Westumfahrung Zürich: Durchschlag im Hafnerbergtunnel
Medienmitteilung 20.06.2001
Der 1400 Meter lange Hafnerbergtunnel ist ein wichtiger Bestandteil der Westumfahrung Zürich. Am Mittwoch, 20. Juni 2001, konnte der Durchschlag der ersten Tunnelröhre des Hafnerbergs gefeiert werden. Die Westumfahrung verbindet spätestens im Jahr 2010 die A1 im Limmattal mit der A3 in der Allmend Brunau und der A4 im Knonaueramt. Anlässlich der Durchschlagsfeier orientierten die Baudirektion Kanton Zürich sowie Vertreter des Projektverfassers und der Arbeitsgemeinschaft über den Baufortschritt.
Nach nur 16-monatiger Bauzeit erfolgte am Mittwoch der Durchschlag im Hafnerberg. In der Röhre Richtung Basel haben sich der Haupt- und der Gegenvortrieb im Innern des Berges getroffen. Der Durchschlag wurde von allen am Bau Beteiligten mit einem kleinen Festakt gefeiert. Der Hafnerbergtunnel ist Teil der 5,4 Kilometer langen Umfahrung Birmensdorf, die auf einer Länge von rund vier Kilometern in drei Tunneln (Eggrain-, Hafnerberg- und Aeschertunnel) geführt wird. Er verbindet das Reppischtal mit dem Anschluss Birmensdorf im Lunnerental.
Mit den Tunnelbauarbeiten wurde im März 2000 begonnen. Sie werden durch ein Konsortium bestehend aus drei Bauunternehmungen, zwei schweizerischen und einer österreichischen, ausgeführt. Die beiden Röhren verlaufen fast vollständig in der oberen Süsswassermolasse (Sandsteine, Mergel). Die kurzen Gegenvortriebe auf der Seite Lunnerental liegen auf einer Strecke von rund 60 Metern im Lockergestein (Moräne). Die zwei Tunnelröhren mit je zwei Fahrstreifen und einem Pannenstreifen werden hauptsächlich vom Reppischtal her ausgebrochen. Dabei wird der rund 15 Millionen Jahre alte Molassefels gesprengt.
Die Bauarbeiten im Hafnerbergtunnel kommen planmässig voran. Bis zu 50 Arbeiter arbeiten im Zweischichtbetrieb Untertag. Aus Umweltschutzgründen und um die Begleiterscheinungen für die vom Bau betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner möglichst gering zu halten, wird das Ausbruchsmaterial des Hauptvortriebes von rund 350'000 Kubikmetern über die Verladeanlage Ristet mit der Bahn ins Rafzerfeld abtransportiert.
Da im Lunnerental oberirdisch kein Platz für einen Vollanschluss der Autobahn vorhanden ist, wird die Verzweigung zur Ausfahrt Birmensdorf unterirdisch erstellt. Die Aufweitung wird noch diesen Sommer in Angriff genommen. Dabei entsteht ein derart grosser Hohlraum, dass darin ein fünfstöckiges Gebäude untergebracht werden könnte. Der Tunnel kostet im Rohbau rund 96 Millionen Franken. Die Finanzierung trägt zu 80 Prozent der Bund, der Kanton beteiligt sich mit 20 Prozent an den Kosten. Der bisherige Tunnelvortrieb erfolgte ohne Unfälle und lag innerhalb der Zeit-, Kosten- und Qualitätsvorgaben.
Weitere Informationen erteilt:
Christian Amstad, Projektleiter, Abteilung National- und Hauptstrassen, Tiefbauamt,
Baudirektion Kanton Zürich, Telefon 01 - 259 31 67
Hinweis
Diese Meldung ist vor 2018 erschienen. Gegenüber der ursprünglichen Fassung sind alle Bilder, Links und Downloads entfernt worden. Dies beim Wechsel zum neuen kantonalen Webauftritt 2020.
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