Trauben-Pippau

Artname deutsch
Trauben-Pippau
Artname lateinisch
Crepis praemorsa
Aktionsplan
Nein
Ziellebensraum
Waldrand
Fauna/Flora
Flora
Forstkreis
FK - -

Trauben-Pippau, Fam. Korbblütter (Asteraceae)

Nahaufnahme einer blühenden Trauben-Pippau
Blühender Trauben-Pippau. Quelle: Hermann Schachner

Artbeschrieb

Geöffneter Trauben-Pippau

Blütenstand des Trauben-Pippau. Der Blütenstand öffnet sich von oben nach unten.
Trauben-Pippau, bei dem sich der Blütenstand von oben nach unten öffnet. Quelle: Robert Flogaus-Faust
  • 15-50 cm hoch
  • Stängel einzeln, blattlos, nur im oberen Teil kurz verzweigt, kahl oder kurz und weiss behaart
  • Kann aus Wurzelabschnitten klonal neue Rosetten bilden
  • Blätter in grundständiger Rosette, länglich-verkehrt-eiförmig, am Grund stielartig verschmälert, ganzrandig oder entfernt gezähnelt
  • Blätter hell- oder gelbgrün, unterseits heller
  • 3-20 gelbe Köpfchen, in schmaler Traube oder Rispe, die von oben nach unten aufblüht
  • Blütezeit Mai bis Juli

Ähnliche Arten

Im blühenden Zustand keine ähnlichen Arten vorhanden.

Pflege und Gefährdung

Was hilft der Art?

  • Die wichtigsten Fördermassnahmen sind die Erzielung nährstoffarmer (Ober-) Böden und eine regelmässige Reduktion der konkurrierenden Kräuter, Gräser und Sträucher (durch Mahd)
  • Die flachliegenden Blattrosetten der Art ertragen keine Konkurrenz durch hochwachsende Krauter und Sträucher und benötigen deshalb eine Mahd
  • Mahd ab 01. Juli (versamt rasch)
  • Schnittgut abtransportieren, nicht mulchen (Rosettenblätter brauchen Licht!)
  • Offene (leicht erosive) Stellen erhalten
  • Förderung von Waldsäumen und lichten Wäldern

Was gefährdet die Art?

  • Verbuschung, Zuwachsen der Krautschicht
  • Schnitt vor Juli

Lebensraumansprüche und Vorkommen

  • Wechseltrockene basenreiche, dichte Böden, v.a. kalkreiche Mergelböden, in halbschattigen, warmen aber nicht zu trockenen Lagen mit niedrige Krautschicht
  • Oft an Stellen mit leichter Bodenerosion
  • Lichte Wälder, Waldränder, Waldwiesen
  • Trockenwarme Säume, entlang Waldwegen
  • In wechseltrockenen Riedwiesen, Halbtrockenrasen

Nach Delarze (gemäss Info Flora)
5.1.1 - Trockenwarmer Krautsaum (Geranion sanguinei)

Waldstandorte im Kanton Zürich

  • Pfeifengras-Föhrenwald (61)
  • Lungenkraut-Buchenwald mit Immenblatt (mit Liguster, 10w)
  • Lungenkraut-Buchenwald mit Immenblatt (10)
  • Weisseggen-Buchenwald (mit Liguster,14w)
  • Typischer Weisseggen-Buchenwald (14)
  • Orchideen-(Wald-)Föhrenwald (62)

Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen (nicht abschliessend)

  • Ästige Graslilie (Anthericum ramosum), siehe Steckbrief
  • Aufrechte Trespe (Bromus erectus)
  • Berg-Segge (Carex montana)
  • Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera)
  • Frauenschuh (Cypripedium calceolus), siehe Steckbrief
  • Grünliches Breitkölbchen (Platanthera chlorantha), siehe Steckbrief
  • Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea)
  • Rundköpfige Rapunzel (Phytheuma orbiculare)

Weiteres

Der Name bezieht sich auf den kurzen, schiefen Wurzelstock, der wie «abgebissen» (= Lateinisch prae = vorher, morsus = gebissen) aussieht.

Kontakt

Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald

Adresse

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8090 Zürich
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E-Mail

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