Gute Noten für die Mittelschulen im Kanton Zürich
Medienmitteilung 12.07.2004
Ehemalige Mittelschülerinnen und Mittelschüler stellen ihrer Mittelschule ein gutes Zeugnis aus. Dies ergab eine Befragung im Kanton Zürich zwei Jahre nach Erhalt der Maturität. Die überwiegende Mehrheit der Ehemaligen ist rückblickend mit ihrer Mittelschule zufrieden und schätzt die Vorbereitung auf das Hochschulstudium als gut ein. Die Befragung soll Stärken und Schwächen der Zürcher Mittelschulen aufzeigen und damit eine Voraussetzung für eine gezielte Qualitätsentwicklung schaffen.
Die Befragung findet alle drei Jahre statt und wird vom Statistischen Amt des Kantons Zürich durchgeführt. Sämtliche Personen, die im Jahr 2001 die Maturität an einer Zürcher Mittelschule absolvierten, erhielten einen Fragebogen zugestellt. Unter den Befragten befinden sich auch ehemalige Schülerinnen und Schüler privater Mittelschulen sowie der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene. Insgesamt haben 1300 Personen den ausgefüllten Fragebogen zurückgeschickt. 95 Prozent der Befragten studieren an einer Hochschule oder einer Fachhochschule, die Hälfte davon hat bereits das fünfte Semester erreicht.
26 Prozent der Ehemaligen sind im Rückblick mit ihrer Mittelschule «sehr zufrieden», 45 Prozent «zufrieden» und 18 Prozent «eher zufrieden». Damit geben 89 Prozent der Befragten an, dass sie mit ihrer ehemaligen Mittelschule vorwiegend zufrieden sind. Die Zufriedenheit ist seit der letzten Befragung im Jahr 2000 um zwei Prozentpunkte gestiegen. Das Schulklima wird ähnlich positiv bewertet: 85 Prozent der Ehemaligen schätzen das Klima als «sehr gut», «gut» oder «eher gut» ein.
Ein wichtiges Ziel der Mittelschulen ist die Vorbereitung auf die Hochschule. Allgemein fühlen sich 83 Prozent der Ehemaligen «sehr gut», «gut» oder «eher gut» auf ihr Studium vorbereitet. Die fachliche Vorbereitung auf das Studium, das sie inzwischen aufgenommen haben, wird nur leicht tiefer eingeschätzt: 77 Prozent der Befragten sind der Meinung, sie seien gut auf ihr Studium vorbereitet worden. Mit dem persönlichkeitsbildenden Beitrag der Mittelschule sind 75 Prozent der Befragten zufrieden. Bei allen drei Aspekten der Hochschulvorbereitung hat die Zufriedenheit gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2000 leicht zugenommen.
Eine wichtige Aufgabe der Mittelschule besteht darin, die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Lernen zu befähigen. In diesem Bereich sind 80 Prozent der Ehemaligen der Meinung, dass die Mittelschule zur Verbesserung ihrer Lernstrategien beigetragen hat. Eine weitere wichtige Aufgabe der Mittelschulen liegt in der Förderung der Sozialkompetenzen (soziale Verantwortung, Konfliktfähigkeit und Ähnliches). Hier geben deutlich weniger, nämlich 60 Prozent der Befragten an, die Mittelschule habe einen positiven Beitrag zur Entwicklung ihrer Sozialkompetenzen geleistet.
Bei der letzten Befragung im Jahr 2000 wurden die Informatikkompetenzen als gering eingeschätzt. Die Mittelschulen reagierten mit einem verstärkten Ausbau des Informatikunterrichts, was dazu beigetragen hat, dass die Informatikkompetenzen bei der aktuellen Befragung besser beurteilt werden. Auf diese Weise leisten die Befragungen der ehemaligen Mittelschülerinnen und Mittelschüler einen Beitrag zur kontinuierlichen Qualitätsentwicklung der Mittelschulen.
(Medienmitteilung der Bildungsdirektion)
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