Die wichtigsten Tipps für die Schnupperlehre

In der Berufswahl steht jetzt für viele Jugendliche die Schnupperlehre an. Oft ist das der erste Schritt in die Berufswelt. Dabei stellen sich unterschiedliche Fragen: Was ist wichtig in der Schnupperlehre? Wie kann ich mich vorbereiten? Und was soll ich anziehen? Hier gibt es Antworten.

Wer vorbereitet ist und Interesse zeigt, macht in der Schnupperlehre einen guten Eindruck. Quelle: AJB Illustrator: Daniel Müller

Für Jugendliche hat im Berufswahlfahrplan eine neue Phase begonnen. Es gilt, eine Schnupperlehre zu finden.

Eine Schnupperlehre sollte ein bis fünf Tage dauern. Einige Sekundarschulen definieren ein bestimmtes Zeitfenster innerhalb der Schulzeit, in dem möglichst alle Schülerinnen und Schüler schnuppern gehen sollen. Das bietet einige Vorteile: Die Klasse kann sich gemeinsam vorbereiten. Es gibt aber auch Nachteile: In kleineren Gemeinden suchen dann Dutzende Jugendliche gleichzeitig nach einer Schnuppermöglichkeit in der lokalen Bäckerei, im Malergeschäft oder der Schreinerei. Macht die Schule keine Vorgaben, sollten Schnupperlehren in die Schulferien gelegt werden.

Die wichtigsten Punkte

Was ist vor, während und nach einer Schnupperlehre zu beachten? Ein Überblick über die wichtigsten Punkte:

Vorteile:

  • Vorbereitung 1: Vor einer Schnupperlehre sollten die Jugendlichen schon einiges über den Beruf wissen. Informieren können sie sich auf dem Berufswahl-Portal, in den Infotheken der biz, bei Berufsverbänden und Branchenorganisationen.
  • Vorbereitung 2: Um herauszufinden, welche Betriebe eine Schnupperlehre anbieten, sollten verschiedene Kanäle abgeklopft werden: Verwandte und Bekannte fragen, sich mit den Klassenkameradinnen und -kameraden austauschen und im Internet recherchieren, etwa auf dem Berufswahl-Portal, auf Schnuppy.ch, Yousty.ch sowie natürlich den Webseiten der Unternehmen selbst.
  • Vorbereitung 3: Die Jugendlichen sollten sich im Voraus über den Weg zum Schnupperbetrieb erkundigen. So stellen sie sicher, dass sie pünktlich erscheinen – denn Zuspätkommen macht einen schlechten ersten Eindruck.
  • Kleidung: Die Kleidung sollte dem Betrieb und der Branche angemessen sein. Auf der lokalen Bankfiliale wird eine andere Kleidung erwartet als auf der Baustelle. Am besten ist es nachzufragen, sobald sich Datum, Zeit und Ort für die Schnupperlehre klären. Generell gilt: Die Kleidung muss sauber sein und die Jugendlichen sollen sich darin wohl fühlen.
  • Verhalten: Entscheidend ist es, Interesse am Beruf, an der Tätigkeit und am Betrieb zu zeigen – am besten ist dafür natürlich echtes Interesse vorhanden. Die/der Jugendliche sollte hilfsbereit sein, mitmachen und Fragen stellen. Gerade für scheue Schülerinnen und Schüler kann es hilfreich sein, wenn sie sich die Fragen schon im Voraus überlegen und aufschreiben. Und keine Angst, viele Betriebe haben Verständnis, wenn es etwas Zeit zum Auftauen braucht. Das Handy bleibt am besten in der Tasche, ausgiebiges Gähnen ist ein No-Go.
  • Rückmeldung: Nach der Schnupperlehre sollten Jugendliche um eine schriftliche Rückmeldung bitten. Diese hält fest, wie die/der Schnupperlernende wahrgenommen wurde und wie die persönliche Eignung für den Beruf eingeschätzt wird. Viele Lehrpersonen geben ihren Schülerinnen und Schülern solche Schnupper-Beurteilungen mit, ein entsprechendes Formular findet sich auch auf dem Berufswahl-Portal. Die meisten Schnupperbetriebe führen mit ihren Schnupperlernenden auch Abschluss- und Auswertungsgespräche, in denen die Jugendlichen eine Rückmeldung erhalten und geklärt wird, was die nächsten Schritte sind: Kann sich die/der Jugendliche für eine Lehrstelle bewerben?

Erfahrung fürs Leben

Mit ein wenig Geschick und Mut wird aus der Schnupperlehre eine gute Lebenserfahrung – ganz unabhängig davon, ob einem der Beruf oder Betrieb gefallen haben oder nicht. Viel Erfolg bei der Suche!

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