Erste Anzeichen einer Erholung

08.07.2016 - Medienmitteilung

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Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich sank im Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Der Rückgang ist sowohl saisonal als auch konjunkturell bedingt. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und der Chef des Amtes für Wirtschaft und Arbeit zogen anlässlich einer Lagebeurteilung eine mehrheitlich positive Bilanz zur Verfassung der Zürcher Volkswirtschaft.

Ende Juni 2016 waren 28‘776 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet, 525 weniger als im Vormonat. Die aktuelle Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent wurde auf der Basis der aktualisierten Anzahl Erwerbspersonen berechnet.

Die jüngste Abnahme ist zu drei Vierteln auf saisonale Einflüsse zurückzuführen. Diese wirken insbesondere im Baugewerbe (-263) und bei damit verbundenen Tätigkeiten wie «sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen» (-80). Ebenfalls mit dem Bau verbunden sind verschiedene industrielle Berufsgruppen wie Metallverarbeitung und Maschinenbau sowie Elektrotechnik, welche rückläufige Arbeitslosenzahlen verzeichnen. Weitere saisonbedingte Abnahmen gab es im Gastgewerbe (-58), bei den Berufsgruppen Reinigung, Hygiene und Körperpflege (-68) sowie Transport und Verkehr (-45).

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juni weist auch eine konjunkturelle Komponente auf. Die Abnahme der Arbeitslosen bei den Wirtschaftszweigen Verkehr, Information und Kommunikation (-20), der Grosshandel (-11) sowie das Gesundheits- und Sozialwesen (-25) sind das Resultat der gemächlichen wirtschaftlichen Aufhellung des letzten halben Jahres. Wie der Chef des Amtes für Wirtschaft und Arbeit vor den Medien ausführte, stimmt die jüngste Entwicklung vorsichtig optimistisch, dass die Wende bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit naht.

Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit: Analyse der Situation in Berufen

Im Rahmen der aktuellen Diskussion über eine mögliche Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative wurden kürzlich Modelle, die Branchen mit hoher Arbeitslosigkeit als Grundlage für Zulassungsbeschränkungen sehen, vorgestellt. Bruno Sauter plädiert in diesem Zusammenhang für eine Analyse nach Berufen, da sie eine exaktere Grundlage für eine mögliche Steuerung der Zuwanderung und Analyse des Fachkräftemangels bietet. Allein in der Gesundheitsbranche befinden sich diverse Berufe mit Fachkräftemangel wie auch solche ohne Mangelsituation.

Wie Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh erklärte, befindet sich die Zürcher Volkswirtschaft trotz starkem Franken und Konjunkturschwäche in vielen Absatzmärkten in guter Verfassung. Es gelte, gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen anzubieten und eine möglichst breit abgestützte Branchenstruktur zu pflegen.

Weitere Informationen zur konjunkturellen Entwicklung im Kanton Zürich finden Sie im Zürcher Wirtschaftsmonitoring >www.awa.zh.ch> Aktuell> Zürcher Wirtschaftsmonitoring

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