Als erster Kanton beteiligt sich Zürich am Open-Data-Pilotportal der Bundesverwaltung

30.10.2013 - Medienmitteilung

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Der Kanton Zürich macht Daten aus der kantonalen Verwaltung in der Form von so genannten «Offenen Behördendaten» der Öffentlichkeit zur freien Weiterverwendung zugänglich. Der dafür durchgeführte Pilotversuch wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv realisiert. Mit dieser Zusammenarbeit ist auch ein wichtiger Schritt hin zu einem nationalen Open-Data-Pilotportal getan.

Seit heute sind erste Datensätze aus der kantonalen Verwaltung als offene Behördendaten im nationalen Open-Data-Pilotportal verfügbar. Konkret handelt es sich um 8 Datensätze aus dem Statistischen Amt (Gemeindefinanzen, Gemeindesteuern) und 19 weitere aus dem GIS Zentrum. In den kommenden Monaten sollen weitere Datensätze folgen.

Die betreffenden Datensätze stehen allen zur Verwendung offen – es ist also Kreativität gefragt. Entsprechende Projekte anderer Behörden haben gezeigt, dass sich vor allem informatik- und forschungsaffine Kreise dafür interessieren. Beliebte Anwendungen sind Visualisierungen komplexer, umfangreicher Datensätze oder Karten aller Art. Es können auch Smartphone-Apps entwickelt werden, deren Inhalte auf «Open Government Data» (OGD) basieren. Eine Auswahl von Anwendungen und Visualisierungen mit Datensätzen des Pilotportals sind auf dem Open-Data-Pilotportal der Bundesverwaltung aufgeführt.

Auffindbar sind die Datensätze des Kantons Zürich auf dem nationalen Open-Data-Pilotportal, welches das Bundesarchiv zusammen mit sechs weiteren Bundesämtern seit Mitte September betreibt. Dieses hat die Funktion eines zentralen, nationalen Verzeichnisses, für offene Behördendaten unterschiedlicher Herkunft und Thematik. Das macht es einfacher, geeignete Daten für Projekte zu finden und weiterverwenden zu können. Die Datenhoheit der vom Kanton Zürich beigesteuerten Daten bleibt stets bei den beteiligten Ämtern des Kantons Zürich.

Federführend für den kantonalen Pilotversuch ist die Stabsstelle E-Government der Staatskanzlei. Sie koordiniert die Aktivitäten zwischen den beteiligten Verwaltungsstellen und dem Bundesarchiv. Open Government Data ist in der E-Government-Strategie des Kantons Zürich (RRB Nr. 333/2013) als Handlungsfeld festgehalten (Ziel 6, «Informationsangebot und Zugang zu Behördendaten») und im Umsetzungsplan aufgeführt. Mit dem Pilotversuch sollen wertvolle Erfahrungen im Umgang mit offenen Behördendaten und

über die Nutzung der Daten durch Dritte gesammelt werden. Diese sollen auf Ende der Pilotphase (März 2014) ausgewertet und im weiteren Vorgehen berücksichtigt werden.

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Open Government Data / Offene Behördendaten

Behörden produzieren Daten, das liegt in der Natur ihrer täglichen Arbeit. Viele behördliche Daten sind vertraulich oder gar geheim – jedoch längst nicht alle. Gewisse Daten sind im Sinn des Öffentlichkeitsprinzips bereits heute für alle einsehbar, teils auf Anfrage, teils werden sie von den Behörden aktiv publiziert.

Als «Offene Behördendaten» (oder auch «Open Government Data») im engeren Sinn werden Daten bezeichnet, die von Behörden kostenlos, regelmässig aktualisiert und in maschinenlesbarer Form für die Öffentlichkeit bereit gestellt werden, und welche Dritte frei weiterverwenden dürfen. Eine der zentralen Ideen hinter offenen Behördendaten ist die Möglichkeit für Dritte, Dienste und Anwendungen zu schaffen und diese unter Umständen kommerziell anzubieten.

(Medienmitteilung der Staatskanzlei)

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