Hügel-Klee / Purpur-Klee
Hügel-Klee (Trifolium alpestre L. )
Hügel-Klee (Trifolium alpestre)
- 15-40 cm hoch
- Stängel meist unverzweigt, steif, aufrecht, dicht anliegend behaart
- Blätter 3zählig, Teilblätter lang-oval, fein gezähnt bis ganzrandig, bis 80mm lang und 15mm breit, unterseits anliegend behaart, Nebenblätter in lange Spitzen ausgezogen, behaart, der freie Teil kürzer als der verwachsene Teil, häutig, zahlreiche Seitennerven, diese gegabelt und sehr dicht stehend
- Blüten rot, selten rosa oder weiss, +/- sitzend, Blütenstände zu 1-2 am Ende des Stängels, kugelig bis kurz-eiförmig, 1.5-3 cm lang, fast ebenso dick, Blüten von den obersten Blättern umgeben, Kelchröhre zottig behaart
- Blütezeit Juni - Juli
Purpur-Klee (Trifolium rubens)
- 20-60 cm hoch
- Stängel meist unverzweigt, aufrecht, kräftig, kahl
- Blätter 3-zählig, Teilblätter bis 6cm lang schmal-oval, Rand fein gezähnt, Blätter und Nebenblätter kahl, obere Blätter spitz, untere stumpf oder ausgerandet, Nebenblätter krautig (bei fast allen anderen Trifolium-Arten häutig), mehr als die Hälfte mit dem Blattstiel verwachsen, dicht stehende Seitennerven in gekrümmte Zähne auslaufend
- Blüten rot, +/- sitzend, in eiförmigen oder zylindrischen, 2-3 cm dicken Blütenständen am Ende des Stängels, Blüten einzeln oder zu zweit, Blütenstände einzeln oder paarweise, kurz gestielt, einzelne Blüten bis 1.5 cm lang, Kelchröhre aussen kahl
- Blütezeit Juni - Juli
Ähnliche Arten
Der Mittlere Klee (Trifolium medium) unterscheidet sich vom Hügelklee (Trifolium alpestre) durch folgende Merkmale:
- 20-nervige, aussen kahle Kelche
- helle bis weisse Querbinde auf dem Blatt
- kürzere (in der Form aber ähnliche) Nebenblätter
Mittlere Klee (Trifolium medium)
Pflege und Gefährdung
Für beide Arten gilt:
Was hilft der Art?
- Zuwachsende/verdunkelnde Waldstellen auflichten
- Keine Mahd (würde gelegentliche Mahd ertragen, um Konkurrenzvegetation fernzuhalten)
Was gefährdet die Art?
- Verbuschung, fortlaufende Sukzession
- Verdunkelung von (lichten) Wäldern infolge Kronenschluss
- Nährstoffanreicherung an Waldrändern
Lebensraumansprüche und Vorkommen
Für beide Arten gilt:
- Mässig trockene bis frische, basenreiche, kalkhaltige und kalkarme, neutrale bis mässig saure Böden
- Sandige bis tonige Böden
- Lichte Wälder, Trockenwälder, lichte Waldstellen
- Gebüsche
- Krautsäume, (südexponierte) Waldsäume
- Wegränder, Strassenböschungen
- Trockene, buschige Hänge in warmen Lagen
- Trockene Wiesen
Nach Delarze
5.1.1 - Trockenwarmer Krautsaum (Geranien sanguinei)
Waldstandorte Kanton Zürich
- Kronwicken-Eichenmischwald (39)
- Leimkraut-Eichenmischwald (40)
Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen (nicht abschliessend)
Für beide Arten gilt:
Flora:
- Flügelginster (Genista sagittalis), siehe Steckbrief
- Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum), siehe Steckbrief
- Schwarze Platterbse (Lathyrus niger), siehe Steckbrief
- Ästige Grasllilie (Anthericum ramosum), siehe Steckbrief
- Hirschwurz (Peucedanum cervaria), siehe Steckbrief
Weiteres
Die Kronröhren vom Hügel-Klee (Trifolium alpestre) und Purpur-Klee (Trifolium rubens) sind so lang, dass sie nicht von Bienen und Hummeln (wie beim Wiesenklee T. pratense), sondern nur von Tagfaltern bestäubt werden können.
Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald