Weiterbildungsreihe Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt 2026
Anleitung
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Allgemeine Hinweise
Die Weiterbildungsveranstaltungen der Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt (IST) richten sich an Fachpersonen, die im beruflichen Alltag Vorfälle von häuslicher Gewalt beurteilen und verfolgen, Schutzmassnahmen anordnen oder mit Personen arbeiten, die häusliche Gewalt ausüben oder davon betroffen sind (zum Beispiel Kinder). Ziel ist es, Fachwissen zu ausgewählten Themen im Kontext häuslicher Gewalt zu vermitteln. Dabei steht der Bezug zur Praxis im Vordergrund. Die Teilnehmenden sollen dank des Erlernten Handlungsstrategienfür ihren beruflichen Alltag entwickeln und anwenden können.
An den einzelnen Veranstaltungen können maximal 100 Personen teilnehmen. Die Berücksichtigung der Teilnehmenden erfolgt nach dem Datum des Anmeldeeingangs. Bei ausgebuchten Veranstaltungen führen wir eine Warteliste. Für ausserkantonale Anmeldungen wird ebenfalls eine Warteliste geführt. Um möglichst vielen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen, bitten wir Sie, im Falle einer Verhinderung umgehend unter ist@kapo.zh.ch zu informieren. Bei kurzfristigen Abmeldungen behalten wir uns die Erhebung einer Verwaltungsgebühr von 30 CHF vor. Eine Teilnahmebestätigung wird Ihnen auf Anfrage elektronisch zugestellt.
Die Veranstaltungen sind kostenlos und finden im Technopark Zürich statt. Es besteht die Möglichkeit, sich vor Ort kostenpflichtig zu verpflegen.
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmende und spannende Weiterbildungen.
Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt (IST)
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Digitale Beziehungsgewalt – Erkennen, Einordnen, Handeln
Datum
Donnerstag, 19. März 2026, 08.30 – 12.00 Uhr (Warteliste)
Durchführungsort
Technopark, Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich, Seminarraum Cobol, 2. Obergeschoss
Inhalt
Digitale Technologien sind fester Bestandteil heutiger Paarbeziehungen. Sie können Nähe ermöglichen, werden jedoch auch als Mittel von Kontrolle, Überwachung und Gewalt eingesetzt. Die Veranstaltung bietet eine fundierte Einführung in das Thema digitale Beziehungsgewalt und beleuchtet deren psychologische Dimensionen. Thematisiert werden konkrete Erscheinungsformen wie Geolokalisierung, der Einsatz von Stalkerware sowie Risiken im Zusammenhang mit Smart-Home-Technologien und deren Absicherung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Trennung und den besonderen Gefährdungen, die in Trennungs- und Nachtrennungssituationen auftreten können. Abschliessend werden die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz sowie zentrale Aspekte der Beweissicherung im digitalen Raum vorgestellt. Die Veranstaltung vermittelt praxisnahes Wissen, um digitale Beziehungsgewalt zu erkennen, richtig einzuordnen und professionell darauf zu reagieren.
Referierende
- Simone Eymann-Pasquini, Geschäftsleiterin Tech against Violence
- Miriam Steffen, Wissenschaftliche Leiterin, Tech against Violence
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Kinder im Kontext häuslicher Gewalt
Datum
Dienstag, 2. Juni 2026, 08.30 – 12.00 Uhr
Durchführungsort
Technopark, Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich, Seminarraum Fortran, 2. Obergeschoss
Inhalt
Der Inhalt wird noch bekannt gegeben.
Referierende
Die Referierenden werden noch bekannt gegeben.
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Gewaltausübende Frauen im Kontext häuslicher Gewalt
Datum
Donnerstag, 17. September 2026, 08.30 – 12.00 Uhr
Durchführungsort
Technopark, Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich, Seminarraum Fortran, 2. Obergeschoss
Inhalt
Häusliche Gewalt wird in Praxis und Ausbildung nach wie vor überwiegend mit männlichen Tätern und weiblichen Opfern assoziiert. Forschung und Praxis zeigen jedoch, dass auch Frauen im Kontext häuslicher Gewalt Gewalt ausüben, häufig in Formen und Dynamiken, die von klassischen Täterbildern abweichen und dadurch besondere Anforderungen an Einschätzung und Intervention stellen.
Die Weiterbildung vermittelt eine fachlich fundierte Auseinandersetzung mit gewaltausübenden Frauen im Kontext häuslicher Gewalt. Behandelt werden aktuelle Erkenntnisse zu deren Vorkommen, Gewaltformen und Risikofaktoren.
Neben einer Einführung zu Geschlechterstereotypen sowie möglichen Wahrnehmungs- und Entscheidungsbias werden typische Gewaltkonstellationen (unter anderem Paargewalt in hetero- und homosexuellen Beziehungen, Eltern-Kind-Konstellationen) dargestellt. Anhand konkreter Praxisfälle sollen verzerrte Wahrnehmungen aufgrund von Geschlechterstereotypen reflektiert werden. Es werden Vorgehensweisen und Kriterien für eine differenzierte fachliche Einordnung erarbeitet sowie konkrete Anregungen und Fertigkeiten für den Beratungsalltag vermittelt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Polizeiarbeit. Die Stadtpolizei Winterthur stellt die Fachstelle Häusliche Gewalt vor und gibt Einblick in das polizeiliche Vorgehen bei Verdacht häuslicher Gewalt, insbesondere in Fällen, in denen Frauen als Täterinnen auftreten. Thematisiert werden dabei Risikoeinschätzung, Schutz- und Zwangsmassnahmen sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Ziel der Weiterbildung ist es, eigene geschlechterbezogene Sichtweisen, die den Umgang mit Frauen im Kontext häuslicher Gewalt prägen, zu erkennen und die Handlungssicherheit im professionellen Berufsalltag im Umgang mit entsprechenden Fällen zu stärken. Ein Basiswissen zu häuslicher Gewalt (inkl. Wissen zum Ablauf von Gewaltschutzmassnahmen) wird vorausgesetzt.
Referierende
- Anna Wittwer, BSc in Soziale Arbeit, Stv. Geschäftsleitungteam72
- Corinne Greuter, Fw mbA, Fachstellenleiterin HG und Stv. Abteilungsleiterin Gewaltschutz, Stadtpolizei Winterthur
- May Beyli, M.Sc., Leitung Fachstelle Forensic Assessment & Risk Management, PUK Zürich
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Häusliche Gewalt im Alter
Datum
Donnerstag, 19. November 2026, 08.30 – 12.00 Uhr
Durchführungsort
Technopark, Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich, Seminarraum Cobol, 2. Obergeschoss
Inhalt
Der Inhalt wird noch bekannt gegeben.
Referierende
Die Referierenden werden noch bekannt gegeben.
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Anmeldung
Die Möglichkeit zur Anmeldung endet jeweils zwei Wochen vor den entsprechenden Veranstaltungsdaten.
Kontakt
Kantonspolizei Zürich – Präventionsabteilung
Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt (IST)