bereich Pflege arbeitet ausschliesslich diplomiertes Fachpersonal, das zusätzlich auf die spezifischen Aufgaben geschult wird. Nicht zuletzt dank eines ausgezeichneten Betriebsklimas gelang es, motivierte und stabile Teams zu bilden, die ihre Aufgaben erfolgreich umsetzen können.
Die drei neuen Sicherheitsstationen bilden einen Meilenstein für die forensische Psychiatrie in der deutschsprachigen Schweiz. Die Wahrung der öffentlichen Sicherheit, die Rückfallprophylaxe, der Opferschutz und die Früherkennung gefährlicher Straftäter sind von hohem öffentlichem Interesse. Die neu geschaffenen Kapazitäten gelten sowohl bei den Justizvollzugsbehörden wie auch bei den weiteren Zuweisern bereits heute als unverzichtbar.
Die Hauptaufgaben im Sicherheitsbereich
Im neuen Sicherheitsbereich werden drei Aufgaben wahrgenommen: Zum Ersten erfolgen hier Kriseninterventionen bei Straftäterinnen und Straftätern, die aufgrund eines akuten und schweren psychiatrischen Krankheitsbildes aus dem Gefängnis überwiesen werden, um nach erfolgter Behandlung wieder dorthin zurückzukehren.
Zum Zweiten werden gerichtlich angeordnete Massnahmen durchgeführt. Dabei geht es um die Behandlung von Patientinnen und Patienten, die aufgrund einer schweren psychischen Störung ein Delikt begangen haben und für die das Gericht anstelle der Freiheitsstrafe eine psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung angeordnet hat.
Zum Dritten erlauben die neuen Stationen, psychisch kranke Straftäter mit einem hohen Gefährlichkeitspotential in stationärem Rahmen zu begutachten und prognostisch zu beurteilen. Dabei handelt es sich vor allem um Gewalt- und Sexualstraftäter.
(Medienmitteilung der Gesundheitsdirektion)
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