Regierungsrat verabschiedet das Strassenbauprogramm 2013 – 2015

04.10.2012 - Medienmitteilung

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Im Bauprogramm 2013 – 2015 setzt der Regierungsrat für die Strasseninfrastruktur die Schwerpunkte auf Massnahmen zur Entlastung der Ortsdurchfahrten und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Zu den wichtigsten Vorhaben gehören der Bau von Umfahrungsstrassen sowie die Strassenanpassungen im Hinblick auf den Bau der Limmattalbahn. In den nächsten drei Jahren sollen jährlich rund 90 Millionen Franken in die Strasseninfrastruktur im Kanton Zürich investiert werden.

Mit dem Bauprogramm erstattet der Regierungsrat Bericht an den Kantonsrat über die in den kommenden drei Jahren geplante Umsetzung von Infrastrukturprojekten zur Erreichung der strategischen und verkehrspolitischen Ziele. Das Bauprogramm wird unverändert jährlich erstellt, nachdem die Änderungen des Strassengesetzes und damit die Etablierung neuer Planungsinstrumente vom Kantonsrat im November 2012 verworfen wurden. Wichtigste Ziele sind die Entlastung der Ortszentren sowie die Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, insbesondere für Fussgängerinnen und Fussgänger und Velofahrende. Neben den rund 15 Millionen Franken, die entsprechend der gesetzlichen Vorgabe für die Fertigstellung des Radwegnetzes vorgesehen sind, sollen rund 13 Millionen Franken vor allem für Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fussgängerinnen und Fussgänger innerorts eingesetzt werden.

Ausbau der Strasseninfrastruktur

Die siedlungsverträgliche Abwicklung des Verkehrs steht weiterhin im Vordergrund. Verschiedene Vorhaben zur Entlastung der Ortsdurchfahrten oder zur Verflüssigung des Verkehrs werden in den nächsten drei Jahren voraussichtlich baureif.

  • Autobahnzubringer zur N4 Anschluss Affoltern a. A. auf dem Gemeindegebiet Ottenbach–Obfelden: Mit der Volksabstimmung vom 23. September 2012 hat das Zürcher Stimmvolk den Objektkredit für das Projekt deutlich angenommen. Die Kosten sind mit 65,4 Millionen Franken veranschlagt. Der Bund hat eine Kostenbeteiligung von 25,8 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Die Bauarbeiten könnten bei einem günstigen Planungsverlauf ab 2014 aufgenommen werden. Die Bauzeit beträgt rund drei Jahre.
  • Uster-West: Eine niveaufreie Querung der SBB-Linie zur Entlastung der beiden Übergänge Winterthurerstrasse und Zürichstrasse soll die Erreichbarkeit der Stadt Uster erhöhen und die Abstimmung von Siedlung und Verkehr verbessern. Die Projektkosten belaufen sich auf 21 Millionen Franken. Der Baubeginn ist ab 2014 möglich. Die Bauzeit wird auf rund drei Jahre geschätzt.

Anpassung der Strasseninfrastruktur im Hinblick auf die Limmattalbahn

Im Programm enthalten sind auch Anpassungen der Strasseninfrastruktur, die durch den Bau der Limmattalbahn ausgelöst werden bzw. Voraussetzung dafür bilden. Die Limmattalbahn als grösstes Projekt im Agglomerationsprogramm der 2. Generation soll ab 2017 realisiert werden. Die Ortskerne von Schlieren und Dietikon sollen dafür vom regionalen Durchgangsverkehr entlastet werden. Dieser wird auf die Achse Bernstrasse und Überlandstrasse verlagert. Konkret sind folgende Projekte geplant:

  • Schlieren Zentrum, Neugestaltung Verkehrsführung: Für einen bestmöglichen Verkehrsablauf ist unter Berücksichtigung städtebaulicher Aspekte ein Grosskreisel im Zentrum von Schlieren geplant. Die Investitionskosten des Kantons betragen etwa drei Millionen Franken.
  • Schlieren, Bernstrasse: Der Ausbau der Engstringerkreuzung zur Bereitstellung der notwendigen Verkehrskapazität wird nach heutigem Kenntnisstand rund 15 Millionen Franken kosten.
  • Dietikon, Überlandstrasse: Angepasst werden hier die Knoten Badenerstrasse (Bunkerkreuzung) sowie die weiteren Knoten bis und mit Anschluss Limmatfeld.
  • Dietikon, Mutschellenstrasse: Die Mutschellenstrasse als wichtige Querachse im Limmattal soll an den Knoten ausgebaut werden. Es ist mit Ausbaukosten zwischen 25 bis 30 Millionen Franken zu rechnen.

Weiter sind im Bauprogramm enthalten: der Ausbau der Zürichstrasse in Adliswil, der Bau der Umfahrung Fällanden in Etappen, die Verkehrsoptimierung mit einer Unterführung Tunnelstrasse in Pfäffikon, der Bau der Westtangente in Wetzikon sowie der Bau der Umfahrung Grüningen zur Entlastung des historischen Stedtli. Insgesamt rechnet der Regierungsrat für die nächsten drei Jahre mit Nettoinvestitionen von 88 bis 94 Millionen Franken jährlich.

Umsetzung überwiesener Motionen

Drei vom Kantonsrat 2012 überwiesene Motionen verlangen Kreditvorlagen für den Bau verschiedener Strassenvorhaben im Kanton Zürich. Die Motionen sind abgesehen von den Planungs- bzw. Projektierungskosten für die Berichtsperiode 2013 – 2015 nicht finanzrelevant, erscheinen aber trotzdem im Bauprogramm.

  • Umfahrung Eglisau, Autobahnzusammenschluss Glattfelden - Bülach: Mit der Überweisung der Motionen KR 55 und 56/2009 im August 2012 wurde der Regierungsrat beauftragt, Ausführungsprojekte (Kreditvorlagen) für die Umfahrung Eglisau sowie den Autobahnzusammenschluss A50/A51 Bülach-Glattfelden vorzulegen.
  • Waidhaldetunnel Stadt Zürich: Durch die Überweisung der Motion KR-Nr. 150/2009 «Waidhaldetunnel» kommt § 50 ff des Strassengesetzes zu Anwendung, womit die ordentliche Zuständigkeitsregelung zwischen dem Kanton und den Städten Zürich und Winterthur durchbrochen wird.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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