17. Bericht zur Zürcher Denkmalpflege 2003 bis 2004

Die kantonale Denkmalpflege Zürich hat ihren 17. Rechenschaftsbericht herausge-geben. Auf 374 Seiten sind 51 bedeutende Schutzobjekte dargestellt, deren Umbau- und Restaurierungsarbeiten in den Jahren 2003 und 2004 von der Denkmalpflege begleitet wurden. In Form von Kurzberichten werden rund 160 weitere Objekte und Abbrüche wichtiger Gebäude auf dem Gebiet des Kantons Zürich gewürdigt. Der 17. Band setzt die gehaltvolle und informative Reihe der Zürcher Denkmalpflege fort und vermittelt einen breit gefächerten Einblick in deren Tätigkeit.

Der vorliegende Band erscheint zum fünfzigjährigen Bestehen der Abteilung Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich. Das Schwergewicht der Publikation bilden 51 ausführliche Texte mit den bewährten bauhistorischen Zeittafeln, Renovations- und Restaurierungsberichten sowie einem teilweise umfangreichen Dokumentations- und Quellenanhang. In einem zweiten Teil werden rund 160 weitere Objekte samt ausgewählten Abbrüchen mit Kurzangaben zur Geschichte und zu den getroffenen Massnahmen vorgestellt. Ein Abkürzungs- und Literaturverzeichnis sowie der aktualisierte Publikationskatalog runden den Band ab.

Vom Gasthaus «Rössli» in Truttikon bis zum Gasometer in Schlieren

Die Autorinnen und Autoren des Werks sind in den 51 ausführlichen Beiträgen allen Facetten der Restaurierungen nachgegangen. Verhandlungsgeschick, Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit waren wichtige denkmalpflegerische Grundsätze, die in den allermeisten Fällen zu einem für die Öffentlichkeit erfreulichen Ergebnis geführt haben. Ein Beispiel hierfür ist das ehemalige Gasthaus «Rössli» in Truttikon, dessen Leidensgeschichte schliesslich eine positive Wende fand. Schwerpunkte bilden neben verschiedenen Kirchenbauten (Elgg, Erlenbach, Meilen, Zell etc.) zahlreiche bäuerlich handwerkliche Wohn- und Nutzbauten (Hombrechtikon, Unterstammheim etc.), verschiedene barocke Landsitze und Fabrikantenwohnhäuser (Meilen, Obfelden, Wald, Zürich) sowie wertvolle Kleinbauten, wie der einmalige See- und Badepavillon Herner in Horgen oder das ehemalige Rebhäuschen auf dem Guggenbüel bei Marthalen.

Aussergewöhnliche und deshalb etwas ausführlicher vorgestellte Projekte sind beispielsweise die aufwändige Restaurierung des Gasometers Nr. 1 in Schlieren und die sorgfältigen Restaurierungen des Kronleuchters im Opernhaus Zürich bzw. des einzigartigen Bebauungsplanmodells Fluntern von Professor Karl Moser. In zeitlicher Hinsicht reicht die Spannbreite der behandelten Objekte von den restaurierten Wandmalereien im Turmchor der reformierten Kirche Zell aus der Zeit um 1320 bis zum sorgfältig erneuerten Eigenheim von Rudolf von Schulthess Rechberg von Werner M. Moser in Zollikon, einem herausragenden Zeugen des Neuen Bauens der 1930er Jahre im Kanton Zürich.

Von der Vorabklärung bis zur Sensibilisierung

Der Bericht vermittelt einmal mehr einen spannenden Einblick in die Tätigkeit der kantonalen Denkmalpflege. Deren Hauptaufgabe ist die Erhaltung und Pflege der historischen und neueren Baukultur im Kanton Zürich. So sind die Fachleute der Denkmalpflege verantwortlich für bauliche Vorabklärungen und die Begleitung von Umbau- und Renovationsvorhaben. Darüber hinaus bringen sie sich in Jurys und bei Planungsworkshops ein und betreuen externe Aufträge an Dendrochronologen (Experten für Holzaltersbestimmungen), Ingenieure, Statiker, Restauratoren, Stuckateure, Fotografen und Historiker. Sie organisieren und bestreiten den alljährlichen europäischen Tag des Denkmals und stehen für mannigfaltige Anfragen zur Verfügung. Ebenso engagieren sie sich dafür, ausgebaute Bauteile fachgerecht zwischenzulagern, um sie dereinst an einem neuen Ort einem sinnvollen Wiedereinbau zuzuführen. Der nun vorliegende 17. Bericht ist eine von mehreren Möglichkeiten, für die denkmalpflegerischen Tätigkeiten und Anliegen zu sensibilisieren.

Das Buch ist in der Reihe «Zürcher Denkmalpflege» als 17. Bericht erschienen und kann beim Verlagsshop Fotorotar AG (www.fotorotar.ch/verlag) bestellt werden.

Zürcher Denkmalpflege: 17. Bericht, 2003–2004

Herausgeber: Baudirektion, kantonale Denkmalpflege
Mit Texten von: Peter Baumgartner, Roland Böhmer, Miroslav Chramosta, Andreas Gallmann, Charlotte Kunz Bolt, Giovanni Menghini, Regula Michel, Thomas Müller, Beat Stahel, Anna Stützle, Pietro Wallnöfer und Gaby Weber

Kommissionsverlag und Bezug:
FO Print & Media AG, Zürich und Egg 2008,
www.fotorotar.ch/verlag (Stichwort Denkmalpflege)

374 Seiten mit über 940 Abbildungen reich illustriert
ISBN 978-3-905681-32-1

CHF 64.00
EUR 40.00

(Medienmitteilung der Baudirektion)

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Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
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