Im Gedenken an verschwundene Zürcher Baudenkmäler

07.08.2008 - Medienmitteilung

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Seit 50 Jahren setzt sich die kantonale Denkmalpflege für den Erhalt und die Pflege der historischen und neueren Baukultur im Kanton Zürich ein. Nicht immer war ihre Arbeit von Erfolg gekrönt. Zahlreiche erhaltungswürdige architektonische Zeugen sind in dieser Zeit verloren gegangen. Im Rahmen von «50 Jahre Archäologie und Denkmalpflege Kanton Zürich» wird dieses Jahr unter www.jubilaeum08.zh.ch wöchentlich ein verschwundenes Baudenkmal in Erinnerung gerufen. Die Auswahl der Objekte reicht dabei von der ehemaligen Fleischhalle in Zürich bis zur abgerissenen Kirche St. Josef in Affoltern am Albis.

Die Kantonsarchäologie und die kantonale Denkmalpflege feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Mit einem vielfältigen Jubiläumsprogramm wird das reichhaltige kulturelle Erbe des Kantons Zürich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Jubiläum bietet sich auch an, um zurückzublicken. So konnten dank dem denkmalpflegerischen Engagement der letzten 50 Jahre zahlreiche wichtige Bauten vor dem Abriss bewahrt werden. Nicht immer verlief jedoch die Geschichte der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes erfolgreich.
Trotz den häufig hartnäckigen Bemühungen der Denkmalpfleger konnten während den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche erstklassige Bauwerke nicht vor dem Abbruch gerettet werden. Als Mahnmal gilt heute noch immer der Verlust der Villa Seeburg: Noch bevor sie unter Schutz gestellt werden konnte, wurde sie im Jahr 1970 im Auftrag der Eigentümer kurzerhand abgerissen. Dieser Abbruch ist bis heute ein Trauma der zürcherischen Kulturgeschichte geblieben. Immerhin hat er zu griffigeren gesetzlichen Grundlagen im damals neuen kantonalen Planungs- und Baugesetz und zu einem Ausbau der denkmalpflegerischen Tätigkeit geführt.
Die meisten der abgetragenen Baudenkmäler sind heute längst aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwunden und in Vergessenheit geraten. Allein dies ist Grund genug, eine Auswahl im Internet in Erinnerung zu rufen. Auf der Jubiläums-Website unter www.jubilaeum08.zh.ch wird wöchentlich ein verschwundenes Baudenkmal mit einem Kurztext aus der damaligen Zeit gewürdigt. Die ausgewählten Objekte sollen nicht anklagen. Vielmehr sollen sie zu einer Diskussion über den Wert historischer Bausubstanz anregen. Es war früher nicht alles besser, aber es war sicher anders als heute. Dabei ist es jedoch dem Urteil jedes Einzelnen überlassen, wie er oder sie diese Veränderung empfindet und wertet. Neben den Bildern der kantonalen Denkmalpflege gibt es jeweils auch ein Wochenbild der Kantonsarchäologie über ein attraktives Fundobjekt.

(Medienmitteilung der Baudirektion)

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