Wie wird die Badewasserqualität in den Freibädern des Kantons Zürich kontrolliert?
Mitteilung 20.05.2026
Der Kanton Zürich verfügt über eine hohe Dichte an Freibädern. Im Mai öffnen diese wieder ihre Tore und werden in den heissen Sommermonaten für eine willkommene Abkühlung sorgen. Allein die 15 Freibäder in der Stadt Zürich verzeichneten im Jahre 2025 über 2 Millionen Eintritte. Wie aber kann eine gute Badewasserqualität sichergestellt werden? Einerseits müssen die Betreiber von Schwimmbädern ein Selbstkontrollkonzept für ihr Bad erstellen. Andererseits kontrolliert das Kantonale Labor Zürich während den Sommermonaten unangemeldet die Badewasserqualität in den über 80 Freibädern des Kantons.
Damit das Badewasser in Freibädern den strengen gesetzlichen Vorgaben entspricht, wird es einer mehrstufigen Aufbereitung unterzogen. Dabei wird mittels Filtration und Desinfektion dafür gesorgt, dass die Vorgaben in mikrobiologischer und chemischer Hinsicht eingehalten werden können. Für die bei der Desinfektion des Badewassers anfallenden Nebenprodukte, muss dem Badewasserkreislauf täglich genügend Frischwasser (Trinkwasser) zugeführt werden. Damit werden Stoffe, welche durch die Aufbereitung nicht eliminiert werden können, mittels Verdünnung unter den gesetzlichen Höchstwerten gehalten. Die Dosierung des Desinfektionsmittels in das Beckenwasser wird durch automatische Mess- und Regelgeräte gesteuert und überwacht. Diese halten die Konzentration des Desinfektionsmittels im Bereich eines vorgegebenen Sollwertes. Auch die Steuerung des pH-Wertes wird auf diese Weise durchgeführt. Zur Kontrolle dieser Mess- und Regelgeräte müssen, durch den Bademeister, täglich mindestens zwei Vergleichsmessungen mit einem Handmessgerät durchgeführt und protokolliert werden. Wenn Resultate dieser Messungen nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, muss der Bademeister entsprechende Massnahmen einleiten. Dies kann bis zu einer Sperrung eines Beckens führen.
Das Kantonale Labor Zürich führt während der gesamten Sommerbadesaison unangemeldete Kontrollen durch. Dabei werden aus jedem Becken Badewasserproben entnommen, welche dann im Labor an der Fehrenstrasse untersucht werden. Neben den Probenahmen werden auch risikobasierte Inspektionen in den Badeanlagen durchgeführt. Dabei wird unter anderem das Selbstkontrollkonzept, die Prozessabläufe sowie die räumlich-betrieblichen Voraussetzungen überprüft. Aber auch die Lagerung der Chemikalien und die persönliche Schutzausrüstung der Badmitarbeiter wird dabei unter die Lupe genommen. Bei allfälligen Beanstandungen wird eine Frist zur Behebung der Mängel gesetzt.
Schlussendlich kann aber auch jeder Badegast viel zu einer guten Badewasserqualität beitragen. Das gründliche Duschen vor der Benützung der Badebecken sollte so selbstverständlich sein, wie das Aufsuchen der Toilette vor dem Sprung ins kühle Nass.
Das Kantonale Labor Zürich wünscht Ihnen eine schöne und unfallfreie Badesaison.
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