Schaffhauserstrasse im Hardwald soll vierspurig werden

30.06.2016 - Medienmitteilung

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Der Kanton Zürich plant, die Schaffhauserstrasse im Hardwald bei Bülach auf vier Spuren auszubauen und den Kreisel Chrüzstrass leistungsfähiger zu machen. Für dieses Strassenprojekt hat der Regierungsrat eine Ausgabe von 32,35 Millionen Franken bewilligt und beim Kantonsrat einen Objektkredit von 62,20 Millionen Franken beantragt.

Im August 2012 hat der Kantonsrat die Motion für den Autobahnzusammenschluss Bülach – Glattfelden überwiesen. Damit wurde der Regierungsrat verpflichtet, zuhanden des Kantonsrats ein entsprechendes Projekt auszuarbeiten. Das vom Kanton erarbeitete Projekt umfasst den Ausbau der Schaffhauserstrasse im Hardwald und die Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Kreisels Chrüzstrass.

27‘000 Fahrzeuge täglich

Im Durchschnitt verkehren heute auf der Schaffhauserstrasse im Hardwald 27‘000 Fahrzeuge pro Tag. An Werktagen reicht der Stau am Abend bis auf die Autobahn A51 bzw. am Morgen bis auf die A50 und nach Eglisau zurück. Diese Situation führt zu Ausweichverkehr auf dem untergeordneten Strassennetz (z. B. Rheinfelderstrasse, Schachenstrasse, Solistrasse, Lokalnetz Bülach etc.). Bis zum Jahr 2030 wird der Verkehr gemäss den Prognosen nochmals rund 20 Prozent zunehmen. Bauliche Massnahmen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit dieser für das Zürcher Unterland und das Rafzerfeld wichtigen Verkehrsachse sind deshalb unumgänglich.

Im Streckenabschnitt Hardwald ist es in der Vergangenheit zu schweren Unfällen gekommen. Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sind deshalb zwingend nötig.  

Ausbau auf vier Spuren

Das vom Kanton ausgearbeitete Projekt sieht vor, die Schaffhauserstrasse zwischen dem Anschluss Bülach Nord und dem Kreisel Chrüzstrass auf ca. 2,9 km zu einer vierspurigen Hauptverkehrsstrasse auszubauen.

Dieser Ausbau entspricht dem Standard der kantonalen Autobahn A51. Kernstück des Projekts bildet die Neugestaltung des Kreisels Chrüzstrass. Der Kreisel wird abgesenkt, die Fahrspur für den Verkehr zwischen Eglisau und Bülach, der 60 Prozent des Volumens ausmacht, wird kreuzungsfrei über den Kreisel geführt. Die Fahrspur für den Verkehr von Bülach Richtung Glattfelden führt in den abgesenkten Kreisel. Der Verkehr von Glattfelden Richtung Bülach fliesst vom Kreisel auf einer separaten Spur auf die ausgebaute Schaffhauserstrasse, so dass er den von Eglisau her kommenden Verkehr nicht behindert.

Weitere Elemente des Projekts bilden eine Wildtierüberführung, eine Fussgängerüberführung im Hardwald sowie der Neubau der Entwässerung mit einer Strassenabwasserreinigungsanlage, die im Kreisel Chrüzstrass platziert wird.

Für den Veloweg, der heute der Schaffhauserstrasse entlang führt, ist eine neue Linienführung über die Soli- und Marterlochstrasse zur Weiacherstrasse vorgesehen. Die neue Radwegführung wird in einem separaten Projekt festgelegt.

Rund 60 Einwendungen

Nachdem das Vorprojekt an einer Informationsveranstaltung der Öffentlichkeit in Bülach vorgestellt wurde, lag es vom 30. April bis 3. Juni 2015 bei der Stadtverwaltung Bülach und der Gemeindeverwaltung Glattfelden öffentlich auf. Dabei gingen rund 60 Einwendungen ein, die vom kantonalen Tiefbauamt geprüft und teilweise ins Projekt eingearbeitet worden sind.

Als nächstes wird sich der Kantonsrat mit dem Strassenprojekt befassen. Wenn er dem Objektkredit über 62,2 Millionen Franken zustimmt, wird ein detailliertes Bauprojekt ausgearbeitet und öffentlich aufgelegt. Anschliessend erfolgt die Projektfestsetzung durch den Regierungsrat. Sofern in diesem Prozess nicht der Rechtsweg beschritten wird, könnte mit den Bauarbeiten im Jahr 2020 begonnen werden. Die Bauzeit beträgt rund drei Jahre.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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