Der nächste Vernetzungsanlass für Mitarbeitende der Zürcher Bibliotheken findet am 3. Oktober 2024 in Zug statt. Hier finden Sie Informationen zum Anlass und Rückblicke vergangener Bibliocamps.
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Bibliocamp 2024
Die Fachstelle Bibliotheken lädt die Mitarbeitenden öffentlicher Bibliotheken im Kanton Zürich herzlich zum beliebten Vernetzungsanlass Bibliocamp ein, der alle zwei Jahre stattfindet.
Dieses Mal wird der ganztägige Anlass am 3. Oktober 2024 in der Bibliothek Zug und auf dem Zugersee stattfinden. Am Vormittag wird die Bibliothek Zug ihre Bibliotheksarbeit mit themenspezifischen Führungen vorstellen. Den Nachmittag werden wir auf dem Zugersee verbringen. Während der Schiffsrundfahrt geniessen wir ein feines Mittagessen, diskutieren Bibliotheksangebote, tauschen uns bei Tischgesprächen aus und lassen den Tag bei einem Apéro ausklingen.
Ablauf
Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.
Datum
Donnerstag, 3. Oktober 2024, von 9.00 bis 16.30 Uhr
Ort
Bibliothek Zug, St. Oswalds-Gasse 21, 6300 Zug
Zielgruppe
Das Zürcher Bibliocamp richtet sich an Mitarbeitende der Zürcher Gemeinde- und Schulbibliotheken. Es sind aber auch Vertreterinnen und Vertreter von Trägerschaften und weitere Interessierte willkommen. Aufgrund beschränkter Platzverhältnisse auf dem Schiff, sind pro Bibliothek bloss zwei Anmeldungen möglich.
Kosten
80 Franken inklusive Schifffahrt und Verpflegung
Reisekosten nach Zug sind von den Teilnehmenden selber zu tragen.
Uhrzeit | Programmpunkt |
---|---|
8.45 Uhr | Eintreffen und Welcome-Kaffee im Erdgeschoss. Selbstbesichtigung der Bibliothek Zug |
9.30 Uhr | Begrüssung und Tagesorganisation |
9.45 Uhr | Führungen in der Bibliothek Zug |
11.00 Uhr | Gemeinsamer Spaziergang zur Zuger Schifffahrt |
11.30 Uhr | Einstieg Schiff (Steg «Landsgemeindeplatz») und Abfahrt zur Rundfahrt auf dem Zuger See |
12.00 Uhr | Mittagessen auf dem Schiff |
13.00 Uhr | Vorbereitung Gruppeninseln für Tischgespräche |
13.15 Uhr | Erste Runde Tischgespräche zu Führungen |
14.15 Uhr | Kaffeepause auf dem Schiff |
14.30 Uhr | Zweite Runde Tischgespräche zu Führungen |
15.30 Uhr | Ankunft Hafen Zug (Steg «Schützenmatt») und Vorbereitung Apéro |
15.40 Uhr | Apéro auf dem Schiff |
16.30 Uhr | Abschluss Bibliocamp |
Führungen am Vormittag
Bei der Anmeldung können Sie Ihre drei Favoriten unter den angebotenen Führungen wählen, wovon Sie eine Führung mitmachen können.
Bei Fragen wenden Sie sich an die Fachstelle Bibliotheken unter bibliotheken@ajb.zh.ch.
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Inhalt: Medienbildung, Kooperationspartner, Angebote, Ausprobieren
Führung von Joël Iselin, Medienpädagogik Bibliothek Zug
Inhalt: Digitalisierung, Auftrag, Zielgruppen, Vermittlungsformate (Klassenführungen, Rechercheschulungen), neue Arbeitsweisen
Führung von Nadia Christen, Führungen Bibliothek Zug
Inhalt: Medienpräsentation, unterschiedliche Zonen, Räume der Bibliothek, Regionalbibliothek, OpenLibrary, Ausstellungen, Studienbibliothek
Führung von Jasmin Leuze, Leiterin Bibliothek Zug und Susanne Manz, Stv. Leiterin Bibliothek Zug
Inhalt: Zum Sprechen verführen, spielend lernen, Lehrplan 21 (Spiralcurriculum)
Führung von Lolita Martin, Kulturelle Bildung und Vermittlung Bibliothek Zug
Anmeldung
Alle Plätze für das Bibliocamp sind bereits vergeben. Sie können sich jedoch auf die Warteliste setzen lassen. Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme dadurch jedoch nicht gewährleistet ist.
Wir freuen uns darauf, Sie bei zukünftigen Veranstaltungen der Fachstelle Bibliotheken begrüssen zu dürfen.
Abmeldungen (abgesehen von Krankheit oder Notfällen) sind bis einen Monat vor dem Anlass an bibliotheken@ajb.zh.ch zu richten.
Rückblick und Eindrücke der vergangenen Bibliocamps
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Die Bibliothek «La Filanda» als Best-Practice-Beispiel
Zum ersten Mal haben wir das vierte Zürcher Bibliocamp in einem anderen Kanton, dem Tessin, und in einer Bibliothek angeboten: Das Bibliocamp war mit diesem neuen Konzept ein voller Erfolg.
Für die gemeinsame Zugfahrt haben Kathrin Amrein und Victoria Cogliatte einen Actionbound konzipiert. In Mendrisio lernten die Teilnehmenden Dank Inputreferat der Initiatoren der Bibliothek «La Filanda» und deutschsprachiger Bibliotheksführung das Erfolgskonzept der Bibliothek kennen. Die angeregte Diskussion in zwei moderierten Fragerunden mit Urs Voegeli und Agnés Pierret zeigten: Die Vision der La Filanda inspirierte alle und wird in den Kanton Zürich weiter getragen werden.
Denn die La Filanda ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Vernetzung. Der menschliche Aspekt steht im Mittelpunkt von allem. Die Bibliothek lebt dank vieler motivierter Menschen, die ihre Zeit und Fähigkeiten für die Freiwilligenarbeit zur Verfügung stellen. Es sind die «Filanderi», die viele Aufgaben annehmen, mitwirken, helfen und Unterhaltung bieten. Der Name Filanderi wurde geprägt, um an die Ursprünge des Bibliotheksgebäudes, einer Spinnereifabrik, zu erinnern.
Erzählcafés aus Forschung und Praxis
Der Dritte Zürcher Bibliocamp konnte trotz Pandemie mit Schutzkonzept starten und fand als hybrides Format sehr grossen Anklang. Die Teilnehmenden diskutierten Inputs zu sogenannten Erzählcafés aus Forschung und Bibliothekspraxis und konnten im «Erzählcafé ad hoc» die Methode selbst ausprobieren. Ein «Erzählcafé» ist ein niederschwelliger Bildungsanlass, der Begegnungen und die Verbindung von Menschen fördert. Für Bibliotheken als Begegnungsort ist er deshalb sehr geeignet.
Prof. Johanna Kohn, Institut Integration und Partizipation FHNW, führte mit einem Impulsreferat in die Methode «Erzählcafé» ein und präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse. Felicitas Isler teilte Ihre Erfahrungen aus sieben Erzählcafés, die sie in der Bibliothek Münstergasse Bern durchgeführt hat. Beim «Erzählcafé ad hoc» waren die Interessen, Erfahrungen, Positionen und das Wissen aller Teilnehmenden gefragt!
- Mehr dazu lesen Sie im Dezember-Newsletter 2020
- Save-the-date: «Follow-up Erzählcafé», 30. Juni 2021
Weiterführende Links
10-jähriger Geburtstag des Projekts «Buchstart»
Das Bibliocamp 2018 für Gemeindebibliotheken im Kanton Zürich war dem 10-jährigen Geburtstag des Projekts «Buchstart» gewidmet. 80 Teilnehmende bearbeiteten im Kulturhaus Helferei in Zürich, aktuelle Themen zu 10 Jahren «Buchstart»–Engagement in der Schweiz. Von erfahrenen Referentinnen und Referenten lernten die Gäste nicht nur Argumente für die Positionierung des Projekts in ihrer Gemeinde kennen. Sie erhielten auch Ideen für Animationen im Bibliotheksalltag. Das erfolgreiche Projekt gab Anlass zum fröhlichen Feiern bei einem Stehlunch mit viel Zeit für persönlichen Austausch.
Beeindruckende Bilanz
Die Referentinnen Ruth Fassbind von der Direktion Bibliocenter Solothurn und Barbara Jakob vom Fachbereich Literale Förderung des Schweizerischen Instituts für Kinder– und Jugendmedien (SIKJM) zeigten einen Rück- und Ausblick zum Projekt und präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse. Die Bilanz ist beeindruckend: Seit 2008 wurden 175 000 «Buchstart»–Pakete abgegeben. Die 6. Generation «Buchstart»–Pakete mit vielsprachigem Begleitheft ist in Planung.
Aktives Netzwerk
Inzwischen arbeiten 550 «Buchstart»–Bibliotheken aktuell mit 120 Mütter– und Väterberatungsstellen in der Nordwestschweiz zusammen. Rund 300 Kinder– und Hausärzte sowie 200 Familienzentren und Kitas sind im «Buchstart»–Netzwerk Nordwestschweiz aktiv. Die Referentinnen empfehlen, «Buchstart»–Aktivitäten bei Bibliomedia zu melden, um bessere Lobbyarbeit zu ermöglichen. Denn die Zahl aktiver Partner im «Buchstart»–Netz wird höher eingeschätzt. Auch die 350 gemeldeten «Buchstart»-Veranstaltungen in Bibliotheken der Nordwestschweiz spiegeln vermutlich nicht das tatsächlich stattfindende Veranstaltungsangebot wider.
Der Erfolg des Projekts lässt sich auch in den Bibliotheken messen: Das neue Zielpublikum, Eltern mit Kleinkindern, meldet sich in der Regel beim Empfang des «Buchstart»–Pakets als neue Bibliothekskunden an.
Workshops und Praxistipps
Eine so genannte Unkonferenz war das Bibliocamp nicht, auch wenn der Anlass Elemente eines Barcamps mit offenen Workshops enthielt. Die Sessions zu vorbereiteten «Buchstart»–Themen lieferten Ideen und Ergebnisse. Diskutiert wurde auch die zunehmende Sprachenvielfalt in der Schweiz als Herausforderung für «Buchstart»–Angebote der Zukunft. Die Leseanimatorin Susi Fux gab dazu in ihrer lebendigen Präsentation «Buchstart-Live» handfeste Tipps. So ermutigte Fux, Värsli und Reime anderer Kulturen in «Buchstart»–Veranstaltungen einzustreuen und damit das Angebot auf pragmatische Weise in Richtung Interkulturalität zu öffnen. «Buchstart»–Angebote in der Muttersprache für Menschen mit Migrationshintergrund können dazu weiterführende interkulturelle Angebote sein, vorausgesetzt das Budget reicht.
30 Prozent aller neugeborenen Kinder erreicht
Dass es sich lohnt, in das Projekt «Buchstart» zu investieren, zeigt die diesjährige Zahl zur Reichweite: Rund 30 Prozent aller neugeborenen Kinder in der Schweiz wurden mit dem Projekt «Buchstart» erreicht. Damit in Zukunft noch mehr Kinder vom Projekt profitieren, soll in den Ausbau des «Buchstart»–Netzwerkes investiert werden. Neben Vernetzungen von lokalen Partnern in den Gemeinden und Städten werden Kooperationen in den Regionen von zunehmender Bedeutung.
Weiterführende Links
Weitere Informationen für die aktuelle Bibliotheksarbeit finden Sie auf den folgenden Webseiten.
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Amt für Jugend und Berufsberatung - Fachstelle Bibliotheken