Kindesschutzradar

Kleines, lächelndes Mädchen steht mit mehrfarbigem Regenschirm in einem regnerischen Park.

Der Kindesschutz wird im Kanton Zürich sowohl von staatlichen als auch von privaten Organisationen geleistet. Im Kindesschutzradar geben einige dieser Organisationen Auskunft über ihre Angebote und wie es ihren Einschätzungen nach den Kindern, Jugendlichen und Familien, mit denen sie arbeiten, aktuell geht.

Inhaltsverzeichnis

Befragung von Organisationen im Kindesschutz

Zu Beginn der Corona-Krise stellte sich die Frage, wie es der Bevölkerung geht und ob der Kindesschutz weiterhin sichergestellt werden kann. Um zeitnah zu Informationen zu gelangen, wurde der Kindesschutzradar entwickelt. Diverse Akteurinnen und Akteure aus dem Kindesschutz nehmen an Radar-Befragungen teil. Sie geben Auskunft, welche Entwicklungen sie beobachten bei den Kindern, Jugendlichen und Familien, mit denen sie arbeiten. Zudem machen sie Aussagen zur Erbringung ihrer Dienstleistungen sowie zum Kindesschutz im Allgemeinen. Die Auswertung der Angaben ist eine Recherche und gibt den Eindruck von Fachpersonen wieder, sie stellt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit oder Vollständigkeit.

Die Einschätzungen vom Mai 2021 im Überblick

So geht es Kindern, Jugendlichen und Familien

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Zielgruppe (Kinder, Jugendliche, Familien)

Das Befinden der Kinder, Jugendlichen und Familien scheint sich seit dem November 2020 noch einmal leicht verschlechtert zu haben. Die Befragten berichten weiterhin von psychischer Belastung und Auffälligkeiten bei einigen Zielgruppen. Es wird aber ebenfalls festgestellt, dass sich die aktuelle Verbesserung der Pandemiesituation positiv auf die Bevölkerung auswirkt.

Häufige Themen der Zielgruppen bei den Akteurinnen und Akteuren sind: Zukunftssorgen, finanzielle Sorgen, Konflikte, Gewalt, psychische Probleme, Suizidalität, Schulabsentismus, Freizeitgestaltung.

Beobachtungen und Einschätzungen von Akteurinnen und Akteuren

Das Icon zeigt die grafische Umsetzung eines Gebäudes.
Akteurinnen und Akteure (Institutionen und Angebote)

Das Angebot ist verfügbar und wird genutzt. Die Organisationen bieten auf verschiedenen Wegen Unterstützung an: Beratung vor Ort, Distanzberatung oder aufsuchende Arbeit.

Es wird von einer Zunahme der Fälle und deren Komplexität berichtet. Die Belastungssituation beim Personal ist nach wie vor hoch.

Die Mehrheit der Befragten weist auf einen Mangel an stationären und ambulanten Therapieplätzen für Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen hin, bzw. auf Lücken in der vorgelagerten Präventionsarbeit.

Angespannte Kindesschutzsituation

Das Icon zeigt die grafische Umsetzung des Kindesschutzes mit zwei Händen und einem Kind dazwischen.
Kindesschutz

Die Akteurinnen und Akteure schätzen die aktuelle Kindesschutzsituation weiterhin als angespannt ein: 18% sehen sie im grünen Bereich, 73% im orangen und 9% im roten.

Seit der letzten Befragung zeigt sich teilweise ein Problem mit der Verfügbarkeit an Notfallplätzen.

Bezüglich häuslicher Gewalt gehen die Einschätzungen der Organisationen auseinander. Etwas mehr als ein Drittel der Befragten sieht die Situation unverändert im Vergleich zur letzten Befragung im November, während ein weiteres Drittel sie als schlechter einstuft, also eine weitere Zunahme der häuslichen Gewalt feststellt. Es sind eher Organisationen, die aufsuchend mit Familien arbeiten, die von einer Zunahme sprechen. Es scheinen auch ältere Kinder und Jugendliche von häuslicher Gewalt betroffen zu sein.

Kindesschutzradar – Erhebung vom Mai 2021

Kindesschutzradar – Erhebung vom Mai 2021
Kindesschutzradar – Erhebung vom Mai 2021
Herausgeber
Amt für Jugend und Berufsberatung
Publikationsdatum
Juli 2021

Kontakt

Amt für Jugend und Berufsberatung – Fachbereich Kinder- und Jugendhilfe

Adresse

Dörflistrasse 120
8090 Zürich
Route (Google Maps)

E-Mail

kjh@ajb.zh.ch

 

 

 

 

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