Was sind Mpox (früher Affenpocken), wie werden sie übertragen, was sind die Symptome und wie kann man die Krankheit vorbeugen? Wir bieten Ihnen dazu Informationen und Empfehlungen.
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Aktueller Hinweis
Aufgrund eines Anstiegs der Fallzahlen von Mpox der Klade I in mehreren afrikanischen Staaten hat die WHO im August 2024 eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC) für Mpox erklärt. Im September 2025 wurde die PHEIC wieder aufgehoben, nachdem die WHO aufgrund anhaltend sinkender Fallzahlen und Todesfälle in den betroffenen Staaten keinen globalen Gesundheitsnotstand mehr sah. Das BAG beobachtet die Lage genau und wir werden die Informationen / Empfehlungen bei Bedarf anpassen.
Virus und Übertragung
Das Mpox-Virus gehört zur Familie der Orthopoxviren. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt in erster Linie über direkten Haut- und Schleimhautkontakt sowie über Kontakt mit infiziertem Sekret von einem oder mehreren Bläschen oder Läsionen auf der Haut- oder Schleimhaut der erkrankten Person, insbesondere über sexuelle Kontakte. Mpox-Viren können auch über den Schorf, über Atemwegssekrete und Körperflüssigkeiten, sowie bei infizierten Schwangeren über die Plazenta auf den Fötus übertragen werden.
Verbreitung und Häufigkeit
Bekannt sind die Kladen I und II. Mpox Klade I tritt vor allem in Zentral- und Ostafrika auf und betrifft dort breite Bevölkerungsgruppen, während Köade II weltweit zirkuliert und für die globalen Ausbrüche seit 2022 verantwortlich ist. Im Jahr 2024 kam es zu Ausbrüchen der neuen Klade Ib (Variante der Klade I) in mehreren afrikanischen Ländern mit Beginn in der demokratischen Republik Kongo. Die Klade Ib betrifft Erwachsene und wird vor allem über sexuelle Kontakte übertragen. Die Klade Ia hingegen zirkuliert seit Jahren in Kongo und betrifft dort vor allem Kinder und Jugendliche.
Seit August 2024 wurden in mehreren Ländern ausserhalb von Afrika vereinzelte Fälle von Mpox der Klade Ib identifiziert. Seit April 2025 auch sehr vereinzelt in der Schweiz. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion in der Allgemeinbevölkerung wird als sehr gering eingeschätzt, vorausgesetzt, dass weitere importierte Fälle umgehend diagnostiziert und Kontrollmassnahmen durchgeführt werden.
Symptome
Etwa 5-12 Tage (spätestens nach 21 Tagen) nach der Ansteckung treten erste Krankheitssymptome auf. Zu diesen gehören:
Vorteile:
- Fieber
- Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen
- geschwollene Lymphknoten
- Schüttelfrost
- Erschöpfung
Typischerweise entwickelt sich wenige Tage danach ein Hautausschlag mit Bläschen oder Pusteln (ähnlich wie Pocken). Oft ist der Hautausschlag unauffällig, mit nur wenigen oder einzelnen Bläschen oder Pusteln. Die Bläschen oder Pusteln können Schmerzen verursachen, jucken und sich in verschiedenen Entwicklungsstadien zeigen. Nach zwei bis drei Wochen trocknen die Pusteln aus, und es bilden sich Krusten, die von selbst abfallen. Es können auch Symptome in der Genital- und Analregion (Schmerzen, Blutungen, Entzündungen) auftreten.
Die Krankheit verläuft in der Regel mild. Die meisten Betroffenen erholen sich innerhalb weniger Wochen. Ansteckend ist man möglicherweise ab Auftreten erster Symptome bis zum Ende des Hautauasschlags, also bis die letzten Krusten abgefallen sind.
Personen mit entsprechenden Symptomen sollten eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen und Verhaltensempfehlungen beachten, bis die Krusten der Läsionen abgefallen sind.
Impfung
Der Kanton Zürich bietet Impfungen gegen Mpox an. Personen, denen eine Impfung empfohlen wird, können sich online auf dem gemeinsamen Anmeldeportal des Gesundheitszentrums Checkpoint Zürich sowie des EBPI für eine Impfung anmelden.
Weitere Informationen stehen auf der Webseite des Gesundheitszentrum Checkpoint zur Verfügung.
Für folgende Bevölkerungsgruppen ist die Impfung gemäss Bund und Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) empfohlen:
- präventiv für Männer, die Sex mit Männern haben, und trans Personen mit wechselnden Sexualpartnern
- präventiv für Personen, die aus beruflichen Gründen gegenüber Mpox-Viren exponiert sind (zum Beispiel medizinisches Personal oder Personal von Speziallaboratorien)
- für Kontaktpersonen von erkrankten Personen.
Für weitere Bevölkerungsgruppen ist momentan keine Impfung möglich.
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Amt für Gesundheit – Kantonsärztlicher Dienst
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