Amphibienmonitoring 2025
Amphibienmonitoring, Kanton Zürich
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Gebiet
Das Amphibienmonitoring umfasst den gesamten Kanton Zürich ausserhalb des Siedlungsgebiets. Erfasst werden Stillgewässer im Offenland und im Wald, die sich aufgrund ihrer Wasserführung als Laichgewässer eignen und zugänglich sind. Hintergrund des Monitorings ist, dass rund zwei Drittel der im Kanton Zürich heimischen Amphibienarten gefährdet sind. Der Wissensstand zu Verbreitung, Zustand und Entwicklung der Amphibienbestände war bislang lückenhaft: kantonsweite Erhebungen fanden letztmals 1977–1981 statt.
Ziele
Ziel des Amphibienmonitorings ist es, Verbreitung und Bestandesentwicklung der Amphibien im Kanton Zürich langfristig zu dokumentieren. Gleichzeitig sollen der Zustand bestehender Laichgebiete grob erfasst, neue Stillgewässer dokumentiert und Hinweise zu Unterhalt, Pflege und Optimierung von Amphibienlaichgebieten gewonnen werden. Die Ergebnisse sollen in die Planung und Umsetzung gezielter Fördermassnahmen einfliessen. Durch den Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeitender wird zudem die Verankerung des Amphibienschutzes in Gesellschaft, Gemeinden und lokalen Naturschutzkreisen gestärkt.
Massnahmen
- Aufbau eines kantonsweiten, langfristigen Monitorings für Amphibienbestände mit den Projektpartnern BirdLife Zürich und info fauna
- Einteilung der Untersuchungsobjekte in die Module «Hotspots» und «Baseline»; jährliche Bearbeitung repräsentativer Stichproben aus beiden Modulen
- Erfassung aller im Kanton Zürich vorkommenden Amphibienarten, soweit sie mit der Methode an Stillgewässern nachweisbar sind
- Vier Begehungen pro Objekt und Saison zwischen März und Juli
- Erhebung der Amphibien mittels Sicht- und Ruferzählungen; Molche können zusätzlich mit Kescherfängen bestimmt werden
- Erfassung von Stammdaten und einfachen Zustandsparametern der Gewässer bei der vierten Begehung
- Datenprüfung, Validierung und Lieferung der Artendaten an info fauna/karch
- Jährliche Auswertung zu Vorkommen, Bestandesgrössen und Entwicklungen Rückmeldung offensichtlicher Mängel oder Unterhaltsbedarfe an die Koordinationsstelle und zuständige Stellen
Ergebnisse 2025
· 79 Objekte mit 377 Gewässern beurteilt
· 531 Feldarbeitsstunden
· 138’178 gemeldete Individuen inklusive Kaulquappen und Larven
· 21’300 Beobachtungen adulter Tiere
· 13 nachgewiesene Amphibienarten
· 81 ehrenamtliche Mitarbeitende im ersten Monitoringjahr
Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Fachstelle Naturschutz