Schweizer Alant
Schweizer Alant, Fam. Korbblüter (Asteraceae)
Artbeschrieb
Schweizer Alant blühend
Blätter von Schweizer Alant
- Bis 150 cm hoch
- Ganze Pflanze graufilzig weich behaart, drüsig, stark duftend
- Blätter ganzrandig bis fein gezähnt, am Grund verschmälert, sitzend
- Blüten gelb, Köpfchen 2-3 cm breit, Zungenblüten 1 mm breit; mit Pappus
- Blütenstand verzweigt, doldenartige Rispe
- Blütezeit Juli bis August, Samenreife Ende August bis Anfang September
- Äussere Hüllblätter aussen kurz wollig behaart
Hybriden mit Weiden-Alant (Inula salicina) kommen vor.
Ähnliche Arten
Der Weiden-Alant (Inula salicina) unterscheidet sich vom Schweizer Alant durch folgende Merkmale:
- 25-80 cm hoch
- Stängel meist kahl
- Blätter meist senkrecht abstehend und oft abwärts gebogen (nicht schräg aufwärts)
- Obere Blätter mit herzförmigem Grund halbstängelumfassend
- Köpfchen einzeln oder zu wenigen, grösser (2,5 -3,5 cm)
- Äussere Hüllblätter aussen kahl, am Rand bewimpert; mit zurückgebogener Spitze
Weiden-Alant
Das Grosse Flohkraut (Pulicaria dysenterica) unterscheidet sich vom Schweizer Alant durch folgende Merkmale:
- Blätter eiförmig oder breit-lanzettlich, obere breit herzförmig stängelumfassend
- Blütenköpfe 1,5-3 cm
Grosses Flohkraut
Das Raukenblättrige Geisskraut (Senecio erucifolius) unterscheidet sich vom Schweizer Alant durch folgende Merkmale:
- Blätter geteilt/fiederschnittig
- Köpfchen 1,5-2 cm
Raukenblättriges Geisskraut
Pflege und Gefährdung
Was hilft der Art?
- Regelmässiger Schnitt, frühestens ab 1. September
- Keine Brachen
- Konkurrenzpflanzen bekämpfen: Schilf, Goldruten, Junggehölze, Nielen, Brombeeren
- Bei Riedflächen Waldränder zurücknehmen
- Waldrandpflege
Was gefährdet die Art?
- Zu früher Schnitt (z.B. Frühschnitt wegen Goldruten, Schilf)
- Hybridisierung mit Weiden-Alant (Inula salicina)
- Speziell bei Waldriedflächen Einwachsen der Bestände
Lebensraumansprüche und Vorkommen
- Wechseltrockene, basen- und humusreiche, dichte Böden, wärmeliebend
- Nicht zu nass und höchstens kurzzeitig überschwemmt
- Lichte Auenwälder, Ufergebüsche
- Nährstoffreiche feuchte Krautsäume
- Riedwiesen (Pfeifengraswiesen)
Nach Delarze
5.1.3 - Feuchter Krautsaum (Tieflagen) (Convolvulion)
Arten mit gleichen/ähnlichen Ansprüchen (nicht abschliessend)
- Echter Dost (Origanum vulgare)
- Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum)
- Wasserdost (Eupatorium cannabinum)
Weiteres
Kontakt
Amt für Landschaft und Natur – Abteilung Wald