Westumfahrung Zürich: Durchschlag im Aeschertunnel
Medienmitteilung 06.05.2003
Dreieinhalb Jahre nach Beginn der Bauarbeiten im Aeschertunnel steht heute der erste Durchschlag bevor. Der 2,2 Kilometer lange Tunnel ist der längste des Abschnitts «Umfahrung Birmensdorf» und gilt als eines der Schlüsselbauwerke der Westumfahrung Zürich. Die Kosten des gesamten Projekts belaufen sich auf 650 Millionen Franken. Davon übernimmt der Bund 80 Prozent. Anlässlich der Durchschlagsfeier orientierten Kantonsingenieur Georg Pleisch sowie Vertreter des Projektverfassers und der Arbeitsgemeinschaft über den Baufortschritt.
Die Bedeutung des längsten Tunnels des Abschnitts «Umfahrung Birmensdorf» zeigt sich auch in den prognostizierten Verkehrszahlen. Die Baudirektion rechnet im Jahr 2010 mit rund 61›000 Fahrzeugen, die den Tunnel pro Tag durchqueren. Das sind rund dreimal mehr Fahrzeuge, als heute im Seelisbergtunnel verkehren.
Mit dem Durchschlag der Röhre «Basel» wird heute im Aeschertunnel eine erste Bauphase erfolgreich abgeschlossen, obwohl es einige bautechnische Schwierigkeiten gab. Im August 2000 ereignete sich in dieser Tunnelröhre ein Wasser- und Schlammeinbruch, der bis an die Geländeoberfläche reichte. Glücklicherweise gab es bei diesem Vorfall keine Verletzten, doch musste das Bauverfahren umgestellt werden. Seither verlaufen die Ausbrucharbeiten planmässig, sodass die geplante Eröffnung der Westumfahrung im Jahre 2008 nicht gefährdet ist.
Beim Aeschertunnel sind insbesondere die langen Abschnitte im Lockergestein bautechnisch anspruchsvoll. Deshalb waren beim Vortrieb spezielle Massnahmen zur Stützung des Gebirges erforderlich. Diese sind sehr zeitintensiv und ergeben nur kleine Vortriebsleistungen.
Abschluss des Tunnelrohbaus im Herbst 2006
Der Durchschlag leitet im Aeschertunnel eine neue Bauphase ein. In ca. einem Monat wird auch die zweite Tunnelröhre durchstossen, womit die Ausbrucharbeiten in der Kalotte, der oberen Hälfte des Tunnelprofils, abgeschlossen sind. Danach beginnen die restlichen Ausbrucharbeiten in der unteren Hälfte des Profils (Strosse und Sohle) sowie die Innenausbauarbeiten (Abdichtung, Betoninnenschale etc.).
Speziell zu erwähnen ist die Fertigstellung der unterirdischen Verzweigung beim Anschluss Birmensdorf. Die Höhe des Ausbruchquerschnitts entspricht dort jener eines fünfstöckigen Wohnhauses. Die Fertigstellung des Tunnelrohbaus ist für Herbst 2006 geplant.
Der Aeschertunnel wird durch die Arbeitsgemeinschaft Aeschertunnel (AAT) erstellt. Sie setzt sich aus folgenden Firmen zusammen: Prader AG, Zürich, Federführung; Zschokke Locher AG, Zürich; CSC Bauunternehmung AG, Zürich; Murer AG, Erstfeld. Die Projektierungs- und Bauleitungsaufgaben werden von der Firma Electrowatt Infra AG Zürich wahrgenommen. Die Kosten des gesamten Projekts belaufen sich auf 650 Millionen Franken. Davon übernimmt der Bund 80 Prozent.
(Medienmitteilung der Baudirektion)
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