Starke Lernbeziehungen in der Volksschule

24.01.2013 - Medienmitteilung

Zurück zu Medienmitteilungen

Der Regierungsrat hat den Schulversuch «Fokus: Starke Lernbeziehungen» bewilligt. In diesem Versuch werden die Zahl der Lehrpersonen pro Klasse begrenzt und Mittel aus verschiedenen Unterstützungs- und Fördermassnahmen für die Regelklasse neu eingesetzt. Die Lernbeziehungen sollen dadurch gestärkt, der Schulalltag vereinfacht und Lehrpersonen von Koordinationsaufgaben entlastet werden. Der Versuch, an dem 200 bis 350 Kindergarten- und Primarklassen teilnehmen können, entspricht einem Anliegen von Schulen und Schulgemeinden.

«Guten Unterricht unterstützen» – das ist ein Ziel der Bildungsdirektion für die laufende Legislatur. Es sollen stabile und tragfähige Lernbeziehungen zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern ermöglicht werden. Dieses Ziel verfolgt der Schulversuch «Fokus: Starke Lernbeziehungen» der Bildungsdirektion. Die Anzahl der Lehrerinnen und Lehrer pro Klasse soll dabei reduziert werden. Dafür sollen Ressourcen aus den Unterstützungs- und Fördermassnahmen wie Integrative Förderung oder Deutsch als Zweitsprache für die Regelklasse umverteilt werden. Je nach Umfang der Umlagerungen können so grundsätzlich zwei Lehrpersonen mit rund 150 Stellenprozenten an einer Klasse den Unterricht erteilen. Auch die Ziele der Unterstützungs- und Fördermassnahmen wie Integrative Förderung oder Deutsch als Zweitsprache werden in den regulären Unterricht integriert. Dabei werden Lehrpersonen von sonderpädagogischen Fachpersonen vor Ort beraten und unterstützt.

Anliegen von Gemeinden und Schulen

Der Schulversuch entspricht auch einem Anliegen von Schulen und Gemeinden. Schon im Rahmen des Projekts «Belastung – Entlastung im Schulfeld» wurde diese Idee diskutiert, um den Absprache- und Koordinationsaufwand im Lehrerteam und die Komplexität der Organisation der Schule und des Unterrichts zu vereinfachen. Das Anliegen soll nun in einem freiwilligen Versuch für die Kindergarten- und Primarstufe erprobt werden. Durchgeführt wird das Projekt in drei Etappen; die erste Etappe startet im Sommer 2013. Der Versuch endet mit dem Schuljahr 2018/2019. Es können 200 bis 350 Kindergarten- und Primarklassen daran teilnehmen. Das Projekt wird von einer verwaltungsunabhängigen Institution wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Der Regierungsrat hat den Schulversuch bewilligt. Für die Schulgemeinden entstehen grundsätzlich keine Mehrkosten. Die Kosten für den Kanton belaufen sich über sechs Jahre auf insgesamt 4,9 Millionen Franken.

Informationen für interessierte Gemeinden

Für die Teilnahme an der ersten Etappe ab Sommer 2013 können sich Gemeinden bis Anfang März 2013 beim Volksschulamt des Kantons Zrich anmelden unter: www.vsa.zh.ch > Schulbetrieb & Unterricht > Projekte

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

Zurück zu Medienmitteilungen