Studie zum Umgang mit Vielfalt an Zürcher Volksschulen

03.07.2013 - Medienmitteilung

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An der Zürcher Volksschule wird verstärkt integrativ unterrichtet und die Lernenden werden zunehmend individuell gefördert. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich im Auftrag der Bildungsdirektion.

Die Bildungsdirektion hat beim Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich eine Studie zum Stand der integrativen Förderung an der Zürcher Volksschule in Auftrag gegeben. Die Mehrheit der befragten Lehrpersonen beurteilt die Integration grundsätzlich als positiv und nutzt verschiedene Möglichkeiten, die Lernenden individuell zu fördern. Bemängelt werden das Umsetzungstempo und die zur Verfügung stehenden Ressourcen. Die Studie stützt sich auf Fallstudien und Online-Befragungen von Lehrpersonen und Schulleitenden in 18 Zürcher Volksschulen. Abgebildet wird der Stand im Jahr 2010, in einer Übergangszeit fünf Jahre nach Inkrafttreten des neuen Volksschulgesetzes.

Empfehlungen und Massnahmen

Die Studie ortet verschiedene Herausforderungen und formuliert Empfehlungen. Diese betreffen einerseits den Unterricht selbst, andererseits die Rahmenbedingungen, unter denen die Schulen ihre Aufgaben erfüllen. Empfohlen werden auch Massnahmen, welche die Bildungsdirektion bereits in die Wege geleitet hat oder prüft:

  • Vermehrte individualisierte Lernunterstützung
    Die Bildungsdirektion plant die Entwicklung von Lern- und Testsystemen mit entspre-chenden Lernmaterialien für die 3. bis 6. Klassen der Primarschule zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler.
  • Zusätzliche Lernzeit für Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Defiziten in Mathe-matik und in der Schulsprache auf Kosten anderer Fächer
    Die Bildungsdirektion prüft, ob Schülerinnen und Schüler, welche die minimalen Lernziele in Deutsch und Mathematik nicht erreichen, mehr Lernzeit und Begleitung erhalten sollen.
  • Überschaubare Kernteams von miteinander kooperierenden Lehrpersonen
    Die Bildungsdirektion hat den Schulversuch «Fokus: Starke Lernbeziehungen» gestartet, in dem die Zahl der an einer Klasse tätigen Lehr- und Fachpersonen verringert wird. Ziel ist es, die Lernbeziehungen zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern zu intensivieren.

(Medienmitteilung der Bildungsdirektion)

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