Heidekraut / Erika

Artname deutsch
Heidekraut (Besenheide) / Erika (Schneeheide)
Artname lateinisch
Calluna vulgaris / Erica carnea
Aktionsplan
Nein
Ziellebensraum
Lichter Wald
Fauna/Flora
Flora
Forstkreis
FK1, FK2, FK3, FK4, FK5, FK6, FK7

Heidekraut (Besenheide)

Violett blühende Besenheide mit grünem hintergrund
Blühende Besenheide. (Calluna vulgaris) Quelle: Foto: Thomas Meyer

Artbeschrieb

Heidekraut (Besenheide) (Calluna vulgaris)

Blüten und Blätter der Besenheide auf verschwommenem Hintergrund
Besenheide mit Blüten und wie Dachziegel überdeckenden Blättern. Quelle: Foto: Thomas Meyer
  • 15-50 cm hoher Halb- oder Zwergstrauch
  • Reich verzweigt, bogig aufsteigend, besenartiger Wuchs
  • Niederliegende, sich bewurzelnde Sprosse
  • Junge Sprosse am Stängel flaumig behaart
  • Blätter immergrün, 1-3 mm lang und 0.5 mm breit, lanzettlich, ganzrandig, 4zeilig angeordnet, dicht wie Dachziegel überdeckend, fühlen sich trocken und rau an
  • Blüten rosa bis violettrot, als dichte vielblütige Traube angeordnet, meist einseitswendig, nickend
  • Einzelne Blüten 4zählig mit 4 Kelchblättern (rosa) und am Grund verwachsene Kronblätter mit 4 grossen Zipfeln, mit grünvioletten Aussenhüllblätter
  • Blütenstiele flaumig behaart
  • Blütezeit Juli bis Oktober

Erika (Schneeheide) (Erica carnea)

Rosa blühende Schneeheide an einem Stein und
Habitus der Schneeheide. Quelle: Foto: Armin Heitzer

Erika (Schneeheide) (Erica carnea)

Blüten und Blätter der Besenheide auf dunklem verschwommenem Hintergrund
Schneeheide mit Blüten und nadelförmigen Blättern. Quelle: Foto: Selina Knöpfli & Christian Werner
  • Bis 30 cm hoher Zwergstrauch
  • Niederliegende, kriechende Triebe
  • Blätter immergrün, 6-10 mm lang, spitz, nadelförmig, kahl, sparrig abstehend, meist zu 4 im Quirl, Oberfläche fühlt sich weich an
  • Blüten lebhaft rosa, in dichten einseitswendigen Trauben, Krone länglich-krugförmig verwachsen, mit 4 kleinen/kurzen Zipfeln, braunrote Staubbeutel ragen aus der Blütenkrone heraus
  • Blütenstiele höchstens so lang wie die Blüten, in der Mitte mit drei kleinen Vorblättern
  • Blütezeit (Januar) März – Juni

Ähnliche Arten

Ähnliche Arten kommen im Kanton Zürich keine vor. 

Pflege und Gefährdung

Heidekraut (Calluna vulgaris)

Was hilft der Art?

  • Profitiert von Streunutzung und Förderung von Nadelholz
  • Einzelne Stellen im Wald auflichten
  • Aufkommende Büsche und Bäume selektiv entfernen.
  • Stauden nicht abmähen, wenn trotzdem nötig, nicht zu tief.
  • Förderung: offener Rohboden fördert die Ansamung


Was gefährdet die Art?

  • Zuwachsen von Wäldern infolge Sukzession
  • Aufgabe der Streunutzung
  • Veränderung der Weidenutzung

Erika (Erica carnea)

Was hilft der Art?

  • Aufkommende Büsche und Bäume selektiv entfernen.
  • Stauden nicht abmähen

Was gefährdet die Art?

  • Zuwachsen von Wäldern infolge Sukzession

Lebensraumansprüche und Vorkommen

Heidekraut (Calluna vulgaris)

  • lichtreiche bis sonnige, selten schwach schattige Standorte
  • feucht bis trocken (in den Oberländer Wäldern eher auf trockenen Böden
  • kalk- und nährstoffarm, sauerhumose Böden (Rohhumus oder Torf)
  • Kretenlagen und Standorte, wo der Kalk ausgewaschen wird, versaurende Standort mit hohem Nadelholzanteil
  • kalkarme Föhrenwälder
  • Eichenmischwald
  • Hochmoorwälder
  • Zwergstrauchheiden
  • Magere Weiden
  • Moore

Nach Delarze

6.4.4 - Kalkarmer Föhrenwald (Dicrano-Pinion)
5.4.1 - Subatlantische Zwergstrauchheide (Ginsterheide) (Calluno-Genistion)
5.4.4 - Trockene subalpine Zwergstrauchheide (Zwergwacholderheide) (Juniperion nanae)

Erika (Erica carnea)

  • Auf Kalk
  • Lichte bis leicht beschattete Standorte
  • Mässig trockene, nährstoffarme, sandige bis steinige, flachgründige, humose Stellen
  • Föhrenwälder
  • Heidelbeer-Fichtenwälder
  • Lärchenwald
  • Felsabsätze
  • Trockene Hänge
  • Zwergstrauchheiden

Nach Delarze

6.6.5 - Bergföhrenwald (Erico-Pinion uncinatae)
6.4.2 - Subkontinentaler kalkreicher Föhrenwald (Erico-Pinion sylvestris)
5.4.3 - Subalpine Kalkheide (Erikaheide) (Ericion)

Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen (nicht abschliessend)

Heidekraut (Calluna vulgaris)

Flora

  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Tannenbärlapp (Huperzia selago)
  • Pilze

Fauna

  • Sandbienen

Erika (Erica carnea) 

Fauna

  • im Frühling starker Blütenbesuch von Bienen

Weiteres

Erika (Erica carnea)

Wächst in Symbiose mit Wurzelpilzen, denen sie Kohlenhydrate liefert. Mineralische Nährstoffe werden durch die Wurzelpilze aus nicht abgebautem Pflanzenmaterial gelöst, was das Wachstum der Erika fördert. 

Kontakt

Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald

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