Entwicklung der Sonderschulung

Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer Beeinträchtigung während der obligatorischen Schulzeit dauerhaft einen besonderen Bildungsbedarf aufweisen, haben Anspruch auf Sonderschulung. Diese kann entweder integriert in der Regelschule oder separiert in einer spezialisierten Sonderschule erfolgen.

Sonderschulung als Massnahme für eine Minderheit

Jedes Kind hat das Recht auf einen Unterricht, der zu seinem Alter und seinen Fähigkeiten passt. Die Volksschule fördert alle Kinder und Jugendlichen ihren Möglichkeiten und ihrem Bedarf entsprechend. Die Sonderschulung ist eine von verschiedenen Massnahmen. Sie kann integrativ in der Regelschule oder separiert in einer Sonderschule erfolgen. Nur eine kleine Minderheit der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen besuchen eine Sonderschule.

Es werden alle Schülerinnen und Schüler aus Regelschulen, Mittelschulen und aus Privatschulen berücksichtigt, die die Schulpflicht noch nicht abgeschlossen haben. Das heisst bis zum 11. Schuljahr gemäss HarmoS. Ultima Ratio wird als Sonderschulung betrachtet.

Ein vielfältiges Angebot

Der Bedarf an Unterstützung ist abhängig von den jeweiligen Beeinträchtigungen eines Schülers oder einer Schülerin. Diese sind sehr unterschiedlich. Das Angebot der Sonderschulung ist entsprechend differenziert:

  • Der Grossteil der betroffenen Schülerinnen und Schüler wird mit gezielter fachlicher Unterstützung in der normalen Schule unterrichtet.
  • Wenn die Förderung in der normalen Schule nicht ausreicht, findet der Unterricht in einer Sonderschule statt. Das sind zum Beispiel Sonderschulen oder Sonderschulen mit Heimpflege.
  • Ist eine Sonderschulung weder integrativ noch an einer Sonderschule möglich oder fehlen entsprechende Plätze, gibt es eine Ausnahmeregelung: Kinder können dann auch an einer Privatschule ohne Sonderschulbewilligung unterrichtet werden (Ultima-Ratio-Lösung).

Abhängig vom Bedarf der Kinder gibt es drei Typen von Sonderschulen:

  • Typ A: Für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen in den Bereichen Verhalten, Lernen oder Sprache.
  • Typ B: Für Kinder und Jugendliche mit Körper-, Sinnes- oder Mehrfachbeeinträchtigungen ohne kognitive Beeinträchtigung (Sonderschultyp B1) und mit kognitiver Beeinträchtigung (Sonderschultyp B2).
  • Typ C: Für Kinder und Jugendliche mit kognitiven Beeinträchtigungen.

Die folgende Abbildung zeigt, wie die Lernenden auf die verschiedenen Angebote verteilt sind. Sie zeigt auch, wie sich dies seit dem Schuljahr 2010/11 entwickelt hat.

Entwicklung des Anteils an Sonderschulung

Der Anteil an Schülerinnen und Schüler mit einer Sonderschulung ist in den letzten Jahren gewachsen. Der Anteil der separierten Sonderschulung ist über die Jahre hinweg stabil geblieben. Vor allem die integrierte Sonderschulung in der Regelschule nimmt deutlich zu.

Die Ultima-Ratio-Lösungen werden erst seit dem Schuljahr 2023/24 statistisch erfasst. Deshalb lässt sich hier noch kein langfristiger Trend ablesen. Diese Lösungen wurden aber auch schon vor diesem Zeitpunkt praktiziert.

Die Kategorie «Separierte Sonderschule» umfasst alle separierten Sonderschülerinnen und Sonderschüler an einer öffentlich anerkannten Sonderschule im Kanton Zürich.

Methodische Details

Datengrundlage

Berechnet durch Bildungsdirektion Bildungsplanung Kanton Zürich

Verwendete Daten:

Die Schülerzahlen nach Sonderpädagogikstatus im Kanton Zürich sind auch als Datensatz verfügbar unter https://www.zh.ch/de/politik-staat/statistik-daten/datenkatalog.html#/datasets/3164@bildungsstatistik-kanton-zuerich

Methodik

Die Sonderschulquote berücksichtigt im Nenner alle schulpflichtigen Schülerinnen und Schüler an einer Schule im Kanton Zürich und mit Wohnsitz im Kanton Zürich. Dazu gehören auch Sonderschülerinnen und -schüler in der Sonderschulung 15plus. Es werden nur Schülerinnen und Schüler aus Regelschulen, aus Mittelschulen und aus Privatschulen berücksichtigt, die die Schulpflicht noch nicht abgeschlossen haben. Das heisst bis zum 11. Schuljahr gemäss HarmoS    .

Die Daten werden per Stichtag 15. September erhoben und geben jeweils den Bestand an diesem Tag wieder.

Impressum

Periodizität, nächste Aktualisierung

Die Zahlen werden jährlich im Spätsommer aktualisiert.

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