Hügel-Klee / Purpur-Klee

Artname deutsch
Klee
Artname lateinisch
Trifolium spp.
Aktionsplan
Nein
Ziellebensraum
Lichter Wald
Fauna/Flora
Flora
Forstkreis
FK4, FK5, FK6, FK7

Hügel-Klee (Trifolium alpestre L. )

Hügel-Klee mit roten Blüten und verschwommenen Gehölzen im Hintergrund
Rot blühender Hügel-Klee. Quelle: Foto: Francoise Alsaker

Hügel-Klee (Trifolium alpestre)

Nahaufnahme der Blüten des Hügel-Klees auf verschwommenem Hintergrund
Rot blühender Hügel-Klee mit behaarten Blättern. Quelle: Foto: Francoise Alsaker
  • 15-40 cm hoch
  • Stängel meist unverzweigt, steif, aufrecht, dicht anliegend behaart
  • Blätter 3zählig, Teilblätter lang-oval, fein gezähnt bis ganzrandig, bis 80mm lang und 15mm breit, unterseits anliegend behaart, Nebenblätter in lange Spitzen ausgezogen, behaart, der freie Teil kürzer als der verwachsene Teil, häutig, zahlreiche Seitennerven, diese gegabelt und sehr dicht stehend
  • Blüten rot, selten rosa oder weiss, +/- sitzend, Blütenstände zu 1-2 am Ende des Stängels, kugelig bis kurz-eiförmig, 1.5-3 cm lang, fast ebenso dick, Blüten von den obersten Blättern umgeben, Kelchröhre zottig behaart
  • Blütezeit Juni - Juli

Purpur-Klee (Trifolium rubens)

Purpur-Klee mit einer roten, eiförmigen Blüte am Ende des Stängels
Purpur-Klee mit kahlen Blättern. Quelle: Foto: Umweltatelier GmbH
  • 20-60 cm hoch
  • Stängel meist unverzweigt, aufrecht, kräftig, kahl
  • Blätter 3-zählig, Teilblätter bis 6cm lang schmal-oval, Rand fein gezähnt, Blätter und Nebenblätter kahl, obere Blätter spitz, untere stumpf oder ausgerandet, Nebenblätter krautig (bei fast allen anderen Trifolium-Arten häutig), mehr als die Hälfte mit dem Blattstiel verwachsen, dicht stehende Seitennerven in gekrümmte Zähne auslaufend
  • Blüten rot, +/- sitzend, in eiförmigen oder zylindrischen, 2-3 cm dicken Blütenständen am Ende des Stängels, Blüten einzeln oder zu zweit, Blütenstände einzeln oder paarweise, kurz gestielt, einzelne Blüten bis 1.5 cm lang, Kelchröhre aussen kahl
  • Blütezeit Juni - Juli

Ähnliche Arten

Der Mittlere Klee (Trifolium medium) unterscheidet sich vom Hügelklee (Trifolium alpestre) durch folgende Merkmale:

  • 20-nervige, aussen kahle Kelche
  • helle bis weisse Querbinde auf dem Blatt
  • kürzere (in der Form aber ähnliche) Nebenblätter

Mittlere Klee (Trifolium medium)

Nahaufnahme einer Blüte und Blätter des Mittleren Klees mit einer verschwommenen Eisenbahnschiene im Hintergrund.
Mittlerer Klee mit Blüte und Blätter (mit weisser Querbinde). Quelle: Foto: Peter Bolliger

Pflege und Gefährdung

Für beide Arten gilt:

Was hilft der Art?

  • Zuwachsende/verdunkelnde Waldstellen auflichten
  • Keine Mahd (würde gelegentliche Mahd ertragen, um Konkurrenzvegetation fernzuhalten)

Was gefährdet die Art?

  • Verbuschung, fortlaufende Sukzession
  • Verdunkelung von (lichten) Wäldern infolge Kronenschluss
  • Nährstoffanreicherung an Waldrändern

Lebensraumansprüche und Vorkommen

Für beide Arten gilt:

  • Mässig trockene bis frische, basenreiche, kalkhaltige und kalkarme, neutrale bis mässig saure Böden
  • Sandige bis tonige Böden
  • Lichte Wälder, Trockenwälder, lichte Waldstellen
  • Gebüsche
  • Krautsäume, (südexponierte) Waldsäume
  • Wegränder, Strassenböschungen
  • Trockene, buschige Hänge in warmen Lagen
  • Trockene Wiesen

Nach Delarze
5.1.1 - Trockenwarmer Krautsaum (Geranien sanguinei)

Waldstandorte Kanton Zürich

  • Kronwicken-Eichenmischwald (39)
  • Leimkraut-Eichenmischwald (40)

Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen (nicht abschliessend)

Für beide Arten gilt:

Flora:

  • Flügelginster (Genista sagittalis), siehe Steckbrief
  • Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum), siehe Steckbrief
  • Schwarze Platterbse (Lathyrus niger), siehe Steckbrief
  • Ästige Grasllilie (Anthericum ramosum), siehe Steckbrief
  • Hirschwurz (Peucedanum cervaria), siehe Steckbrief

Weiteres

Die Kronröhren vom Hügel-Klee (Trifolium alpestre) und Purpur-Klee (Trifolium rubens) sind so lang, dass sie nicht von Bienen und Hummeln (wie beim Wiesenklee T. pratense), sondern nur von Tagfaltern bestäubt werden können.

Elsässer Würger (Orobanche alsatica subsp. alsatica)

Karin Sartori

Aktionsplanverantwortliche Kanton Zürich

sartori@umweltatelier.ch

Auch bei Unsicherheit bei der Bestimmung von Pflanzen.

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