Artenförderung Fauna 2025

Avimonitoring Uferschwalbe, Kanton Zürich

Gebiet

Das Avimonitoring erfasst die Brutvorkommen verschiedener Brutvogelarten im Kanton Zürich planmässig und langfristig. Es schafft damit eine wichtige Datengrundlage zur Entwicklung ausgewählter Vogelpopulationen im ganzen Kantonsgebiet. Im vorliegenden Beitrag steht die Uferschwalbe im Fokus. Projektträger des Avimonitorings ist BirdLife Zürich; unterstützt wird das Projekt von der Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich. Die Auswertungszentrale befindet sich bei Orniplan. Über 100 qualifizierte Freiwillige beteiligen sich an den Erhebungen. Die Beobachtungsreihen reichen bis ins Jahr 1975 zurück und gehören damit zu den längsten planmässig erhobenen Bestandserhebungen von Tierpopulationen in der Schweiz. 

Ziele

Ziel des Avimonitorings ist es, die Bestandsentwicklung verschiedener Brutvogelarten im Kanton Zürich zu dokumentieren und daraus Grundlagen für den praktischen Naturschutz abzuleiten. Im Fall der Uferschwalbe geht es insbesondere darum, besiedelte Kolonien, Brutröhren und Bruten systematisch zu erfassen. Die Uferschwalbe ist auf geeignete senkrechte Sand- oder Erdwände angewiesen, in die sie ihre Brutröhren graben kann. Da natürliche Brutplätze an Uferabbrüchen oder in Gruben im Kanton Zürich selten geworden sind, kommt künstlichen Sanddepots heute eine zentrale Bedeutung zu. Die Überwachung während der Brutzeit ist wichtig, damit Kolonien rechtzeitig erkannt und vor Störungen oder Zerstörung geschützt werden können.

Massnahmen

  • Erfassung besiedelter Uferschwalbenkolonien im Rahmen des Avimonitorings
  • Zählung der Brutröhren und daraus abgeleitete Berechnung der Brutpaare
  • Kontrolle bekannter und potenzieller Brutstandorte während der Brutzeit
  • Frühzeitige Kontaktaufnahme mit Kiesgrubenbetreibern und weiteren Verantwortlichen zum Schutz der Kolonien
  • Initiierung Weiterführung künstlicher Sandschüttungen als erfolgreiche Fördermassnahme
  • Initiierung Schutz der Brutkolonien vor Prädation, insbesondere durch Fuchsabwehr mit Elektrozaun 
  • Nutzung der Monitoringresultate für Artenförderung und Erfolgskontrolle

Ergebnisse 2025

  • Resultate 2025: 6 besiedelte Kolonien; 1’736 Röhren; daraus berechnet 609 Bruten; guter bis sehrguter Bruterfolg; vielerorts Zweitbruten
  • Entwicklung Anzahl Röhren und Bruten haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt
  • Brutgemeinden 2025: Embrach, Glattfelden, Marthalen, Ottenbach, Rheinau und Stadel

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