Waldweiden
Waldweiden, Gemeinden Bachs, Bauma und Fischenthal
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Gebiet
Im Kanton Zürich ist die Beweidung von Waldflächen grundsätzlich nicht erlaubt. An drei ausgewählten Standorten wurde 2025 jedoch mit Ausnahmebewilligungen eine pflegerische Naturschutzweide umgesetzt: am Waldrand Rüebisberg in Bachs, im Pro-Natura-Gebiet Eichberg in Bauma sowie im Lichten Wald Rotengüblen in Fischenthal. Ziel ist es, Erfahrungen mit einer traditionellen, heute selten gewordenen Waldnutzung als Instrument der Biodiversitätsförderung zu sammeln.
Ziele
Ziel der Waldweiden ist die Förderung strukturreicher, lichter Wald- und Waldrandbereiche. Durch das selektive Frassverhalten und die Tritte der Weidetiere entstehen kleinräumige Strukturen, offene Bodenstellen, Lägerplätze sowie unterschiedlich stark beweidete Bereiche. Dominante Arten, Jungwuchs, Brombeeren und Gehölze werden zurückgedrängt; dadurch gelangt mehr Licht auf den Waldboden. Davon profitieren licht- und wärmeliebende Arten wie Tagfalter, Heuschrecken, Orchideen und weitere seltene Pflanzenarten. Am Rotengüblen gehören dazu unter anderem Alpenmasslieb, Langstielige Distel, Amethystblauer Schwingel, Buchsblättrige Kreuzblume, Hirschheil und Frauenschuh. In Bachs werden strukturreiche Waldränder mit blühenden Dornensträuchern wie Weissdorn gefördert; in Bauma soll die Beweidung auf rund 1 Hektare die bestehende Mahd als zusätzliche Pflegeform ergänzen und so den lichten Wald offenhalten.
Massnahmen
- Umsetzung pflegerischer Naturschutzweiden an drei Pilotstandorten mit Ausnahmebewilligung
- Extensive Beweidung mit wenigen Tieren und zeitlich begrenzten Weideperioden
- Einsatz von Ziegen an den steilen und verbuschten Standorten Bauma und Fischenthal; in Bachs Beweidung mit Ziegen und Kühe
- Temporäre Zäunung während der Beweidung; Entfernung bzw. Öffnung der Zäune in Weidepausen zur Durchlässigkeit für Wildtiere
- Tägliche Tierkontrolle und Abstimmung von Weidezeitpunkt und Besatzdichte auf Witterung und Vegetationszustand
- Abstimmung mit den Projektpartnern (Abteilung Wald Kanton Zürich, Grundeigentümer, Bewirtschafter, Forstreviere, Jagd etc.)
- Erfolgskontrolle zur Entwicklung von Flora, Fauna, Verjüngung und Strukturen
Bildgalerie
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Der Einsatz einer Ziegenherde an einem steilen und verbuschten Standort in Fischenthal. Quelle: Martina Torquato -
Die Ziegenherde des privaten Waldbesitzers hält im Gebiet Rotengüblen in Fischenthal den lichten Wald offen und fördert sowohl die Standortvielfalt als auch die Biodiversität. Quelle: Martina Torquato
Weitere Projektdetails
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Thema
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Information
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| Status | in Ausführung |
| Projektbeträge bewilligt
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414'276 CHF |
| Ausgaben 2025 | 88'411 CHF |
| Landeigentum | Kanton Zürich |
Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Fachstelle Naturschutz