Die Europäischen Tage des Denkmals werden grenzenlos

10.09.2018 - Medienmitteilung

Zurück zu Medienmitteilungen

Arbeiter in der Mittagspause, Weihnachten 1955

Die Europäischen Tage des Denkmals stehen dieses Jahr unter dem Motto «Ohne Grenzen». Die Denkmalpflege des Kantons Zürich sowie der Städte Winterthur und Zürich präsentieren am Wochenende vom 15. und 16. September zusammen mit zahlreichen externen Partnern ein umfangreiches Programm. Alle Führungen sind kostenlos.

Die Denkmaltage in der Schweiz feiern dieses Jahr ihren 25. Geburtstag und sprengen aus diesem Anlass ihre Grenzen. Sie finden schweizweit nicht nur an einem, sondern an vier Wochenenden im September statt. Unter dem Motto «Ohne Grenzen» präsentiert jeweils eine von vier Regionen ihr kulturelles Erbe und lädt Nachbarn aus dem In- und Ausland zu einem Besuch ein.  

Zwischen Schwefel und Soda

Ein Schwerpunkt des Programms im Kanton Zürich liegt am Sonntag, 16. September 2018, in Uetikon am See. Die ehemalige Chemische Fabrik Uetikon schaut auf eine über 200-jährige Geschichte zurück. In Begleitung der kantonalen Denkmalpflege ist ein Blick ins Innere der alten Fabrikhallen möglich, die zu den letzten und eindrücklichsten Zeugen der repräsentativen Backstein-Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts der Zürcher Landschaft gelten. An verschiedenen Posten erfährt man mehr zur Arealentwicklung, über die Gründerfamilie und wie es damals war, für die «Chemische» zu arbeiten. Für Kinder gibt es eine eigens für sie konzipierte Forschungstour.

Der Denkmaltag geht aber auch über die Grenzen des Fabrikgeländes hinaus. Auf einem Spaziergang entdeckt man die Spuren, welche die Direktoren der Fabrik im Dorf hinterlassen haben. Bei einer Führung der kantonalen Denkmalpflege im und um das Haus Wäckerling erfährt man von zwei Geschwister, die Ende 19. Jahrhundert die Ausweitung der Fabrik verhindern wollten. Das Fabrikareal und die Führungen im Dorf werden mit einem historischen Post-Autobus Berna Jahrgang 1946 verbunden.

Die Geschichte von Uetikon am See geht weit vor die Chemische Fabrik zurück: die Kantonsarchäologie zeigt Funde aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit (4000–2500, bzw. 2000–800 v. Chr.) und erläutert, was im Zürichsee verborgen ist. Zudem ermöglicht eine Fahrt auf den Booten der Stiftung Historische Zürichsee Boote eine neue Sicht auf die markanten Bauten, Interessierte können sich über Podcasts näher über die vom See aus sichtbaren Denkmalschutzobjekte und die Pfahlbauerspuren von Uetikon am See informieren.

Europäische Tage des Denkmals 2018

Samstag, 15. September, in Dübendorf

Geborgene Schätze oder Recycling-Anlage? Besichtigung des Bauteillagers der kantonalen Denkmalpflege (11 und 13 Uhr)

Sonntag, 16. September, in Uetikon am See

   
Fabrikareal:Chemische Fabrik - Zwischen Schwefel und Soda. Verschiedene Posten und Führungen durch die historischen Fabrikgebäude (ganzes Areal 10 bis 16.30 Uhr, «Landi-Halle» um 10.30, 11.30 und 13.30 Uhr)
Forschungsreise durch die Fabrikanlage! – Kinderprogramm (ganzes Areal 10 bis 16.30 Uhr)
 
ZSG-Steg, in der kleinen Haab:Unterwasserarchäologie bei der «Chemischen» (10 bis 17 Uhr) Pläsirfahrten auf historischen Zürichsee-Booten (Abfahrt ab 10.30 bis    16.30 Uhr, alle 15 Minuten) 
Im Dorf:«Die Wäck» – Stifter, Gönnerfamilie Schnorf, Anlage und Bau (11.30, 13.30 und 15.15 Uhr, Tramstrasse 55, Haus Wäckerling)
«Familie Schnorf im Dorf» (9.30, 13.30 und 15.15 Uhr, vor Bergstrasse 105)
 
Die ehemalige chemische Fabrik Uetikon mit ihren eindrucksvollen Gebäuden.
Die ehemalige chemische Fabrik Uetikon mit ihren eindrucksvollen Gebäuden.

Dünger wird in Säcke abgepackt (Chemische Fabrik Uetikon)
Dünger wird in Säcke abgepackt (Chemische Fabrik Uetikon)

Arbeiter in der Mittagspause, Weihnachten 1955
Arbeiter in der Mittagspause, Weihnachten 1955

(Medienmitteilung der Baudirektion)

Zurück zu Medienmitteilungen