Knonaueramt N4: Durchstich Weströhre Islisberg

Die Tunnel-Bohr-Maschine hat heute am 21. April 2005 den Islisberg durchstochen. Der 4,95 Kilometer lange Islisbergtunnel ist Bestandteil der N4 durch das Knonaueramt und macht rund 40 Prozent der gesamten Strecke aus. Er ist Teil der N4 im Knonaueramt, welche der Innerschweiz eine direkte Verbindung zum Wirtschaftsraum Zürich und zum Flughafen ermöglicht.

Am 7. April 2004 nahm die Tunnel-Bohr-Maschine (TBM) den 4'680 Meter langen Vortrieb der Weströhre in Angriff. Der inklusive Voreinschnitt 4,95 Kilometer lange Islisbergtunnel ist Bestandteil der N4 durch das Knonaueramt und macht rund 40 Prozent der gesamten Strecke aus. Nach 54 Wochen erfolgte heute der Durchstich der TBM in die Baugrube. Während dieser kurzen Bohrzeit wurden 520'000 Kubikmeter Molasse ausgebrochen und mit 1200 Blockzügen, à 250 Meter, ins Rafzerfeld transportiert. Trotz des harten und schneereichen Winters konnten dank präziser Planung und dem so genannten Fabrikbetrieb die vorgesehenen Vortriebsleistungen von durchschnittlich 100 Meter pro Woche erreicht werden.

Vertreter der Baudirektion, des Projektverfassers und der Arbeitsgemeinschaft informierten anlässlich der Durchschlagsfeier, dass bis zur geplanten Eröffnung im Jahre 2010 noch viele Arbeiten anstehen: Im Tunnel muss der gesamte Innenausbau ausgeführt, die elektromechanische Ausrüstung montiert und deren Hard- und Software aufgerüstet werden. Der Trasseebau zwischen Knonau und dem Südportal ist ebenfalls vorzunehmen. Die Kosten des Tunnels belaufen sich auf 562 Millionen Franken.

Thomas Kieliger, Kantonsingenieur, erwähnte an der Durchstichfeier, dass bereits vor rund 35 Jahren ein Autobahnteilstück von Zug bis Knonau erstellt worden sei. Damals war die Streckenführung der N4 Knonaueramt oberirdisch geplant, was Unmut und Widerstand auslöste. Lange Zeit ruhte das Projekt. Nach jahrelangen starken Verkehrsbelastungen rückt mit dem Bau der N4 Knonaueramt die Entlastung für die Gemeinden der Region näher. «In nahezu sechs Jahren wird die Autobahn gebaut sein: Bis dahin müssen flankierende Massnahmen ausgearbeitet und umgesetzt werden, damit die Gemeinden vom Durchgangsverkehr entlastet und der Bevölkerung Lebensqualität zurück gegeben werden kann», sagte Kieliger.


Weitere Informationen zur Westumfahrung

(Medienmitteilung der Baudirektion)

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