Kantonsschule Rämibühl, Literargymnasium. Änderung Stundentafel

Inhaltsverzeichnis

Beschluss Bildungsrat
2012 / 10
Sitzungsdatum
19. März 2012

Ausgangslage

Mit Eingabe vom 21. Dezember 2011 ersucht die Kantonsschule Rämibühl, Literargymnasium auf Beginn des Schuljahres 2012/13 um eine Änderung der Stundentafel. Damit soll der naturwissenschaftliche Unterricht am Literargymnasium insbesondere auf der Unterstufe gestärkt werden. Eine weitere Anpassung soll die gewachsene Bedeutung des Englischen angemessen spiegeln.

Erwägungen

In ihrem Antrag, der von Schulkommission und Lehrerkonvent unterstützt wird, ersucht die Schulleitung um eine Anpassung in den Fächern Chemie und Physik in der 2. sowie in der 4. Klasse. Die bisher der 2. Klasse der Physik vorbehaltene Doppellektion wird neu je zur Hälfte auf Chemie und Physik aufgeteilt. In der 4. Klasse wird eine Physiklektion wöchentlich mehr
unterrichtet als bisher. Für Englisch soll in der 1. Klasse eine Lektion wöchentlich mehr als bisher erteilt werden. Die zusätzlichen Unterrichtsstunden sind durch das Schulbudget gedeckt und entsprechen den kantonalen Vorgaben zur Maturität (vgl. Beschluss des Bildungsrats vom 10. Mai 2004).

Begründet wird die Anpassung im naturwissenschaftlichen Bereich mit der angestrebten gleichwertigen Behandlung von Chemie und Physik. Beide Fächer sollen künftig für alle
Schülerinnen und Schüler obligatorisch je sechs Jahresstunden umfassen. Auch eine qualitative Steigerung wird erreicht. Durch den Halbklassenunterricht in der 2. Klasse in einer
Doppelstunde, je Fach alle 14 Tage alternierend, wird mit Hilfe von ausgesuchten Experimenten eine Einführung in Chemie und Physik ermöglicht. Die selbst durchgeführten Experimente
ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, sich grundsätzlich mit der naturwissenschaftlichen Arbeitsweise auseinanderzusetzen.

Durch die altersstufengerechte, phänomenologisch geprägte Herangehensweise werden die beiden Fächer als experimentelle Wissenschaften wahrgenommen, bei denen es vorrangig
um Beobachtung und erst in zweiter Linie um Analyse und Umsetzung in die abstrakte, mathematische Sprache geht. Die dritte Physiklektion in der 4. Klasse ermöglicht einen ausgewogeneren Theorieunterricht während zweier Lektionen.

Die zusätzliche Englischlektion auf der Unterstufe trägt der heutigen Bedeutung des Englischen Rechnung. Gleichzeitig wird das in der Primarstufe vermittelte Frühenglisch angemessen fortgeführt. Die zusätzliche Lektion gibt auch die Gelegenheit, verschiedene Vorkenntnisstufen besser aufzufangen.

Die beantragten Änderungen schliessen eine Lücke im Englischunterricht in der ersten Klasse des Untergymnasiums und führen zu einer erwünschten Stärkung der Naturwissenschaften. Die Vorgaben für die obligatorischen Fächer, welche auf der MAR-Stufe (3.-6. Klasse) durchschnittlich maximal 33 Wochenlektionen erlauben, werden eingehalten. Der Antrag der Kantonsschule Rämibühl, Literargymnasium, für die Einführung der angepassten Stundentafel auf Beginn des Schuljahres 2012/13 ist zu bewilligen.

Antrag

Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Bildungsrat:

  • Die beantragte Stundentafeländerung der Kantonsschule Rämibühl, Literargymnasium, wird auf Beginn des Schuljahres 2012/13 bewilligt.
  • Publikation dieses Beschlusses in geeigneter Form im Schulblatt und im Internet.
  • Mitteilung an die Kantonsschule Rämibühl, Literargymnasium, die Präsidentin der Präsidentenkonferenz Schulkommissionen, Frau Dr. Susy Stauber, den Präsidenten der Schulleiterkonferenz Mittelschulen, Herrn Dr. Urs Bamert, den Präsidenten der Lehrpersonenkonferenz Mittelschulen, Herrn Martin Lüscher, sowie das Mittelschul- und Berufsbildungsamt.

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