7. Auf dem Weg zur Digitalen Augenklinik
Der Abschnitt zeigt, wie die Digitale Augenklinik ihre KI‑Diagnostik weiterentwickelt, neue Anwendungsfälle integriert und die Plattform zu einer skalierbaren und patientenorientierten Lösung für die zukünftige klinische Versorgung ausbaut.
Weiterentwicklung für den klinischen Einsatz
Der MVP ist nur der erste Meilenstein auf dem Weg zur Implementierung von KI-Diagnostik in die klinische Praxis durch die Digitale Augenklinik. In der nächsten Phase wird der Schwerpunkt darauf liegen, das Modul für diabetische Retinopathie für den klinischen Einsatz weiterzuentwickeln, indem alle betrieblichen, technischen und regulatorischen Anforderungen berücksichtigt werden.
Parallel dazu werden weitere Anwendungen wie die Glaukomerkennung integriert, um die Anwendbarkeit und den klinischen Mehrwert des Systems zu erweitern. Aufgrund der offenen und interoperablen
Architektur wird die Plattform kontinuierlich die leistungsstärksten KI-Modelle für jeden diagnostischen Anwendungsfall evaluieren und integrieren.
Derzeit wird eine cloudbasierte Bereitstellung angestrebt – für einen skalierbaren, sicheren und leicht zu wartenden Betrieb. Edge-Lösungen werden ebenfalls evaluiert und für den lokalen Einsatz getestet. Langfristig könnte KI-Diagnostik auch routinemässige Augenuntersuchungen in der Grundversorgung oder in kommunalen Einrichtungen unterstützen. Dadurch könnte sie die Früherkennung und die Zugänglichkeit verbessern. Schliesslich lässt der modulare Aufbau der Plattform eine zukünftige Erweiterung zu, wodurch die KI-Diagnoselösung weiteren Spitälern sowie Forschungspartnerinnen und -partnern zur Verfügung gestellt werden könnte.
Dabei ist es wichtig, zu beachten, dass die Vision der Digitalen Augenklinik über die KI-Diagnostik hinausgeht: Sie zielt darauf ab, KI in der gesamten klinischen Wertschöpfungskette zu nutzen, beispielsweise durch KI-gestützte medizinische Dokumentation und automatisierte Patiententriage und -terminierung. In allen Anwendungsbereichen dient die Technologie dem Wohlbefinden der Patientin und des Patienten, wobei stets eine menschliche Expertin bzw. ein menschlicher Experte involviert ist, um Sicherheit, Vertrauen und klinische Akzeptanz zu gewährleisten.
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