Prognose zur Entwicklung der Anzahl Schülerinnen und Schüler an der öffentlichen Regelschule
Nach Jahren des Wachstums wächst die öffentliche Regelschule im Kanton Zürich im Schuljahr 2026/27 gemäss Prognose nicht mehr weiter. Insgesamt werden voraussichtlich 162’302 Schülerinnen und Schüler in den Klassenzimmern des Kantons Zürich lernen und unterrichtet. Für die kommenden Jahre wird ein leichter Rückgang der Schülerzahlen erwartet.
Einleitung
Jeweils im Frühling jeden Jahres erstellt die Bildungsplanung des Kantons Zürich eine Prognose zur Entwicklung der Zahl der Schülerinnen und Schüler. Die Prognose dient dazu, den künftigen Bedarf an Lehrpersonen und Schulraum zu planen.
Wie viele Schülerinnen und Schüler besuchen die Regelschule in den nächsten fünf Jahren?
Nach Jahren des Wachstums steigen die Schülerzahlen an den öffentlichen Regelschulen im Kanton Zürich gemäss Prognose nicht mehr weiter an. Bis zum Schuljahr 2030/31 wird ein kontinuierlicher Rückgang der Anzahl Schülerinnen und Schüler prognostiziert.
Weiter wachsen dürfte bis zum Schuljahr 2030/31 nur noch die Sekundarschule. Im Kindergarten und in der Primarschule ist gemäss Prognose ein deutlicher Rückgang zu erwarten.
Die interaktive Grafik unten zeigt die Schülerzahlen der letzten fünf Schuljahre sowie die Prognose für die Schuljahre 2026/27 bis 2030/31. In der Voreinstellung zeigt die Grafik die Gesamtschülerzahlen der öffentlichen Regelschule im Kanton Zürich in den zwölf Bezirken. Die Darstellung lässt sich nach Schulstufen filtern oder auf einzelne Bezirke eingrenzen.
Im Schuljahr 2026/27 werden im Kanton Zürich voraussichtlich 30’463 Kinder den Kindergarten besuchen, davon treten 14’775 ins erste Kindergartenjahr ein. Die Primarschule besuchen 94’761 Schülerinnen und Schüler, davon treten 15’423 ins 1. Primarschuljahr ein. Für die Sekundarschule werden 37’078 Schülerinnen und Schüler prognostiziert, davon 12’792 im 1. Sekundarschuljahr. Die Stadt Zürich wird mit 33’767 Schülerinnen und Schülern weiterhin der grösste Bezirk sein, gefolgt von Winterthur, Bülach und Uster.
Bis im Schuljahr 2030/31 besuchen gemäss Prognose voraussichtlich 26’874 Kinder den Kindergarten im Kanton Zürich. An den Primarschulen dürften 88’825 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden und für die Sekundarschule werden 38’176 Schülerinnen und Schüler prognostiziert.
Wie ist die Entwicklung im neuen Schuljahr 2026/27 gegenüber dem Schuljahr davor?
Im Vergleich zu 2025/26 nehmen die Schülerzahlen im Kanton Zürich gemäss Prognose nicht mehr zu (-0.1 Prozent Veränderung). Einzig die Sekundarschule dürfte noch wachsen, während auf der Primarstufe und im Kindergarten ein leichter Rückgang erwartet wird.
Die folgende Grafik zeigt, wie unterschiedlich sich die Schülerzahlen in den einzelnen Bezirken voraussichtlich entwickeln werden. In der Voreinstellung wird die prognostizierte Veränderung der Anzahl Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2026/27 gegenüber 2025/26 dargestellt - sowohl in Prozent als auch in absoluten Zahlen. Die Bezirke sind absteigend nach der prozentualen Veränderung in der Regelschule sortiert. Die Ansicht lässt sich wahlweise nach Schulstufen in auf- oder absteigender Reihenfolge sortieren.
Der Blick auf die prognostizierte Entwicklung in den Bezirken zeigt sehr unterschiedliche Tendenzen: Für die Bezirke Meilen, Uster, Pfäffikon, Winterthur und die Stadt Zürich ist insgesamt ein Rückgang zu erwarten, weil die Schülerzahlen in Kindergarten und Primarschule voraussichtlich stärker zurückgehen als die Sekundarschule zulegt.
In den Bezirken Hinwil, Horgen, Dielsdorf und Affoltern überwiegt das Wachstum in der Sekundarschule die tendenziell rückläufige Entwicklung in den anderen Schulstufen, weshalb die Schülerzahlen insgesamt noch leicht zunehmen.
Die Bezirke Andelfingen und Bülach weisen voraussichtlich das grösste Wachstum auf, weil gemäss Prognose in diesen Bezirken die Schülerzahlen sowohl in der Sekundarschule als auch im Kindergarten ansteigen.
Methodische Details
Datengrundlage
Die Bildungsplanung Kanton Zürich nutzt für die Berechnung der Prognose der Schülerinnen und Schüler in der Regelschule folgende Datengrundlagen:
- Statistik der Lernenden (SDL) (Bildungsplanung Kanton Zürich)
- Bevölkerungsstatistik Kanton Zürich (Statistisches Amt Kanton Zürich)
- Bevölkerungsprognose Kanton Zürich (Statistisches Amt Kanton Zürich)
Methodik
Grundgesamtheit
In die Prognoseberechnung einbezogen sind Schülerinnen und Schüler der öffentlich finanzierten Regelschule in Regelklassen und besonderen Klassen, und zwar vom Kindergarten bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit in der Sekundarschule. Eingerechnet sind auch die Schülerinnen und Schüler der integrativen Sonderschulung (ISR). Die Programmjahre des Langgymnasiums (in der Sekundarstufe I) sowie Heim- und Sonderschulen dagegen sind nicht berücksichtigt.
Die Daten der Schuljahre 2021/22 bis 2025/26 decken sich nicht mit den an anderer Stelle ausgewiesenen Daten (siehe z.B. Überblick zur Entwicklung der Schülerzahlen). Grund dafür sind unterschiedliche Grundgesamtheiten. Die hier präsentierten Daten werden einmal jährlich aktualisiert.
Prognosemethodik
Basis für die Berechnung der Eintritte in den Kindergarten bildet die Anzahl der Vierjährigen gemäss der Bevölkerungsprognose unter Berücksichtigung des Stichtages vom 31. Juli für die Einschulung. Da aufgrund von Rückstellungen, Umzügen, des Besuchs einer Heim- und Sonderschule nicht alle Kinder auch tatsächlich in den Kindergarten eintreten, werden die Eintritte anhand der in den letzten Jahren beobachteten Eintrittsquoten geschätzt.
Darauf aufbauend werden für die einzelnen Programmjahre der Regelschule die Anzahl der Schülerinnen und Schüler berechnet. Weil nicht alle Schülerinnen und Schüler ins nächste Programmjahr der Regelschule übertreten (z.B. aufgrund von Klassenwiederholung oder Wegzug), werden die Übertritte basierend auf den Angaben der letzten Jahre angenommen. Berücksichtigt wurden die letzten sieben Schuljahre vor 2026/27 mit Ausnahme des Schuljahrs 2022/23. Dieses weist wegen der Zuwanderung aus der Ukraine erhöhte Werte auf, welche die Prognose verzerren würden.
Die Prognose wird zum Schluss mit der Veränderung des geschätzten Wanderungssaldos (Zuzug minus Wegzug) der 5- bis 15-Jährigen gemäss Bevölkerungsprognose verrechnet. So können erwartete Veränderungen in der Wanderungsdynamik in der Prognose berücksichtigt werden.
Impressum
Publiziert im Mai 2026.
Redaktion
- Thomas Radinger
- Sarah Gerhard
Periodizität, nächste Aktualisierung
Dieses Inhaltselement wird jährlich aktualisiert. Die nächste Aktualisierung erfolgt im Mai 2027.
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Bildungsplanung