Behörden & Politik

Projekt Spitalplanung 2023

Der Regierungsrat hat die Gesundheitsdirektion beauftragt, eine neue, umfassende Spitalplanung für den Kanton Zürich zu erarbeiten. Diese bildet die Grundlage zur Ablösung der derzeit geltenden Zürcher Spitallisten per 1. Januar 2023.

Das Projekt «Zürcher Spitalplanung 2023» baut auf bewährten Elementen der Zürcher Spitalplanung 2012 auf und erlaubt durch ein fundiertes Vorgehen, gezielte Weiterentwicklungen vorzunehmen.

Im Mittelpunkt steht die langfristige Sicherstellung einer bedarfsgerechten, qualitativ guten und finanzierbaren Spitalversorgung der Zürcher Bevölkerung. Dazu werden gezielte Massnahmen in drei Etappen (vgl. Grafik) erarbeitet. Die Gesundheitsdirektion zählt dabei auf die Mitwirkung von Vertreterinnen und Vertretern der Spitäler und weiteren Expertinnen und Experten.

  • In der ersten Etappe werden die für die Spitalplanung notwendigen Grundlagen aus-gearbeitet, der bisherige Bedarf an stationären medizinischen Leistungen abgebildet und darauf aufbauend der künftige Bedarf mit Blick auf das Jahr 2031 ermittelt. Die Resultate werden in einem Versorgungsbericht zusammengefasst. Dieser wird in eine breite Vernehmlassung gegeben.
  • Basierend auf den Planungsgrundlagen werden in der zweiten Etappe die Bewerbungen interessierter Leistungserbringer (Spitäler und Geburtshäuser) für die Spitallisten 2023 Akutsomatik, Rehabilitation und Psychiatrie entgegengenommen.
  • In der dritten Etappe werden die an einem Listenplatz interessierten Leistungserbringer nach rechtsgleichen Kriterien evaluiert. Dies erfolgt anhand des ermittelten Bedarfs und insbesondere der Kriterien Qualität, Wirtschaftlichkeit und Zugänglichkeit. Die Ergebnisse des Evaluationsverfahrens werden in einem Strukturbericht zusammengefasst. Der Strukturbericht und die provisorischen Spitallisten werden in eine breite Vernehmlassung gegeben. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Vernehmlassung werden die neuen Spitallisten mit den zu erteilenden Leistungsaufträgen durch den Regierungsrat verabschiedet, so dass sie spätestens per 1. Januar 2023 in Kraft treten können.

Informationsveranstaltung für die Spitäler (Mai 2018)

Bild Informationsveranstaltung

An einer Informationsveranstaltung für die Leistungserbringer am 22. Mai 2018 orientierte die Gesundheitsdirektion (vertreten durch Direktionsvorsteher Thomas Heiniger, Projektleiterin Seline Eisenring und Bernhard Schütz, Geschäftsfeldleiter Gesundheitsversorgung) Vertreterinnen und Vertreter der Spitäler über das geplante Vorgehen, die konkreten Eckdaten der Planungsschritte und die Schwerpunktthemen und Handlungsfelder der neuen Spitalplanung.

Verschiebung Spitalplanung auf das Jahr 2023 (Juli 2019)

Der Regierungsrat hat im Juli 2019 beschlossen, die Spitalplanung 2022 auf das Jahr 2023 zu verschieben. Die Gesundheitsdirektion stellt damit sicher, dass eine langfristige Strategie für die Gesundheitsversorgung im Kanton Zürich erarbeitet und die Spitalplanung mit den Arbeiten zum Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetz abgestimmt wird.

Trotz der Corona-Pandemie werden wir an der Umsetzung der neuen Spitalplanung per 01. Januar 2023 festhalten. Auf 01. März 2021 werden wir den Versorgungsbericht in die öffentliche Vernehmlassung geben.

Der Termin für die Einreichung der Bewerbungsunterlagen wurde vom 31. August 2021 auf den 01. Juli 2021 vorverlegt. Die Frist für die Einreichung der Bewerbungsunterlagen dauert gut zehn Wochen und endet am 14. September 2021. Die darauffolgende Evaluation der Bewerber durch die Gesundheitsdirektion mündet in der Erstellung des Strukturberichtes, welcher wiederum zum 15. März 2022 in die öffentliche Vernehmlassung gehen wird. Auf den 01. Januar 2023 erfolgt die Inkraftsetzung der Spitallisten 2023 (Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation) durch den Regierungsrat.