Ebnet
Aufwertung Kiesgrube, Ebnet, Gemeinde Flaach
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Gebiet
Karte mit dem Projektgebiet Boden
Die Kiesgrube Ebnet in Flaach wurde in den 1930er-Jahren angelegt und bis in die 1950er-Jahre genutzt. Seit den 1970er-Jahren gehört sie Pro Natura Zürich und wird seither im Sinne des Naturschutzes gepflegt und regelmässig aufgewertet. Im Zuge der Gesamtmelioration Flaacherfeld wurde die zuvor stark isolierte Kiesgrube durch extensive Flächen im Norden und Süden besser mit umliegenden Schutzgebieten vernetzt. Das Schutzgebiet ist strukturreich und umfasst Wiesen, Weiher, Gehölze und ein vielfältiges Relief. Pionierlebensräume wie Rohböden fehlen heute jedoch weitgehend. Die Kiesgrube ist seit 1987 geschützt, liegt in der Naturschutzzone I und ist als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung ausgewiesen.
Ziele
Ziel des Projekts ist eine reich strukturierte Kiesgrube mit einer hohen Vielfalt an Ruderalbereichen, Magerwiesen, Gewässern in unterschiedlichen Sukzessionsstadien sowie ökologisch wertvollen Gehölzen. Besonders wichtig ist die Wiederherstellung von kiesigsandigen Rohböden, offenen Böschungen und Kleinstrukturen. Gefördert werden zahlreiche seltene und gefährdete Arten. Zu den Zielarten gehören unter anderem Spitzorchis, Bienen-Ragwurz, Gewöhnliche Küchenschelle, Sanddorn, Gelbbauchunke, Laubfrosch, Fadenmolch, Teichmolch, Springfrosch, Kammmolch, Zauneidechse, Ringelnatter, Idas-Bläuling sowie bodenbrütende Wildbienen.
Massnahmen
- Abstossen von Bodenflächen zur Schaffung neuer Magerwiesen, Ruderalflächen und kiesigsandiger Rohböden
- Anlage von Abraummaterial an geeigneten Böschungsflächen
- Direktbegrünung der neu geschaffenen Flächen
- Ansaat ausgewählter Zielarten und differenziertes Schnittregime
- Konsequente Bekämpfung von Problemarten und Neophyten
- Pflege und Regeneration bestehender Gewässer
- Anlage von rund sechs Unkentümpeln zur Förderung von Amphibien
- Abschnittweise Gehölzpflege und Verjüngung der Gehölzbestände
- Förderung markanter Einzelbäume und Verpflanzung von Sanddorn-Schösslingen
- Anlage von Stein-, Holz- und Sandstrukturen
- Anlage einer sandigen Böschung als Niststandort für Wildbienen
Bildgalerie
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Die bestehenden Gewässer in der Kiesgrube werden aufgewertet; Blick vor dem Start der Bauarbeiten. Quelle: Julia Schröder -
Zielart: Sanddorn Quelle: Tobias Liechti -
Blick in die Kiesgrube Ebnet nach dem Ausholzen und vor dem Baggereinsatz. Quelle: Julia Schröder
Weitere Projektdetails
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Thema
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Information
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| Status | abgeschlossen |
| Projektkosten
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42'101 CHF
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| Ausgaben 2025 | 42'101 CHF |
| Landeigentum | Kanton Zürich |
Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Fachstelle Naturschutz