Weniger Durchgangsverkehr für Ottenbach und Obfelden

13.12.2007 - Medienmitteilung

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Der Regierungsrat hat aufgrund einer Neubeurteilung die Umfahrung der Gemeinde Ottenbach beschlossen. Der gleichzeitige Ausbau der Muristrasse in Bickwil und entsprechende flankierende Massnahmen sorgen dafür, dass auch die Gemeinde Obfelden vom Durchgangsverkehr entlastet wird. Mit Sofortmassnahmen wird sichergestellt, dass in beiden Ortsdurchfahrten zum Zeitpunkt der Eröffnung der A4 der Mehrverkehr möglichst siedlungsverträglich abgewickelt werden kann.

Im Frühjahr 2010 wird die sich im Bau befindende A4 im Knonaueramt offiziell dem Verkehr übergeben. Um den erwarteten Mehrverkehr aus den Kantonen Aargau und Zürich zum Autobahnanschluss Affoltern am Albis siedlungsverträglich zu bewältigen, soll eine Umfahrungsstrasse von Ottenbach gebaut werden. Nachdem kantonale und eidgenössische Umweltfachstellen sowie diverse Fachkommissionen in ihrem letztjährigen Bericht die Strassenführung im Gebiet «Bibelaas», westlich des alten Fabrikareals Haas, als nicht umweltverträglich und als unzumutbare Beeinträchtigung des Industrieensembles beurteilt hatten, wird eine Strassenführung nördlich und östlich hinter der Fabrik als durchführbar erachtet. Der Regierungsrat möchte dieses Strassenprojekt so bald wie möglich einer öffentlichen Planauflage zuführen.

Gleichzeitig mit der Umfahrung Ottenbach sieht der Regierungsrat einen Ausbau der Muristrasse in Bickwil vor. Zusammen mit flankierenden Massnahmen bei den Ortsdurchfahrten soll auf diese Weise der Verkehr auch vom Ortskern in Obfelden ferngehalten werden. Da die Ausführung dieser neuen Strasseninfrastrukturbauten länger dauert als bis zur geplanten Eröffnung der A4 im Knonaueramt, werden zusätzlich Sofortmassnahmen für die Verkehrsberuhigung und die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende und Fussgänger auf den Ortsdurchfahrten umgesetzt. Die Arbeiten werden zusammen mit den betroffenen Gemeinden und dem Kanton Aargau weitergeführt.

Der aktuelle Regierungsratsbeschluss basiert auf demjenigen vom 9. Mai 2007, worin die Volkswirtschaftsdirektion beauftragt wurde ein Projekt auszuarbeiten, welches das prognostizierte Verkehrsvolumen möglichst siedlungsverträglich und weitgehend auf dem bestehenden Strassennetz bewältigen kann. Dabei sollte mindestens der Schwerverkehr über die Achse Merenschwand-Obfelden zum Anschluss Affoltern gelenkt werden. Aufgrund eines zu diesem Zwecke neu erstellten Planungsberichts vom Oktober 2007 kam der Regierungsrat zum Schluss, dass keine der Varianten, die den Vorgaben des Beschlusses vom Mai 2007 entsprechen, siedlungs- beziehungsweise umweltverträglich ist. Diese Beurteilung umfasste insbesondere auch die Aargauer Gemeinden Merenschwand und Aristau. Ferner ergaben die zu den Varianten erstellten Kostenberechnungen, dass eine Verkehrsführung alleinig durch die Ortschaften teurer zu stehen kommt als einfache, offene Umfahrungsstrassen.

Der Regierungsrat kommt mit seinem aktuellen Beschluss in Teilen dem Gesuch der Gemeinderäte Ottenbach und Obfelden sowie der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK) um Wiedererwägung seines früheren Entscheids nach. Diese haben nebst dem Wiedererwägungsgesuch auch eine Petition betreffend Zufahrten zum Anschluss an die Autobahn A4 in Affoltern am Albis lanciert. Auf diese wird der Regierungsrat in einem separaten Beschluss vertieft eingehen.



(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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