Zürcher Wirtschaft zeigt Stehvermögen

Die Zürcher Wirtschaft spürt den internationalen Konjunkturabschwung. Gleichwohl bleiben die Geschäftsaussichten und das BIP-Wachstum für 2024 positiv. Die konjunkturelle Eintrübung hinterlässt auch erste Spuren am Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit steigt, bleibt aber weiterhin tief. Mehr dazu finden Sie im aktuellen Wirtschaftsmonitoring.

Zürcher Wirtschaft bleibt auf Kurs

Nach einer wirtschaftlichen Abkühlung Ende 2023 schätzen die Zürcher Unternehmen die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen wieder leicht besser ein. Im laufenden Jahr dürfte die Zürcher Wirtschaft daher ein tiefes, aber positives BIP-Wachstum verzeichnen. Auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Dynamik in den letzten Monaten abgeschwächt: Die Arbeitslosigkeit steigt, bleibt mit 2,1% aber weiterhin tief.

Zürcher Wirtschaftsmonitoring März 2024

Zürcher Wirtschaftsmonitoring März 2024
Zürcher Wirtschaftsmonitoring März 2024
Herausgeber/in
Amt für Wirtschaft
Autor/in
Fachstelle Wirtschaftspolitik

Die wichtigsten Ergebnisse

Aktuelle Geschäftslage: Verbesserung zum Jahresbeginn

Der Abwärtstrend der vergangenen Monate wurde gestoppt und die Geschäftslage der Zürcher Unternehmen hat sich seit Jahresbeginn verbessert. Sie liegt nach wie vor deutlich über dem Schweizer Durchschnitt. In der Mehrheit der Branchen schätzen die Unternehmen die Geschäftslage besser ein als Ende letzten Jahres. Auch in der Industrie und im Detailhandel ist eine leichte Verbesserung erkennbar, auch wenn die Geschäftslage weiterhin tief bleibt. 

Die Grafik zeigt, dass sich die aktuelle Wirtschaftslage der Zürcher Unternehmen zum Jahresbeginn verbessert hat.
Verbesserung der aktuellen Geschäftslage

Zürcher Wirtschaft: Stabilisierende Wirtschaftsstruktur

Den aktuellen internationalen Konjunkturabschwung spüren vor allem die stark exportabhängigen Industrieunternehmen. Deren Anteil an der Gesamtwertschöpfung ist im Kanton Zürich jedoch wesentlich geringer als in der Gesamtschweiz, So ist der Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft weiter fortgeschritten: Die Zürcher Wirtschaft besteht zu 87% aus Dienstleistungen, in der Gesamtschweiz liegt der Anteil bei tieferen 74%.

Die Grafik zeigt, die Branchenstruktur des Kantons Zürich und der Schweiz. Die Zürcher Wirtschaft besteht zu 87% aus Dienstleistungen, in der Gesamtschweiz liegt der Anteil bei tieferen 74%.
Der Industriesektor ist in der Zürcher Wirtschaft weniger stark ausgeprägt als in der Gesamtschweiz.

Zürcher Arbeitsmarkt: Abgeschwächte Dynamik

Unabhängig von saisonalen Effekten deuten manche Indikatoren darauf hin, dass die Aufholeffekte nach den Pandemiejahren ein Ende gefunden haben – Allen voran das Verhältnis der offenen Stellen gegenüber den Stellensuchenden. Ein Wert über 1   deutet auf einen akuten Arbeitskräftemangel hin, da es mehr offene Stellen als Stellensuchende gibt. Das Verhältnis hat seit September 2023 stetig abgenommen und lag im Januar 2024 im Kanton Zürich mit 0,8 wieder nahe am Vor-Corona-Niveau. Dieser Wert liegt jedoch weiterhin höher als in der Gesamtschweiz, was sich nicht zuletzt auch in der tieferen Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich widerspiegelt. 

Die Grafik zeigt das Verhältnis der offenen Stellen gegenüber den Stellensuchenden im Kanton Zürich und der Schweiz. Liegt dieses exakt bei 1, gibt es auf dem Arbeitsmarkt für jeden Stellensuchenden eine offene Stelle. Das Verhältnis hat seit September 2023 stetig abgenommen und lag im Januar 2024 im Kanton Zürich mit 0,8 wieder nahe am Vor-Corona-Niveau. Der Schweizer Wert liegt mit 0,6 unter jenem des Kantons Zürich.
Das Verhältnis offener Stellen gegenüber Stellensuchenden hat abgenommen

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