Westumfahrung Zürich: Grossdurchstich im Uetlibergtunnel
Medienmitteilung 01.02.2005
Die Tunnelbohrerweiterungsmaschine mit dem grössten Durchmesser der Welt hat den Uetlibergtunnel im Vollprofil durchstochen. Die «Röhre Basel» ist somit auf der gesamten Länge mit einem Durchmesser von 14,4 Metern erstellt. Die 4,4 Kilometer lange Uetlibergtunnel ist das Schlüsselbauwerk der Westumfahrung Zürich. Die Durchstichfeier fand am 1. Februar 2005 statt.
Seit 11. April 2003 war die Tunnelbohrerweiterungsmaschine (TBE) vom Reppischtal aus in Richtung Brunau unterwegs. Sie weitete den Pilotstollen mit einem Durchmesser von fünf Metern auf den Enddurchmesser von 14,4 Metern auf. Weltweit ist dies der grösste Durchmesser, der bisher mit einer Hartgesteinsmaschine aufgefahren wurde. Die rund 180 Meter lange TBE wird nach dem Durchstich in Richtung der Baugrube Reppischtal zurückgezogen und in der zweiten Röhre «Chur» neu installiert. Dort beginnt der Vortrieb ab Juni 2005.
Vertreter der Baudirektion, des Projektverfassers und der Arbeitsgemeinschaft informierten anlässlich der Durchschlagsfeier, dass die Rohbauarbeiten im Uetlibergtunnel gemäss Bauprogramm bis 2007 beendet sein werden. Die Eröffnung ist im Herbst 2008 geplant. Die Kosten des gesamten Projekts belaufen sich auf 1,1 Milliarden Franken. Davon übernimmt der Bund 80 Prozent.
Baudirektorin Dorothée Fierz wies an der Feier auf die Bedeutung des Uetlibergtunnels und der Westumfahrung Zürich hin. Durch den Tunnel, mit 4,4 Kilometern der längste der vier Tunnels der Westumfahrung, werden täglich rund 70'000 Fahrzeuge fahren. Das sind rund dreimal mehr Fahrzeuge als heute im Gotthardtunnel verkehren. «Mit der Westumfahrung besitzen wir endlich die Verbindung, mit der wir den Verkehr um die Stadt Zürich herumführen können; und das zugunsten der Mobilität und der Bevölkerung», sagte Baudirektorin Dorothée Fierz. Flankierende Massnahmen sollen dafür sorgen, dass die Bevölkerung nachhaltig von Verkehrsemissionen entlastet wird.
(Medienmitteilung der Baudirektion)
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