Zuteilung der zweisprachigen Maturitätsausbildung Deutsch/Englisch (D/E) an die Kantonsschulen Hottingen und Stadelhofen

Inhaltsverzeichnis

Beschluss Bildungsrat
2010 / 29
Sitzungsdatum
27. September 2010

Ausgangslage

Mit RRB Nr. 139/2009 beschloss der Regierungsrat, die zweisprachige Maturität Deutsch/Englisch (D/E) an den bisherigen Pilotschulen definitiv einzuführen und die Einführung ab Schuljahr 2010/11 allen Mittelschulen zu ermöglichen. Aufgrund der Bedeutung der englischen Sprache als internationale Arbeits- und Austauschsprache sowie der zu stärkenden Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Zürich soll der Immersionsunterricht D/E langfristig zum Standard des kantonalen Mittelschulbildungsangebots gehören. Die einzelnen Schulen können die Führung eines zweisprachigen Maturitätsgangs D/E auf freiwilliger Basis beantragen. Der Regierungsrat ermöglichte ausserdem allen Mittelschulen den zweisprachigen Maturitätsgang mit der Sprachenkombination Deutsch/Französisch.

Bisher führen 16 Gymnasien einen zweisprachigen Maturitätsgang (13 Gymnasien Deutsch/Englisch, 2 Gymnasien Deutsch/Französisch, 1 Gymnasium Deutsch/Italienisch). Auf ein Informationsschreiben vom 20. Februar 2009, mit welchem die interessierten Mittelschulen eingeladen wurden, ihre Anträge zur Führung eines zweisprachigen Maturitätsganges zuhanden des Bildungsrates einzureichen, bewarben sich die Kantonsschulen Hottingen, Stadelhofen und Zürcher Unterland.

Konzepte der Kantonsschulen Hottingen und Stadelhofen

Das Konzept der Kantonsschule Hottingen als Gymnasium mit dem Profil Wirtschaft und Recht sieht den Immersionsunterricht in den Fächern Biologie, Geschichte, Mathematik, Physik, Sport, Wirtschaft und Recht sowie in zwei Wahlfächern vor. Die Kantonsschule Stadelhofen sieht vor, den Immersionsunterricht im neusprachlichen Profil in den Fächern Mathematik, Biologie, Physik und Geschichte, später eventuell auch Geographie anzu bieten. An beiden Schulen soll die Einführung des immersiven Unterrichts gestaffelt erfolgen. Sowohl die Kantonsschule Hottingen als auch die Kantonsschule Stadelhofen erfüllen die Kriterien der Schweizerischen Maturitätskommission zur Anerkennung kantonaler zweisprachiger Maturitäten vom Juli 1998. Mit der Anzahl geplanter Immersionslektionen zielen sie auf einen anspruchsvollen Bildungsgang. Mit 1860 Lektionen (Kantonsschule Hottingen) bzw. 1120 Lektionen (Kantonsschule Stadelhofen) liegen sie namentlich bezüglich der minimalen Gesamtstundenzahl an Immersionsunterricht deutlich über der massgeblichen schweizerischen Vorgabe von 600 Lektionen. Für die Immersionsfächer stehen an beiden Schulen gut qualifizierte Lehrpersonen zur Verfügung. Die methodisch-didaktischen Kenntnisse erwerben sie sich in einem am Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik des Zürcher Hochschulinstituts für Schulpädagogik und Fachdidaktik angebotenen Weiterbildungskurs.

Bevor das von der Kantonsschule Zürcher Unterland eingereichte Modell, das erheblich vom bisher evaluierten Immersionsangebot D/E abweicht, dem Bildungsrat vorgelegt werden kann, sind noch weitere Vorabklärungen erforderlich.

Antrag

Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Bildungsrat:

  • Die Kantonsschulen Hottingen und Stadelhofen führen ab Schuljahr 2011/12 je einen zweisprachigen Maturitätsgang Deutsch/Englisch ein.
  • Mitteilung an den Rektor der Kantonsschule Hottingen, Herrn Prof. Dr. Peter Stalder, Minervastrasse 14, 8032 Zürich; an die Rektorin der Kantonsschule Stadelhofen, Frau Sibylle Hausammann-Merker, Schanzengasse 11/17, 8001 Zürich; an die Präsidentin der Schulkommission der Kantonsschule Hottingen, Frau Dr. Susy Stauber; an die Präsidentin der Schulkommission der Kantonsschule Stadelhofen, Frau Dr. Karoline Dorsch-Häsler, Im Aeberli 8, 8708 Männedorf; an den Präsidenten der Schulleiterkonferenz Mittelschulen, Herrn Prof. Dr. Peter Ritzmann, Kantonsschule Küsnacht, Dorfstrasse 30, 8700 Küsnacht; an den Präsidenten der Lehrpersonenkonferenz Mittelschulen, Herrn Martin Lüscher, Ringstrasse 62, 8057 Zürich; an die Bildungsdirektion, Abteilung Bildungsplanung sowie an das Hochschulamt und das Mittelschul- und Berufsbildungsamt.

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