Verbesserung der Ortsdurchfahrt in Eglisau ohne Kapazitätseinbussen

09.04.2014 - Medienmitteilung

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An der Informationsveranstaltung für die Bevölkerung von Eglisau haben der Kanton und die Gemeinde die geplanten Verbesserungen der Ortsdurchfahrt vorgestellt. Kernstück des sogenannten Betriebs- und Gestaltungskonzepts (BGK) sind verschiedene Massnahmen zur Verkehrssteuerung. Eine nachhaltige Entlastung vom Durchgangsverkehr ist allerdings nur mit einer Umfahrung möglich.

Die Zürcher- bzw. Schaffhauserstrasse in Eglisau gehört mit rund 20'000 Fahrzeugen täglich, davon rund zehn Prozent Schwerverkehr, zu den meistbelasteten Ortsdurchfahrten im Kanton Zürich. Das Amt für Verkehr und die Gemeinde Eglisau haben gemeinsam verschiedene Massnahmen ausgearbeitet, um den Verkehr im Zentrum von Eglisau sicherer, siedlungsverträglicher und flüssiger abzuwickeln. Gleichzeitig soll der Busverkehr, insbesondere aus Hüntwangen, so bevorzugt werden, dass die Anschlüsse an die S-Bahn sichergestellt sind.

Kernstück des Konzepts sind neue Ampelanlagen, die jeweils bei den Ortseingängen im Norden und im Süden von Eglisau den Verkehrsfluss steuern. Damit werden die Fahrzeuge in Gruppen durch die Ortschaft geleitet und Zeitlücken geschaffen, die den Zu Fuss Gehenden, insbesondere Schulkindern, ein sicheres Queren ermöglichen und die Wartezeit für die aus den Seitenstrassen einbiegenden Fahrzeuge verkürzen. Für die Automobilisten stellt das neue Verkehrsmanagement zuerst eine Umstellung dar: Anstatt im Schritttempo durch die Ortschaft zu fahren, entsteht in den Spitzenzeiten zunächst eine Stauzeit vor der Ortschaft, bevor diese ungehindert durchquert werden kann. In den Randstunden erhöht die Verkehrssteuerung die Sicherheit, da die Durchfahrtsgeschwindigkeit durch die zusätzliche Ampelanlage Obergass konstant gehalten wird. Die Kapazität der Strassenverbindung vom Rafzerfeld in Richtung Bülach wird durch das BGK nicht verändert.

Das BGK stellt keinen Ersatz für eine Umfahrung dar. Nur diese kann Eglisau langfristig vom Verkehr entlasten. Das Betriebs- und Gestaltungskonzept wird im Rahmen der ohnehin anstehenden Strassen- und Brückensanierung realisiert. Damit soll bis zur Realisierung einer Umfahrungsstrasse der Verkehr so verträglich wie möglich durch Eglisau fliessen. Die Massnahmen sollen innerhalb der nächsten sieben bis acht Jahre umgesetzt werden.

(Medienmitteilung der Volkswirtschaftsdirektion)

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