Rückblick «KJGvernetzt» 2025
Mitteilung 23.10.2025
Am 18. September 2025 fand die Veranstaltung «KJGvernetzt» zum zweiten Mal statt. Dieses Jahr war der Anlass dem Thema «Übergänge» gewidmet. Zwei Workshops und ein Referat von Dr. med. Oliver Bilke-Hentsch beleuchteten Übergänge in der Kinder- und Jugendhilfe aus verschiedenen Blickwinkeln.
Impressionen vom «KJGvernetzt» 2025
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Die Veranstaltung war gut besucht Quelle: AJB -
Oliver Bilke-Hentsch, Chefarzt und Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Luzerner Psychiatrie Quelle: AJB -
Marco Suter, Leiter Abteilung Trägerschaften, mit Gebärdendolmetscherin Quelle: AJB
Insgesamt wurden vier Workshops angeboten:
- In Workshop 1 befassten sich die Teilnehmenden mit dem Übergang in die Selbstständigkeit. Dieser Übergang bringt für junge Menschen, die in einem Heim oder einer Pflegefamilie aufgewachsen sind, vielfältige und strukturell bedingte Herausforderungen mit sich. Die damit verbundenen Veränderungen haben für die jungen Erwachsenen teils weitreichende Konsequenzen. Wie können sie in der Phase «Leaving Care» unterstützt werden? Gestaltet wurde der Workshop von Pia Labruyère, Leiterin Beratungsstelle ÜBER18, Beatrice Knecht, Leiterin Kompetenzzentrum Leaving Care, und Diana Schär, Leiterin Wohngruppe Bachstei.
- Workshop 2 widmete sich den Übergängen im Kindesalter: Gestaltung und Begleitung. Übergänge sind für ausserfamiliär untergebrachte Kinder anspruchsvolle und einschneidende Lebensereignisse. Im Workshop wurde der Frage nachgegangen, wie Fachpersonen Übergänge so gestalten können, dass die Kinder sich sicher, gut vorbereitet und begleitet fühlen. Am Beispiel des Vereins «Espoir» wurde der Übergang in eine Langzeitpflegefamilie thematisiert. Im Beitrag des Inselhofs, Kompetenzzentrum für Kinder, Mütter und belastete Familien, stand die traumasensible Gestaltung von Aus- und Übertritten im stationären Frühbereich im Fokus. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Grundsätze in der Übergangsgestaltung zentral sind, und wie sichergestellt werden kann, dass die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt werden. Gestaltet wurde der Workshop durch Karin Werner, Dozentin und Projektleiterin am Institut für Kindheit, Jugend und Familie, ZHAW, Olivia Dürst, Projektleiterin im Bereich Kind, Inselhof, Natali Velert, Geschäftsführerin Verein Espoir, und Claudia Ryter, Fachleiterin Verein Espoir.
- Im Workshop 3 wurden neu erarbeitete Qualitätsstandards in der sozialpädagogischen Familienhilfe präsentiert (Standardprozess Zusammenarbeit SPF und Zuweisende) und im Anschluss diskutiert. Geleitet wurde der Workshop von Stephanie Schuhmacher, ABJ-Mitarbeiterin der Abteilung Fallfinanzierung, und Fabrice Mawete, Teamleiter und stellvertretender Geschäftsführer Jugend-Office GmbH.
- Workshop 4 befasste sich mit der Deutschschweizer Gebärdensprache. Wie gebärdet man «Instagram», und wozu ist eigentlich das Fingeralphabet da? Wird überall die gleiche Gebärdensprache verwendet? Und warum war sie in Schulen lange verboten? Der Workshop bot Antworten auf solche Fragen und die Teilnehmenden lernten die Eigenschaften und Elemente von Gebärden kennen, trainierten erste Wörter und übten das Fingeralphabet. Der Kurs wurde in Kooperation mit dem Schweizerischen Gehörlosenbund SGB-FSS von Melanie Spiller-Reimann, gehörlose Gebärdensprachlehrerin, durchgeführt. Zusätzlich war eine Dolmetscherin anwesend. Weitere Informationen finden Sie hier.
Vernetzungsraum
Zum ersten Mail wurde dieses Jahr nebst den Workshops ein sogenannter Vernetzungsraum angeboten. Der Raum wurde von vielen Teilnehmenden genutzt, um zu diskutieren und sich mit AJB-Mitarbeitenden der Abteilung Trägerschaften auszutauschen.
Referat zum Thema «Übergänge bei Kindern und Jugendlichen»
Den Schlusspunkt setzte der Chefarzt und Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Luzerner Psychiatrie Oliver Bilke-Hentsch zum Thema «Übergänge bei Kindern und Jugendlichen». Der anschliessende Apéro riche bot Gelegenheit, die Diskussionen in entspannter Atmosphäre fortzuführen.
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Amt für Jugend und Berufsberatung – Ergänzende Hilfen zur Erziehung