Positive Bilanz der Interreg-Konferenz «Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein»

09.11.2012 - Medienmitteilung

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An der heutigen Interreg-Konferenz in Bülach, die unter dem Motto «Gegenwart und Zukunft des Interreg-Programms ‘Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein‘» stand, haben die Teilnehmenden eine positive Bilanz des grenzüberschreitenden Programms gezogen. Vertreter aus den Bundesländern Vorarlberg (AUT), Baden-Württemberg (D) und Bayern (D) sowie aus sieben (Ost)-Schweizer Kantonen beteiligten sich aktiv an der thematischen Ausrichtung des grenzüberschreitenden Interreg-Programms «Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein» für die Zeit ab 2014. Der Kanton Zürich nutzt durch seine Beteiligung am Programm die Gelegenheit, sich gemeinsam mit seinen Partnern an Projekten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu engagieren und so Probleme von gemeinsamem Interesse zu lösen.

Dr. Tobias Schneider, Leiter der Interreg-Verwaltungsbehörde beim Regierungspräsidium Tübingen informierte an der Konferenz über die Erfolge des noch bis Ende 2013 laufenden Programms. Seit Beginn im Jahre 2007 wurden in den beiden Förderschwerpunkten «Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Innovation» sowie «Standortqualität und Ressourcenschutz» bislang 90 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 62 Millionen Euro genehmigt. Hierfür wurden Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung von über 22 Millionen Euro sowie rund sieben Millionen Euro von Bund und den beteiligten neun (Ost)-Schweizer Kantonen zur Verfügung gestellt. Schneider unterstrich insbesondere den hohen Vernetzungsgrad unter den Projektträgern. So sind an den 90 Projekten rund 600 internationale Partner beteiligt.

Dr. Kristina Zumbusch vom Institut für Systemisches Management und Public Governance der Universität St. Gallen, stellte die Ergebnisse einer aktuellen Stärken-Schwächen-Analyse für das Programmgebiet vor, die als Grundlage für die Planung der fünften Förderperiode von 2014 bis 2020 dient. Zumbusch stellt fest, dass ein neues Interreg-Programm die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Entwicklung der Regionen weiter voranbringen kann. Wichtig sei dabei, dass auch die bestehenden Ansätze der gesellschaftlichen Integration über die Grenze hinweg weiter gefördert werden können. Anschliessend hatten die Veranstaltungsteilnehmer die Gelegenheit, ihre Präferenzen für die thematischen Schwerpunkte der kommenden Förderperiode zu äussern. Diese werden nun in die weiteren Planungsarbeiten einfliessen.

Rolle und Nutzen des Kantons an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Die aktive Beteiligung an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Rahmen des Interreg-Programms «Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein» bietet für den Kanton Zürich die Gelegenheit, sich gemeinsam mit seinen internationalen Partnern sowie den Partnern aus den anderen beteiligten Kantonen an Projekten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu engagieren und so Probleme von gemeinsamem Interesse in partnerschaftlicher Weise zu lösen. Durch Interreg konnten beispielsweise zahlreiche Akteure aus dem Kanton Zürich auf fachlicher Ebene in 22 Projekten erfolgreich mit Partnern aus Baden-Württemberg zusammenarbeiten. Dazu wurden auf Schweizer Seite rund drei Millionen Euro, auf europäischer Seite mehr als doppelt so viel aufgewendet. Durch Interreg konnte unter anderem das grenzüberschreitende Vorgehen gegen den Feuerbrand und die gemeinsame Forschung zur Erhaltung des kulturellen Erbes im Boden- und Zürichsee unterstützt sowie die Zusammenarbeit innerhalb der aus 27 Hochschulen bestehenden «Internationalen Bodenseehochschule» weiter gefördert werden.

(Medienmitteilung der Staatskanzlei)

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