Psychiatrie-Zentrum Hard in Embrach:Sanierung der Patientenpavillons 1 und 2 abgeschlossen

Nach einer Umbauzeit von knapp einem Jahr können die beiden Patientenpavillons des Psychiatrie-Zentrums Hard wieder bezogen werden. Die Patientinnen und Patienten wurden für die Dauer der Bauzeit teilweise in den Pavillon 6 des Psychiatrie-Zentrums Hard, teilweise nach Wülflingen in ein für die spätere Sanierung des Traktes H der Klinik Schlosstal erstelltes Provisorium verlegt.

Die Pavillons 1 und 2 des Psychiatrie-Zentrums Hard sind seit 25 Jahren in Betrieb und gehören zu den Gebäuden der ersten Erstellungsphase der Klinik. In den Achtzigerjahren wurden die ursprünglichen Wachsäle in Viererzimmer umgebaut. Die Räumlichkeiten wurden durch den Gebrauch stark beansprucht. Inneneinrichtungen und technische Anlagen waren abgenutzt und mangelhaft. Zudem genügten die Stationsgrundrisse den neuen medizinisch-pflegerischen Anforderungen nicht mehr.

Nach dem Umbau stehen in vier Stationen insgesamt 70 Betten sowie zwei zusätzliche Betten in Abschirmzimmern zur Verfügung. In den geschlossenen alterspsychiatrischen Akutstationen der Erdgeschosse sind je 17 Betten und ein Bett im Abschirmzimmer, in den geschlossenen alterspsychiatrischen Langzeitstationen der Obergeschosse je 18 Betten untergebracht.

Veränderungen in der Alterspsychiatrie

Während früher der Primärauftrag der Alterspsychiatrie in der Betreuung und Pflege von psychisch wenig auffälligen, oft bettlägerigen Patienten lag, steht heute die Behandlung, Betreuung und Pflege von schwer verhaltensgestörten, hirnorganisch erkrankten Alterspatienten, die in anderen Institutionen der Alterspflege nicht versorgt werden können, im Vordergrund.

Das Ziel der Patientenbetreuung auf den Langzeitstationen ist, die Autonomie zu bewahren und Störungen zu verhindern oder zu verzögern. Bei den Akutstationen stehen einerseits Abklärung und Behandlung von Alterspatienten mit Hirnleistungsstörungen, andererseits die Diagnose und Therapie von Alterspatienten mit funktionellen psychischen Störungen im Zentrum.


Architektur auf Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtet

Die Architektur der Gebäude orientiert sich an normalen Wohnverhältnissen, ist jedoch auf die spezifischen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner abgestimmt. Auf häufige Verhaltensstörungen und Störungen der räumlichen Orientierung von Patientinnen und Patienten wurde architektonisch adäquat reagiert. So wurden die engen Verhältnisse im Korridorbereich verbessert und anstelle der bestehenden Wandschränke im Innenhofbereich zusätzliche Fenster eingebaut. Die Anordnung der Stationen in den Erdgeschossen ermöglicht einen direkten Zugang zur Gartenanlage. Mit weiteren baulichen Anpassungen wurde den veränderten Abläufen in der Betreuung und Pflege Rechnung getragen und die Sicherheit für Patienten und Personal verbessert.

Die Grundlage für die Sanierung der vier Stationen und der dazugehörenden Therapieräumlichkeiten im Zwischenbau des Erdgeschosses bildete ein Nutzungskonzept, das zusammen mit einer klinikinternen Arbeitsgruppe erarbeitet worden war. Die Kosten für die Sanierung der beiden Patientenpavillons belaufen sich auf 7,3 Millionen Franken. Die von der Sanierungsmassnahme betroffenen Patientinnen und Patienten des Psychiatrie-Zentrums Hard in Embrach können im Laufe des Novembers 2002 in die renovierten Gebäude zurückkehren.

In der Internet-Version dieser Medienmitteilung sind unter www.zh.ch, Stichwort «News», Abbildungen verfügbar.

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