Beitrag für Digitalisierung des Radio-Archivs aus dem Lotteriefonds
Medienmitteilung 02.12.2004
Der Regierungsrat hat aus dem kantonalen Lotteriefonds Beiträge von rund 950'000 Franken für verschiedene Projekte bewilligt. Der grösste Beitrag geht an ein Projekt für die elektronische Archivierung und Erhaltung ausgewählter Aufnahmen aus dem Archiv von Radio DRS. Aus dem zürcherischen Bestand werden Radio-Sendungen aus den Jahren 1945 bis 1990 digitalisiert.
Die umfangreichen Bestände im Audio-Archiv von Radio DRS können in wenigen Jahren nicht mehr benutzt werden, da die analogen Datenträger zerfallen. Im Rahmen des Projektes «Digitale Archivspeicherung» soll ein ausgewählter Viertel der Tonträgerbestände digital archiviert und damit für die Zukunft gesichert werden. Es ist vorgesehen, auch Teile des zürcherischen Bestands zu archivieren. Nach Absprache mit dem Staatsarchiv werden die Sendungen Züri-Leu (1945 bis 1947), Gäste Zürichs (Gespräche mit ausländischen Persönlichkeiten, 1945 bis 1954), die Sendung Regional-Feuilleton (1978 bis 1982) sowie das Regionaljournal Zürich Schaffhausen inklusive Wahl- und Extrasendungen (1978 bis 1990) digitalisiert. Diese Sendungen spiegeln das kulturelle, politische und gesellschaftliche Leben des Kantons im Zeitraum vom 1945 bis 1990. Der Kanton beteiligt sich mit einem Beitrag von 400'000 Franken an diesem Projekt. Die Öffentlichkeit wird die digitialisierten Bestände via Staatsarchiv unentgeltlich nutzen können. Auch Bildung und Forschung werden von diesem Radio-Archiv profitieren können.
200'000 Franken erhält der Schweizerische Technische Verband für seine geplante Jubiläumsausstellung «Humantech». Die Ausstellung soll auf ironische, skurrile oder surrealistische Art den Nutzen der Technik für den Menschen darstellen und wird voraussichtlich von Mai bis September 2005 in Zürich und anschliessend in Winterthur zu sehen sein. Ingenieurstudentinnen und -studenten aus Zürcher Fachhochschulen werden die Ausstellungsobjekte entwerfen und gestalten. 100'000 Franken gehen zudem an «OKAJ», den Dachverband und die Fachstelle der Jugendarbeit im Kanton mit 400 Mitgliederorganisationen. Geplant ist der Aufbau einer Informationsstelle für Kinder- und Jugendförderung, die Daten zum Thema Jugendarbeit sammeln und allen Interessierten zur Verfügung stellen wird. In einer zweiten Phase soll die Informationsstelle zum Beispiel im Rahmen von Tagungen den fachlichen Austausch unter Personen fördern, die an der Kinder- und Jugendförderung beteiligt sind.
Verschiedene weitere Projekte erhielten im Rahmen dieser fünften Serie dieses Jahres Beiträge aus dem Lotteriefonds zwischen 16'000 und 100'000 Franken.
(Medienmitteilung des Regierungsrates)
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