Weiterbildungsreihe Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt 2023

Anleitung

  • Allgemeine Hinweise

    Die Weiterbildungsveranstaltungen der Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt (IST) richten sich an Fachpersonen, die im beruflichen Alltag Vorfälle von häuslicher Gewalt beurteilen und verfolgen, Schutzmassnahmen anordnen oder mit Personen arbeiten, welche häusliche Gewalt ausüben oder davon betroffen bzw. mitbetroffen sind (z.B. Kinder). Ziel ist es, Fachwissen zu ausgewählten Themen im Kontext von Häuslicher Gewalt zu vermitteln. Dabei steht der Bezug zur Praxis im Vordergrund. Die Teilnehmenden sollen dank dem Erlernten Handlungsstrategien für ihren beruflichen Alltag entwickeln können.

    Die Veranstaltungen finden im Technopark Zürich statt (Lageplan). Es besteht die Möglichkeit, sich dort kostenpflichtig zu verpflegen.

    Die Veranstaltungen sind kostenlos, die Anmeldungen verbindlich. Sollten die Veranstaltungen ausgebucht sein, führen wir eine Warteliste. Die Teilnehmenden werden nach Eingang der Anmeldungen berücksichtigt. Um möglichst allen interessierten Personen die Teilnahme zu ermöglichen, bitten wir Sie, uns allfällige Verhinderungen umgehend mitzuteilen. Bei kurzfristigen Abmeldungen behalten wir uns vor, aus administrativen Gründen eine Bearbeitungsgebühr von CHF 30.00 zu erheben.

    Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmende und spannende Weiterbildungen.

    Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt (IST)

  • Veranstaltungsdaten

    Veranstaltungstitel

    Wenn der Boden (wieder) unter den Füssen weggezogen wird. Psychosoziale Beratung und Begleitung in der akuten Traumaphase.

    Datum

    Dienstag, 28. März 2023, 08:30 - 12:00 Uhr

    Durchführungsort

    Technopark Zürich, Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich, Seminarraum Cobol, 2. Obergeschoss

    Inhalt

    Das (Mit-)Erleben von häuslicher Gewalt löst bei den betroffenen Menschen oft grosse Belastungen aus und beinhaltet das Potential, sie zu traumatisieren. Von einer Traumafolgestörung (PTBS oder ähnliches) spricht man jedoch erst ca. vier Wochen nach dem Ereignis. Zuvor bewegen wir uns im Feld der akuten Traumaphase, in welcher insbesondere notfallpsychologische Ansätze zur Anwendung kommen. Häusliche Gewalt zeichnet sich häufig durch ein chronisches Geschehen aus, dennoch wird eine Gewaltschutzverfügung oder eine Opferhilfeberatung oder eine Gefährdungsmeldung an eine KESB meist durch einen, aktuellen, zeitlich nahen Vorfall ausgelöst. Diese Weiterbildung gibt in einem ersten Teil einen kurzen Einblick in die unterschiedlichen Sichtweisen während der verschiedenen Traumaphasen und die damit verbundenen unterschiedlichen Haltungen in der Notfallpsychologie und der Traumatherapie. Gemeinsam werden in einem zweiten Teil die Erkenntnisse und Grundsätze in Bezug auf häusliche Gewalt erarbeitet, welche auf die Beratung und Begleitung von Menschen im Sinne von psychosozialen Interventionen übertragen werden können. In einem dritten Teil können die TeilnehmerInnen sich anhand von kurzen Übungssequenzen aktiv mit dem Thema und den möglichen Implikationen für ihr jeweiliges Arbeitsfeld auseinandersetzen.

    Referent*innen

    • Lucas Maissen, Dipl. klin. Heil- & Sozialpädagoge, Psychologe MSc, Notfallpsychologe, Institutionsleiter Schlupfhuus Zürich
    • Christine Gunsch Neuhaus, lic. phil., Leitende Psychologin, Fachleitung Spezialsprechstunde Psychotraumatologie KJPP

    Veranstaltungstitel

    Die Revision der Strafprozessordnung: Geschichte und Neuerungen

    Datum

    Donnerstag, 25. Mai 2023, 08:30 - 12:00 Uhr 

    Durchführungsort

    Technopark Zürich, Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich, Seminarraum Cobol, 2. Obergeschoss

    Inhalt

    Die von den eidgenössischen Räten verabschiedeten Änderungen der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO) sind zahlreich und haben zum Teil auch weitreichende Konsequenzen. Per 1. Januar 2024 soll die revidierte Strafprozessordnung in Kraft treten. Prof. Daniel Jositsch wird zur Geschichte der Revision und den Neuerungen der Strafprozessordnung informieren. RA Andrea Gisler und RA Martin Dietrich werden in Inputreferaten die Neuerungen aus Sicht der Opfer sowie der Beschuldigten beleuchten.

    In einem moderierten Panel zum Spannungsfeld Opferrechte - Beschuldigtenrechte wird mit den Referierenden diskutiert, ob und wie Informations-, Schutz- und Beteiligungsrechte kollidieren und wie in der Praxis damit umgegangen wird. Die Teilnehmenden können ihre Fragen in die Diskussionsrunde einbringen.

    Referent*innen

    • Prof. Dr. iur. Daniel Jositsch, Strafrechtsprofessor, Ständerat
    • lic. iur. Andrea Gisler, Rechtsanwältin
    • lic. iur. Martin Dietrich, Rechtsanwalt
    • lic. iur. Regina Carstensen, Co-Fachverantwortliche Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt (Moderatorin)

    Veranstaltungstitel

    Cyberstalking - Aktuelles aus Praxis und Wissenschaft

    Datum

    Mittwoch, 27. September 2023, 08:30 - 12:00 Uhr

    Durchführungsort

    Technopark Zürich, Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich, Seminarraum Fortran, 2. Obergeschoss

    Inhalt

    Einblick in den aktuellen Stand der Wissenschaft

    Stalking ist ein verbreitetes Phänomen, das zu enormen Beeinträchtigungen der betroffenen Personen führen kann. Die Methoden von Stalking sind vielfältig und in den letzten Jahren hat Cyberstalking, d.h. Stalking über neue Informations- und Kommunikationstechnologien immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich nicht einfach um eine digitale Version des «offline»-Stalking, sondern kann über unmittelbarere und weitreichendere Kommunikationskanäle besonders gravierende Folgen haben. Ziel des Inputs von Dr. Juliane Gerth ist es, einen Überblick über die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Cyberstalking, unter anderem bezüglich Formen, Risikofaktoren und Auswirkungen auf die Opfer zu geben, um eine Grundlage für die Auseinandersetzung damit in der Praxis und den sich daraus ergebenden Präventionsmöglichkeiten zu schaffen.

    Einblick in die aktuelle Praxis

    Die Fachstelle Stalking-Beratung der Stadt Bern versteht sich als Anlauf- und Beratungsstelle für Fragen rund um das Thema Stalking. Sie unterstützt und begleitet Betroffene von Stalking und sensibilisiert die Öffentlichkeit zur Thematik. Cyberstalking hat in den letzten Jahren im Beratungsalltag Einzug gehalten, da die Mehrheit der Ratsuchenden eine Kombination aus off- und online Stalkingmethoden erleben. Das Referat will einen Einblick in den Beratungsalltag der Fachstelle gewähren. Dabei wird aufgezeigt, mit welchen Problemstellungen die Ratsuchenden konfrontiert sind und welche Orientierungshilfen sie zur Bekämpfung von Cyberstalking benötigen. Weiter werden hilfreiche Massnahmen gegen Cyberstalking vorgestellt und auf die bestehenden Herausforderungen sowie den Handlungsbedarf eingegangen.

    Referentinnen

    • Dr. Juliane Gerth, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Forschung & Entwicklung, Justizvollzug und Wiedereingliederung, Kanton Zürich
    • Natalie Schneiter, Sozialarbeiterin, Fachstelle für Stalking-Beratung Stadt Bern

    Veranstaltungstitel

    Hochstrittige Eltern und Umsetzung des Kontaktrechts. Und die Kinder?

    Datum

    Donnerstag, 23. November 2023, 08:30 - 12:00 Uhr

    Durchführungsort

    Technopark Zürich, Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich, Seminarraum Fortran, 2. Obergeschoss

    Inhalt

    Kinder in hochstrittigen Familiensystemen erleben häusliche Gewalt. Sie werden in ihrer gesunden Persönlichkeitsentwicklung limitiert und sind im Alltag starken psychosozialen Belastungen ausgesetzt.

    Die Berücksichtigung des Kindswohls und der differenzierte Umgang mit hochstrittigen Eltern ist für Fachpersonen herausfordernd.

    Wir werden aus einer bindungstheoretischen Perspektive übergreifende Muster in hochstrittigen Systemen beleuchten und anhand vieler praktischer Beispiele bindungsgeleitete Interventionsmöglichkeiten aufzeigen. Die Weiterbildung versteht sich auch als gemeinsames Gefäss, um Hypothesen und hilfreiche Fallkonzepte zu erarbeiten.

    Referentinnen

    • Giannalisa Vello, Leitung FeniceRosa, Psychosoziale Familienbegleitung BSc Soziale Arbeit
    • Stephanie Karrer, Vize-Leitung FeniceRosa, Psychosoziale Familienbegleitung MSc angewandte Psychologie
  • Anmeldefrist

    Um den Anlass so gut wie möglich vorbereiten zu können, bitten wir Sie, sich bis zum 28. Februar 2023 online anzumelden. 

    Angaben zur Person

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    Veranstaltung
    Wenn der Boden (wieder) unter den Füssen weggezogen wird. Psychosoziale Beratung und Begleitung in der akuten Traumaphase

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    Die Revision der Strafprozessordnung: Geschichte und Neuerungen

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    Cyberstalking – Aktuelles aus Praxis und Wissenschaft

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    Hochstrittige Eltern und die Umsetzung des Kontaktrechts. Und die Kinder?

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Kontakt

Kantonspolizei Zürich - Präventionsabteilung

Adresse

Postfach
8010 Zürich
Route (Google)

Telefon

+41 58 648 14 22

E-Mail

ist@kapo.zh.ch