Zürcher Stellen für Suchtprävention unterstützen Cannabisprävention des Bundes

Cannabiskonsum ist heute bei Jugendlichen verbreitet und kann deren gesunde Entwicklung gefährden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat zur Verminderung der gesundheitlichen und sozialen Probleme rund um Cannabis einen Aktionsplan erarbeitet, den die Suchtpräventionsstellen des Kantons unterstützen. Im Blickpunkt des Plans stehen jene Jugendlichen, die häufig Cannabis konsumieren oder durch einen hohen Cannabiskonsum gefährdet sind. Unterstützung erhalten insbesondere auch die Schulen. Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich ergänzen mit einer Jahreskampagne zur Früherkennung von Suchtmittelmissbrauch die Bemühungen des Bundes.

Cannabiskonsum ist vor allem ein Jugendphänomen. Gut ein Drittel (35%) der Jugendlichen zwischen 16 und 20 konsumiert Cannabis. Bei einem grossen Teil bleibt es beim Probierkonsum. Ungefähr 8% dieser Altersgruppe konsumieren jedoch täglich. Handlungsbedarf zeigt sich somit in erster Linie bei der Gruppe der jungen, regelmässig Konsumierenden, die in der Schule und Berufslehre auffallen und möglicherweise fachliche Hilfe benötigen. Die Kampagne des Bundes setzt auf eine sachliche Information, die den Cannabiskonsum weder bagatellisiert noch dramatisiert. Es wird aber klar betont, dass Kiffen die Gesundheit gefährden kann und unerwünscht ist.

Leitfaden für Schulen

Mit dem Mitte Februar anlaufenden Projekt «Schule und Cannabis» soll der Cannabiskonsum an Schulen und weiteren Ausbildungsstätten vermindert werden. In den kommenden Wochen erhalten alle Oberstufen-, Berufsschulen und Gymnasien einen vom Bund in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) entstandenen Leitfaden. Er soll den Schulen bei der Erarbeitung eines Präventionskonzepts für den Umgang mit Suchtmitteln Unterstützung bieten. Dabei ist die Zusammenarbeit mit Fachstellen und der Einbezug der Eltern unerlässlich. Auf den Webseiten http://www.tschau.ch und http://www.feelok.ch erhalten Jugendliche selbst nützliche Informationen zu Cannabis.

Zürcher Kampagne der Fachstellen zur Früherkennung von Suchtmittelmissbrauch

Nicht nur der Cannabiskonsum Jugendlicher stellt eine Herausforderung für Eltern und Lehrkräfte dar. Alkohol ist das von Jugendlichen am meisten konsumierte Suchtmittel. Ebenfalls ist der Anteil der regelmässig rauchenden Schulkinder in den letzten zwölf Jahren stetig angewachsen. Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich knüpfen mit ihrem Jahresthema «Riskanter Suchtmittelkonsum – früh erkennen und handeln» an den Aktionsplan des Bundes an. Mit praxisorientierten Instrumenten, Schulungen und Projekten zu Alkohol, Tabak und Cannabis werden Bezugspersonen von Jugendlichen dafür sensibilisiert, risikovollen Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen zu erkennen und angemessen zu reagieren.

Für ergänzende Auskünfte

Stellen für Suchtprävention des Kantons Zürich, Regula Keller, Suchtpräventionsstelle Bezirk Horgen, Telefon 079 460 88 54, E-Mail regulakeller@hispeed.ch oder Vigeli Venzin, Amt für Mittel- und Berufsschulen, 043 259 77 87, E-Mail vigeli.venzin@mba.zh.ch oder unter http://www.suchtpraevention-zh.ch.

Bundesamt für Gesundheit, Kommunikation, Sandra Meier, Telefon 031 322 95 05, http://www.suchtundaids.bag.admin.ch/themen/sucht/praevention/.

Der Leitfaden «Schule und Cannabis» kann bei Züri Rauchfrei, Zähringerstrasse 32, 8001 Zürich, Telefon 01 262 69 66, zurismokefree@swissonline.ch oder beim Bundesamt für Gesundheit (http://www.bag.admin.ch) oder bei der SFA (Telefon 021 321 29 74) bezogen werden.

(Medienmitteilung des Institutes für Sozial- und
Präventivmedizin der Universität Zürich)

Hinweis

Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
Bei Fragen zu dieser Meldung wenden Sie sich bitte an den unten aufgeführten Kontakt.

Für diese Meldung zuständig: