Kantonale Aktivitäten zur Kreislaufwirtschaft

Der Kanton Zürich will gute Rahmenbedingungen für die Kreislaufwirtschaft schaffen. Er engagiert sich aktiv in der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft, indem er eigene Projekte durchführt. Zum Beispiel um Hemmnisse von zirkulären Ansätzen abzubauen.

Regulatorische Hemmnisse der Kreislaufwirtschaft abbauen

In der Strategie zur Kreislaufwirtschaft hat sich der Kanton den prioritären Ansatz gesetzt, Hemmnisse zur Kreislaufwirtschaft abzubauen, um Innovationen zu fördern. Dafür hat die Fach- und Koordinationsstelle Kreislaufwirtschaft ein Projekt durchgeführt, um Hemmnisse zu identifizieren, welche Unternehmen, Verwaltungen und weitere Akteure im Kanton Zürich behindern, zirkulären Lösungen wirksam umzusetzen.

Mit einer Umfrage und vertiefenden Workshops wurde eine breit abgestützte Datenerhebung vorgenommen: Über 120 Personen beteiligten sich an einer offenen Umfrage und 80 Teilnehmende brachten ihr Fachwissen in Workshops ein. Die Hemmnisse wurden in drei Wirtschaftsbereichen analysiert:

  • Bau- und Immobilienwirtschaft
  • Gewerbe und Industrie
  • Handel und Logistik  

Was die Kreislaufwirtschaft hemmt

Es wurden 71 Hemmnissen gesammelt mit folgenden Haupterkenntnissen:

  1. 28 Hemmnisse sind gesetzlich bedingt:
    Der Schwerpunkt liegt vor allem bei bau-, planungs- und umweltrechtlichen Vorgaben, die Bestandserhalt von Gebäuden und ReUse erschweren.
  2. Viele Barrieren liegen in der praktischen Umsetzung der Kreislauwirtschaft:
    Viele Hemmnisse ergeben sich aus Normen, Vollzugstraditionen, etablierten Abläufen oder fehlenden Informationen darüber, welche Spielräume tatsächlich bestehen.
  3. Hemmnisse entstehen durch Zusammenspiel von mehreren Vorgaben:
    Einzelne Artikel oder Normpunkte sind für sich genommen meist nicht entscheidend; hemmend wirkt vielmehr ihre Kombination mit weiteren Anforderungen wie Energieeffizienzvorgaben, Sicherheits- oder Prüfstandards sowie Dokumentationspflichten.
  4. Der Markt ist aktuell noch linear (take-make-waste) ausgerichtet: Es fehlen Anreize wie die Betrachtung der Gesamtbetriebskosten (Lebenszykluskosten) oder die Anwendung von zirkulären Kriterien bei (öffentlichen) Aufträgen.

Die anschliessende Bewertung und Priorisierung der Hemmnisse lieferten die fundierte Grundlage, um die nächsten Schritte gezielt zu planen: Dies beinhaltet, die erfassten Hemmnisse zu vertiefen und bereits bestehende Aktivitäten abzuklären. Anschliessend wird der Abbau ausgewählter Hemmnisse schrittweise vorangetrieben.

Das Projekt «Regulatorische Hemmnisse hin zur Kreislaufwirtschaft abbauen» verfolgte das Ziel, Barrieren zu identifizieren, die Unternehmen, Verwaltungen und weitere Akteure im Kanton Zürich beim Übergang zu zirkulären Lösungen behindern. Der Bericht ist eine praxisnahe Zusammenstellung von Erfahrungen, Einschätzungen der Umfrageteilnehmenden aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft und deren strukturierte Bewertung.

Regulatorische Hemmnisse der Kreislaufwirtschaft abbauen: Identifikation und Priorisierung der Hemmnisse (Schlussbericht, AWEL 2026)

Regulatorische Hemmnisse der Kreislaufwirtschaft abbauen: Identifikation und Priorisierung der Hemmnisse (Schlussbericht, AWEL 2026)
Regulatorische Hemmnisse der Kreislaufwirtschaft abbauen: Identifikation und Priorisierung der Hemmnisse (Schlussbericht, AWEL 2026)

Erfahren, wie es mit dem Abbau der Hemmnisse weitergeht

Interessierten Personen werden in einem jährlichen Webinar die Fortschritte beim Abbau der Hemmnisse präsentiert. Erstes Webinar ist für Anfang 2027 geplant.
Hier können Sie sich in den Verteiler aufnehmen lassen.

Kontakt

Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – Fach- und Koordinationsstelle Kreislaufwirtschaft

Adresse

Weinbergstrasse 34
8090 Zürich
Route (Google)

Für dieses Thema zuständig: