Kantonaler Elternbildungstag

Der nächste Elternbildungstag findet am Samstag, 9. Mai 2026 statt. Im Hauptreferat und in den Impulsreferaten zu Erziehungsthemen erhalten Sie Anregungen für Ihren Familienalltag.

Eine Tagung rund um Familie und Erziehung 

Einmal jährlich findet der kantonale Elternbildungstag der Geschäftsstelle Elternbildung statt. Unter dem Motto «Stark im Familienalltag» dreht sich an diesem Tag alles um Fragen und Anregungen rund um das Zusammenleben mit Kindern zu Hause.

Es erwarten Sie ein spannendes Hauptreferat und eine breite Auswahl an Impulsreferaten zu aktuellen Erziehungsthemen und Inputs für den Alltag. Lassen Sie sich inspirieren, informieren und tauschen Sie sich mit anderen Müttern und Vätern über das aus, was Sie bewegt.

Kantonaler Elternbildungstag 2026

Eltern wollen ihre Kinder mit Liebe und Klarheit begleiten. Doch wo verläuft die Grenze zwischen Konsequenz und körperlicher oder psychischer Gewalt? Im Hauptreferat des diesjährigen Elternbildungstages zeigt Jacqueline Sidler, Geschäftsleitungsmitglied Kinderschutz Schweiz, was die geplante gesetzliche Verankerung der gewaltfreien Erziehung bedeutet – und wie Eltern im Alltag Grenzen setzen können, ohne zu verletzen. Ein Impuls für ein respektvolles Miteinander und eine gewaltfreie Erziehung.

In der breit gefächerten Auswahl von Impulsreferaten finden Sie verschiedene Anregungen für Ihren Familienalltag.

Wir heissen Sie herzlich willkommen am Elternbildungstag!

Samstag, 9. Mai 2026
8.15 bis 14.00 Uhr
Alte Kaserne Kulturzentrum, Winterthur

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

ab 8.15 Uhr

Eintreffen und Anmeldung

9.00 Uhr

Begrüssung durch Christoph Schwarz, Geschäftsstelle Elternbildung, Amt für Jugend und Berufsberatung

Grusswort von Martin Wiggli, Geschäftsführer Bezirke Andelfingen und Winterthur, Amt für Jugend und Berufsberatung

9.15 Uhr

Hauptreferat «Gemeinsam wachsen – gewaltfrei erziehen»
Jacqueline Sidler, Leiterin Programme und Mitglied Geschäftsleitung Kinderschutz Schweiz

10.15 Uhr

Pause

10.45 Uhr

Impulsreferate (1. Durchgang)

12.00 Uhr

Mittagspause mit Stehlunch

12.45 Uhr

Impulsreferate (2. Durchgang)

14.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

Jacqueline Sidler, Leiterin Programme und Mitglied Geschäftsleitung Kinderschutz Schweiz

Die gesetzliche Verankerung der gewaltfreien Erziehung ist ein starkes Signal. Das Referat zeigt, was dahintersteht und welche Bedeutung es für Eltern und die Gesellschaft hat. Es beleuchtet, warum psychische Gewalt in der Erziehung oft unbemerkt bleibt und wie Grenzen und Regeln Orientierung geben. Denn alle Emotionen sind erlaubt, aber nicht alle Handlungen. Die Eltern erhalten praxisnahe Impulse, wie sie die Prinzipien einer gewaltfreien Erziehung im Alltag leben und nachhaltig verankern können.

Für alle Mütter und Väter 

Sarah Walder, Entwicklungspsychologische Familienberaterin, Kursleiterin Starke Eltern – Starke Kinder

Plötzlich sind sie da – starke Gefühle wie Wut, Trauer oder Angst. Doch was steckt dahinter? Und was hat das mit Bedürfnissen zu tun? Die Teilnehmenden gehen den Gefühlen auf den Grund und entdecken, was Kinder in diesen Momenten wirklich brauchen. Sie erhalten Strategien, um Kinder in emotional schwierigen Situationen zu begleiten, und Wege, die eigene Gelassenheit und Klarheit zu bewahren.

Für Mütter und Väter von 1- bis 9-jährigen Kindern 

Simone Kleiner, Ernährungsberaterin

Mahlzeiten mit Kindern verlaufen nicht immer harmonisch – mal wird gemäkelt, mal verweigert, mal gestritten. Wie können Eltern dabei ruhig bleiben und klare Grenzen setzen? Das Impulsreferat zeigt, welche Tischregeln sinnvoll sind, wie man mit schwierigen Esssituationen umgeht und was hinter Kinderlebensmitteln steckt. Die Teilnehmenden erhalten Impulse für entspanntere und genussvollere Familienmahlzeiten.

Für Mütter und Väter von 1- bis 12-jährigen Kindern

Kathrin Berweger Konzelmann, Begabungsexpertin, Marte Meo Therapeutin

Viele Eltern beobachten, dass ihr Kind alles intensiv wahrnimmt, schnell überreizt ist oder Schwierigkeiten mit Übergängen hat. Im Impulsreferat wird erläutert, wie Hochsensibilität erkannt werden und welche Facetten sie haben kann. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Anregungen, wie sie typische Alltagssituationen entwicklungsorientiert begleiten können.

Für Mütter und Väter von 3- bis 12-jährigen Kindern

Dr. Florian Lippuner, Kommunikationswissenschaftler, Erwachsenenbildner

Games können den Familienalltag ganz schön fordern. Dabei sind sie weder einfach gut noch einfach schlecht – entscheidend ist, wie man damit umgeht. Kinder und Jugendliche trainieren beim Gamen Multitasking, Teamgeist und Ausdauer, begegnen aber auch Risiken wie Sucht, In-App-Käufen und Cyberkriminalität. Das Impulsreferat zeigt, wie Eltern ihre Kinder schützen und begleiten können.

Für Mütter und Väter von 4- bis 18-jährigen Kindern und Jugendlichen

Nicole Gysin, Gesundheitsförderin, Master in Umweltnaturwissenschaften und in Public Health, Verein Jugendlohn

Kinder müssen den Umgang mit Geld lernen – genauso wie Lesen und Schreiben. Eltern spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Teilnehmenden erhalten Ideen, Tipps und Anregungen, wie sie ihrem Kind den Umgang mit Geld beibringen können. Sie erfahren, was Taschengeld und Jugendlohn sind und wie sie diese einführen. Und sie lernen, weshalb die Förderung der Finanzkompetenz gleichzeitig auch die Gesundheit stärkt.

Für Mütter und Väter von 5- bis 16-jährigen Kindern und Jugendlichen

Jeremias Frei, Sozialpädagoge, Jugendarbeiter, Erwachsenenbildner

Die Jugend ist die Phase der Identitätsentwicklung. Verschiedenes wird ausprobiert und Grenzen werden ausgelotet. Durch Selbstdarstellung und Vergleiche mit dem sozialen Umfeld wird das eigene Handeln getestet. Die sozialen Medien, mitsamt Chancen und Gefahren, spielen dabei eine bedeutende Rolle. In diesem Impulsreferat erfahren die Eltern, wie sie die Jugendlichen in dieser aufregenden Zeit begleiten und unterstützen können.

Für Mütter und Väter von 10- bis 18-jährigen Kindern und Jugendlichen 

Sara Derrer, Sozialpädagogin, Resilienztrainerin

Kinder begegnen im Kindergarten- und Schulalltag vielen Herausforderungen. Das Impulsreferat zeigt mit Fokus auf den Umgang mit Gefühlen und Emotionen, wie sie dafür gestärkt werden können. Es wird erklärt, was Resilienz bedeutet und mit welchen Fähigkeiten und Strategien sie gefördert werden kann. Eltern erhalten theoretische Inputs und praktische Tools für die Umsetzung im oft stressigen Familienalltag.

Für alle Mütter und Väter

Maren Tromm, dipl. Erziehungsberaterin, Autorin

Streit und Vorwürfe gehören bei vielen Eltern leider zum Alltag – oft auch vor den Kindern. Obwohl das Bewusstsein dafür vorhanden ist, fällt es schwer, alte Muster zu durchbrechen. Das Impulsreferat zeigt, was glückliche Paare anders machen und gibt konkrete Anregungen wie sich Eltern besser verstehen und wieder mehr zueinander finden. Für alle, die sich mehr Wir-Gefühl, Respekt und Wertschätzung wünschen.

Für alle Mütter und Väter 

Kosten

Die Kosten für den Elternbildungstag 2026 betragen inkl. Verpflegung 50 Franken pro Person oder 90 Franken pro Paar. Inhaberinnen und Inhaber der Kulturlegi Kanton Zürich bezahlen 35 Franken pro Person und 70 Franken pro Paar. 

Kinderbetreuung

Eine professionelle Kinderbetreuung steht für Kinder ab 3 Jahren zur Verfügung. Eine Anmeldung ist erforderlich und verbindlich. Die Anzahl der Plätze ist beschränkt. Eintreffen bis 8.30 Uhr.

Kosten

15 Franken pro Kind

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis zum 26. April 2026 mit dem untenstehenden Online-Formular an. Im Falle einer Paaranmeldung können Sie die Impulsreferate pro Person auswählen. Die Anzahl der Plätze ist beschränkt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Die Anmeldung ist verbindlich.

Bei Abmeldungen nach dem 26. April 2026 wird der Betrag in Rechnung gestellt. Aus technischen Gründen wird die Rechnung erst nach der Veranstaltung zugestellt.

Rückblick und Eindrücke vergangener Elternbildungstage

Verwenden Sie die Akkordeon-Bedienelemente, um die Sichtbarkeit der jeweiligen Panels (unterhalb der Bedienelemente) umzuschalten.

Am 10. Mai 2025 trafen sich 230 Eltern, Interessierte und Referierende in der Alten Kaserne in Winterthur zum Elternbildungstag.

Fordern, Fördern und Überfordern – wie Kinder lebenstüchtig werden

Am diesjährigen Kantonalen Elternbildungstag durfte die Geschäftsstelle Elternbildung Frau Margrit Stamm begrüssen, emeritierte Professorin für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft. Laut Frau Stamm hilft es den Kindern, wenn sie mit hohen, aber nicht zu hohen Leistungserwartungen herausgefordert werden. Auch wies Frau Stamm darauf hin, dass Elternängste Kinder unselbständig machen: Eltern sollten den Kindern die Hindernisse nicht aus dem Weg räumen, sondern sie beim Überwinden dieser unterstützen. So werden die Kinder selbst stark und widerstandfähig. Frau Stamm empfiehlt Eltern vier Punkte, in welchen sie die Kinder auf dem Weg zu Lebenstüchtigkeit unterstützen können: Überforderung erkennen und reagieren, mehr Zeit geben, vor lauter Sorgen das Loslassen nicht vergessen und schliesslich die psychische Widerstandsfähigkeit fördern.

Nach diesem praxisbezogenen Vortrag konnten sich die Teilnehmenden in zwei ausgewählten Impulsreferaten wertvolle Denkanstösse und Werkzeuge für den Erziehungsalltag mitnehmen.

Am 15. Juni 2024 trafen sich 200 Eltern, Interessierte und Referierende in der Alten Kaserne in Winterthur zum Elternbildungstag.

Das kindliche Hirn im digitalen Zeitalter

Für das diesjährige Hauptreferat durfte die Geschäftsstelle Elternbildung den renommierten und weltweit bekannten Hirnforscher Prof. em. Dr. Lutz Jäncke begrüssen. In seinem empirisch fundierten und humorvollen Vortrag brachte er dem Publikum auf abwechslungsreiche Weise die Entwicklung des menschlichen Gehirns näher und zeigte uns die Schwierigkeiten im digitalen Zeitalter auf.

«Denn sie können nichts dafür!» – eine Metapher, die Lutz Jäncke immer wieder heranzog, da der frontale Kortex, der unter anderem für die Steuerung des Verhaltens zuständig ist, im Kindes- und Jugendalter noch nicht vollständig ausgereift ist. Im digitalen Zeitalter ist es eine grosse Herausforderung, die enormen Informationsmengen zu verarbeiten und irrelevante Reize auszublenden. Der frontale Kortex muss trainiert werden und Jäncke betont: «Die Kinder und Jugendlichen brauchen Vorbilder, Ziele und Aufgaben, damit sie keinen Blödsinn machen. Denn sie können nichts dafür».

Nach diesem inspirierenden Hauptvortrag nutzten die Teilnehmenden die Möglichkeit, in zwei von acht angebotenen Workshops weitere wertvolle Impulse für ihren Erziehungsalltag zu erhalten.

«Kantonaler Elternbildungstag»


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Amt für Jugend und Berufsberatung
Geschäftsstelle Elternbildung
Susanne Schützelhofer
susanne.schuetzelhofer@ajb.zh.ch
Tel. +41 43 259 79 35

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