Volksschule. Berufswahl. Aufnahme des Berufswahl-Portfolios ins Sortiment des Lehrmittelverlags.

Inhaltsverzeichnis

Beschluss Bildungsrat
2008 / 32
Sitzungsdatum
3. November 2008

Ausgangslage

Gemäss § 1 der Lehrmittelverordnung vom 5. Januar 2000 (LS 412.14) bestimmt der Bildungsrat die provisorisch-obligatorischen, die obligatorischen und die zugelassenen Lehrmittel. Mit Schreiben vom 22. November 2007 an die Mitglieder des Bildungsrates haben der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband ZLV und der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Zürich VSLZH Antrag auf die Aufnahme des Berufswahl-Portfolios des S&B Instituts für Berufs- und Lebensgestaltung in Bülach ins Verzeichnis der obligatorischen und zugelassenen Lehrmittel mit Status «zugelassen» gestellt. Die Kantonale Lehrmittelkommission KLK hat am 13. Mai 2008 auf Antrag des Ausschusses der KLK beschlossen, das Berufswahl-Portfolio nicht ins Verzeichnis der obligatorischen und zugelassenen Lehrmittel aufzunehmen, sondern als Unterrichtshilfe in den Katalog des Lehrmittelverlages. Der Beschluss erfolgte auf der Grundlage eines Gutachtens der Pädagogischen Hochschule Zürich und dem Preisvergleich mit bereits zugelassenen Lehrmitteln. Der Bildungsrat hat an seiner Sitzung vom 1. September 2008 beschlossen, die Aufnahme des Berufswahl-Portfolios mit Status «zugelassen» nochmals zu prüfen.

Erwägungen

Es gibt obligatorische, provisorisch-obligatorische, zugelassene Lehrmittel und Unterrichtshilfen. Die Lehrmittel sind unterschiedlich verbindlich. Obligatorische Lehrmittel müssen von den Schulgemeinden angeschafft werden und sind den Schülerinnen und Schülern unentgeltlich abzugeben. Lehrmittel mit Status «zugelassen» müssen auf Wunsch der Lehrpersonen von Gemeinden angeschafft werden. Unterrichtshilfen können von den Gemeinden bei Bedarf erworben werden.

Im Verzeichnis der obligatorischen und zugelassenen Lehrmittel des Kantons Zürich werden das Berufswahltagebuch und die Berufswahlvorbereitung von Hans Egloff mit Status «zugelassen» aufgeführt. Zusätzlich gibt es einen Berufserkundungsbogen und einen Elternratgeber. Diese Lehrmittel sind von der Interkantonalen Lehrmittelzentrale ilz anerkannt. Sie erscheinen im Sommer 2009 neu überarbeitet. Die Aufnahme des Berufswahl-Portfolios in weiteren Kantonen wird in der ilz zurzeit nicht diskutiert.

Das Berufswahl-Portfolio des S&B Instituts besteht aus aufeinander abgestimmten Lehr-, Arbeits- und Beratungsinstrumenten. Gemäss den Herausgebern lassen sich diese in bestehende Berufswahlkonzepte integrieren. Es soll die Kooperation zwischen Schule, Eltern, Berufsberatung und Lehrbetrieben unterstützen. Im Handel werden je ein Set für Fachleute, Klassen und Eltern angeboten. Das Berufswahl-Portfolio sieht sich als Ergänzung zu bereits im Sortiment des Lehrmittelverlags aufgeführten Lehrmitteln. Lehrpersonen bezeichnen den praktischen Nutzen des Berufswahl-Portfolios im Berufsfindungsprozess der Schülerinnen und Schüler als gross.

Antrag

Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Bildungsrat:

  • Das Berufswahl-Portfolio des S&B Instituts für Berufs- und Lebensgestaltung in Bülach wird mit dem Status «zugelassen» ins Sortiment des Lehrmittelverlags aufgenommen.
  • Publikation in geeigneter Form im Schulblatt und im Internet.
  • Mitteilung an die Schulsynode, die Lehrpersonalkonferenz der Volksschule, die Pädagogische Hochschule Zürich (5), die Interkantonale Lehrmittelzentrale, den Verband Zürcher Schulpräsidentinnen und -präsidenten, die Vereinigung der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Zürich, den Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband z.H. der Stufenorganisationen, den Verein SekZH, das Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich, das Departement Schule und Sport Winterthur, den Verband Zürcher Privatschulen, die kantonale Lehrmittelkommission (10), Generalsekretariat, Bildungsplanung, Lehrmittelverlag, Volksschulamt.

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