Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt vor und nach Corona

Die Digitalisierung hat in den letzten Jahrzehnten die Zürcher Branchenlandschaft entscheidend verändert. Mit der Corona-Krise wird dieser Prozess zusätzlich beschleunigt. Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe des Zürcher Wirtschaftsmonitoring.

Inhaltsverzeichnis

Zürcher Wirtschaft zwischen Sorge und Hoffnung

Nach einem schwierigen Winter bleibt die Zürcher Wirtschaftslage weiter angespannt. Im Gegensatz zur ersten Welle zeigt sich eine Zweiteilung der Wirtschaft: Während das Geschäft in vielen exportorientierten Branchen wieder relativ gut läuft, kämpfen die meisten binnenorientierten Branchen mit grossen Nachfrageeinbrüchen, allen voran das Gastgewerbe. Über alle Branchen hinweg betrachtet fallen die Einschätzungen zur zukünftigen Geschäftslage wieder etwas optimistischer aus als noch Ende 2020.

Zürcher Wirtschaftsmonitoring März 2021

Zürcher Wirtschaftsmonitoring März 2021
Zürcher Wirtschaftsmonitoring März 2021
Herausgeber
Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich
Autor
Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich

Infografik Strukturwandel Zürcher Arbeitsmarkt

Herausgeber
Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich
Autor
Franziska Hochuli, Works Graphic Design

Die wichtigsten Ergebnisse:

Digitalisierung schafft neue Stellen

In den letzten 40 Jahren hat der Strukturwandel im Kanton Zürich unter dem Strich viel mehr neue Stellen geschaffen als verdrängt: Insgesamt stieg die Zahl der Beschäftigten um über 300'000. Treibende Kraft dahinter ist die Digitalisierung. Branchen, die vorwiegend digitale Endprodukte herstellen, verzeichneten einen Beschäftigungszuwachs von 248%. In Branchen mit physischen Endprodukten betrug die Zunahme hingegen lediglich 21%. Im Vergleich zur Schweiz fiel die Digitalisierung im Kanton Zürich stärker aus.

Zürcher Wirtschaftsmonitoring, Grafik zum Vergleich des Beschäftigungswachstums im digitalen und physischen Sektor
Beschäftigungswachstum im digitalen und physischen Sektor

Hohe Beschäftigungsverluste im Gastgewerbe

Infolge der Corona-Krise kam es 2020 zu stärkeren Branchenverschiebungen als in den Jahren zuvor. Den höchsten Beschäftigungsverlust im Kanton Zürich hatte das Gastgewerbe mit schätzungsweise 3'400 zu verzeichnen. Vor der Krise wurde noch mit einer Zunahme von 450 gerechnet. Die Corona-Krise kostete das Gastgewerbe im letzten Jahr somit 3'850 Stellen. Die grössten Beschäftigungszuwächse entstanden in der IT-Branche, der Elektroindustrie und der öffentlichen Verwaltung.

Zürcher Wirtschaftsmonitoring, Grafik zur Differenz zwischen Beschäftigungswachstum mit und ohne Corona-Krise (2019-2020) - Die fünf grössten Gewinner und Verlierer
Differenz zwischen Beschäftigungswachstum mit und ohne Corona-Krise (2019-2020) - Die fünf grössten Gewinner und Verlierer

Corona-Krise beschleunigt Stellenwachstum in der IT-Branche

In den nächsten Jahren dürfte die Pandemie das Beschäftigungswachstum in der Zürcher IT-Branche am stärksten beschleunigen: Dieses wird zwischen 2019 und 2024 gemäss Prognosen 17.5 Prozentpunkte höher ausfallen als ohne Corona-Krise. Grosser Verlierer ist das Gastgewerbe, wo das Beschäftigungswachstum 6.1 Prozentpunkte tiefer ausfallen dürfte. 

Zürcher Wirtschaftsmonitoring, Grafik zum Prognostizierten Beschäftigungswachstum (VZA) 2020-2025
Prognostiziertes Beschäftigungswachstum (VZA) 2020-2025

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