Schweizer Alant

Artname deutsch
Schweizer Alant
Artname lateinisch
Inula helvetica
Aktionsplan
Ja
Ziellebensraum
Lichter Wald
Fauna/Flora
Flora
Forstkreis
FK - -

Schweizer Alant, Fam. Korbblüter (Asteraceae)

Bild eines Schweizer Alant auf einer grünen Wiese
Blühender Schweizer Alant Quelle: Hans Niedermann

Artbeschrieb

Schweizer Alant blühend

Bild eines blühenden Schweizer Alant
Blühender Schweizer Alant Quelle: Christophe Bornand

Blätter von Schweizer Alant

Bild der Blätter des Schweizer Alant
Blätter des Schweizer Alant Quelle: Christophe Bornand
  • Bis 150 cm hoch
  • Ganze Pflanze graufilzig weich behaart, drüsig, stark duftend
  • Blätter ganzrandig bis fein gezähnt, am Grund verschmälert, sitzend
  • Blüten gelb, Köpfchen 2-3 cm breit, Zungenblüten 1 mm breit; mit Pappus
  • Blütenstand verzweigt, doldenartige Rispe
  • Blütezeit Juli bis August, Samenreife Ende August bis Anfang September
  • Äussere Hüllblätter aussen kurz wollig behaart

Hybriden mit Weiden-Alant (Inula salicina) kommen vor.

Ähnliche Arten

Der Weiden-Alant (Inula salicina) unterscheidet sich vom Schweizer Alant durch folgende Merkmale:

  • 25-80 cm hoch
  • Stängel meist kahl
  • Blätter meist senkrecht abstehend und oft abwärts gebogen (nicht schräg aufwärts)
  • Obere Blätter mit herzförmigem Grund halbstängelumfassend
  • Köpfchen einzeln oder zu wenigen, grösser (2,5 -3,5 cm)
  • Äussere Hüllblätter aussen kahl, am Rand bewimpert; mit zurückgebogener Spitze

Weiden-Alant

Bild eines blühenden Weiden-Alant mit meist kahlen Stängeln
Weiden-Alant Quelle: Beat Bäumler

Das Grosse Flohkraut (Pulicaria dysenterica) unterscheidet sich vom Schweizer Alant durch folgende Merkmale:

  • Blätter eiförmig oder breit-lanzettlich, obere breit herzförmig stängelumfassend
  • Blütenköpfe 1,5-3 cm

Grosses Flohkraut

Bild eines Grossen Flohkraut mit stängelumfassenden Blättern
Grosses Flohkraut Quelle: Beat Bäumler

Das Raukenblättrige Geisskraut (Senecio erucifolius) unterscheidet sich vom Schweizer Alant durch folgende Merkmale:

  • Blätter geteilt/fiederschnittig
  • Köpfchen 1,5-2 cm

Raukenblättriges Geisskraut

Bild eines blühenden Raukenblättrigen Geisskrauts
Raukenblättriges Geisskraut Quelle: Christoph Bornand

Pflege und Gefährdung

Was hilft der Art?

  • Regelmässiger Schnitt, frühestens ab 1. September
  • Keine Brachen
  • Konkurrenzpflanzen bekämpfen: Schilf, Goldruten, Junggehölze, Nielen, Brombeeren
  • Bei Riedflächen Waldränder zurücknehmen
  • Waldrandpflege

Was gefährdet die Art?

  • Zu früher Schnitt (z.B. Frühschnitt wegen Goldruten, Schilf)
  • Hybridisierung mit Weiden-Alant (Inula salicina)
  • Speziell bei Waldriedflächen Einwachsen der Bestände

Lebensraumansprüche und Vorkommen

  • Wechseltrockene, basen- und humusreiche, dichte Böden, wärmeliebend
  • Nicht zu nass und höchstens kurzzeitig überschwemmt
  • Lichte Auenwälder, Ufergebüsche
  • Nährstoffreiche feuchte Krautsäume
  • Riedwiesen (Pfeifengraswiesen)

Nach Delarze
5.1.3 - Feuchter Krautsaum (Tieflagen) (Convolvulion)

Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen (nicht abschliessend)

  • Echter Dost (Origanum vulgare)
  • Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

Weiteres

Regula Dickenmann

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